Annabelle

Kinoplakat Annabelle

Gestatten: Annabelle, eine der hässlichsten Puppen der Welt und Wohnstatt eines Dämons und auf der Suche nach einem schmucken Zuhause. Das Leben kann dann so schön sein, wenn man gerade im Begriff ist eine Familie zu gründen. So ergeht es auch Mia und John. Sie sind ein durchschnittliches, amerikanisches Ehepaar und ihr Leben verläuft in geregelten Bahnen.

Bis zu dem Tag, an dem sie plötzlich überfallen werden. Anhänger Satans versuchen sie zu töten und nur im allerletzten Momenten kommt das Paar lebend davon. Der Schock sitzt tief und ist erst der Anfang, denn von nun an gehen seltsame Dinge im Haus vor. Das veranlasst Mia und John das Haus zu verlassen und eine neue Bleibe zu suchen. Doch die neue Mietwohnung ist nicht die Lösung, denn das Dämonische hat sich die Puppe Annabelle als Heimstatt ausgesucht. Und wie es scheint, wartet es nur darauf, das Mia ihr Kind zur Welt bringt.

Kritik

Der Film "Annabelle" erzählt die Geschichte der abschreckend hässlichen Puppe, die es bereits im Film "Conjuring - Die Heimsuchung" zu sehen gab. Ob es sinnvoll ist die Vorgeschichte zu erzählen sei dahingestellt. Vom Standpunkt des Erzählens gesehen weiß ich nicht so recht, was die Geschichte mir bieten will? Die Handlung ist solide: Einführung, Zuspitzung und Ausklang. Dazu reiht sie leidlich bekannte Motive und Versatzstücke aneinander. Es gibt die Angst einflößenden Haushaltsgegenstände. Da wird ein selbst fahrender Kinderwagen ebenso zur Bedrohung wie ein Fahrstuhl. Das verläuft unblutig und vermittelt den Eindruck, dass es alles schon einmal dagewesen ist.

Und auch des Rätsels Lösung ist bekannter Standard. Selbstverständlich versucht ein christlicher Geistlicher der jungen Familie zu helfen. Doch echten Rat kennt nur die Inhaberin eines esoterischen Buchladens, die am Ende ihr Leben für die Familie opfert. Das hat im Jahr 2014 einen faden Beigeschmack, denn das Opfer ist schwarz und die Familie weiß. Und es bleiben Fragen offen: Wer stellt sich so eine hässliche Puppe in die Wohnung? Und wie kehrt sie nach der Mitnahme durch den Geistlichen in die Wohnung zurück? Was hat es mit den malenden Kindern auf sich? Einen Fehler macht die Handlung mit dem Foto von Mutter und Kind. Der Geistliche hält den Fotoapparat während der Aufnahme waagerecht. Später händigt er ein Foto aus, das im Hochformat aufgenommen ist.

Die zwei Hauptdarsteller bleiben mir nicht im Gedächtnis. Sie sind gut ausgesucht um das nette Ehepaar von nebenan zu verkörpern. Menschen, die man freundlich grüßt, wenn sie einem auf der Straße begegnen. Und die man vergessen hat, sobald sie umziehen. Ihre Durchschnittlichkeit ist bestimmt gewollt; hat aber den Nachteil, dass sie als Schauspieler derart wenig transportieren, dass ich mit ihnen nicht mitfühlen kann.

Fazit
Es mag an mir liegen, dass ich mit "Annabelle" wenig anfangen kann. Selbst einem Horrorfilm kaufe ich die Story nicht ab. Niemand stellt eine derart grauenvolle Puppe in ein Babyzimmer - es sei denn, man möchte sicherstellen, dass das Neugeborene einen Schock fürs Leben bekommt. Der Rest des Films ist für meinen Geschmack zu solide.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2014
Laufzeit ca.: 98
Genre: GruselMystery
Verleih: Warner Bros.
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 09.10.2014
Heimkino: 19.02.2014

Regie: John R. Leonetti
Drehbuch: Gary Dauberman

Schauspieler: Annabelle Wallis (Mia) • Ward Horton (John Gordon) • Tony Amendola (Vater Perez) • Alfre Woodard (Evelyn) • Kerry O'Malley (Sharon Higgins) • Brian Howe (Pete Higgins) • Eric Ladin (Clarkin) • Ivar Brogger (Dr. Burgher) • Geoff Wehner (Nachbar) • Gabriel Bateman (Robert) • Shiloh Nelson (Nancy) • Sasha Sheldon (Pflegerin) • Camden Singer (Angestellte) • Robin Pearson Rose (Mother) • Keira Daniels (Annabelle Higgins, jung)

Produktion: Casey W. Hayes • Peter Safran • James Wan
Szenenbild: Bob Ziembicki
Kostümbild: Janet Ingram
Maskenbild: Liz Mendoza
Kamera: James Kniest
Musik: Joseph Bishara
Schnitt: Tom Elkins


Bilder: Warner Bros.

1 customer review

befriedigend
09.10.14
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