In guten wie in schweren Tagen

Kinoplakat In guten wie in schweren Tagen

Eine indische Adelsromanze in Überlänge: Die Raichands, eine angesehene, reiche Familie von Geldadel, nehmen den zweijährigen Rahul an Sohnesstelle auf. Und obwohl ihm noch ein leiblicher Sohn folgt, liebt die Adoptivmutter Nandini den adoptierten Sohn mehr als den leiblichen.

Rahul wächst heran und alles verläuft glücklich. Er besucht ein Internat in London und kehrt zum Lichterfest nach Hause zurück. Mit dem Hubschrauber landet er auf dem elterlichen Anwesen und versucht seine Eltern zu überraschen, aber eine Mutter spürt immer, wenn ihr Kind kommt und so ist es Rahul, den der überschwängliche Empfang seiner Mutter überrascht. Doch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf, als Rahul sich in die Tochter seines Kindermädchens verliebt. Rahuls Vater aber hat andere Pläne und als Rahul offen gegen die arrangierte Ehe eintritt, kommt es zwischen Vater und Sohn zum Bruch.

Die Liebe zwischen Rahul und seiner Frau Anjali ist stark genug, dass die zwei ins Exil fliehen nach London. Hier bauen sie sich eine neue Existenz auf, doch in ihren Herzen sind sie unglücklich, denn es gibt auf der Welt kein besseres Land zum Leben als Indien. Als der leibliche Sohn der Familie, Rohan zehn Jahre später aus dem Internat nach Hause zurückkehrt, findet er ein Haus voller Trauer vor, denn der älteste Sohn der Familie fehlt. Deshalb bricht er nach London auf, um den verlorenen Bruder zu suchen und die zerschnittenen Familienbanden wieder zu vereinen.

Kritik

"In guten wie in schweren Tagen" ist Kino der ganz großen Gefühle. Bedeutungsschwangere Worte werden mit ebensolcher Musik unterlegt, wenn der Vater seinen Sohn verstößt, dann donnert es nach jedem Satz. Zudem wird gesungen und voller Inbrunst getanzt. Wenn dann unvermittelt der Patriarch zu singen und zu tanzen beginnt, birgt das durchaus unfreiwillige Komik. Rohan, der jüngere Sohn der Familie tritt in London zunächst wie ein Popstar auf, hat dann auch gleich eine E-Gitarre in der Hand, Backgroundsänger und singt erst einmal von seiner Liebe. Sein Bruder Rahul steht ihm natürlich in nichts nach. Er und Anjali nutzen die ägyptischen Pyramiden um von ihrer Liebe singen. Die Kostüme in diesem Video sind schon eigenwillig, denn während Anjali im Sari tanzt, trägt Rahul Hemden aus durchsichtiger Gaze in quietschenden Farben.

Die erste Hälfte des Filmes konzentriert sich auf Indien, während die zweite Hälfte überwiegend in London spielt. Wirklich herrlich in diesen Szenen: England ist in den Augen der Inder nicht das gelobte westliche Land, sondern steht hinter Indien mit seinen Ritualen und seinem tiefverwurzelten Glauben zurück. Die ehemalige Kolonie Indien stellt sich klar über England. Das funktioniert ohne Groll und mit viel Witz; Engländer und Inder tanzen Seite an Seite.

Fazit
Die Handlung des Filmes ist der Handlung eines Kitschromans nicht unähnlich und im Film fließen mehr Tränen als Wasser den Ganges hinab. Kurz gesagt, werden alle menschlichen Emotionen übersteigert.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: Kabhi Khushi Kabhie Gham ...
Alternativtitel: Sometimes Happy Sometimes Sad
Land: Indien
Jahr: 2001
Laufzeit ca.: 210
Genre: DramaKostümMusikRomantikTanz
Verleih: Rapid Eye Movies
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 10.04.2003
Heimkino: 30.01.2006

Regie: Karan Johar
Drehbuch: Karan Johar • Sheena Parikh

Schauspieler: Amitabh Bachchan (Yashvardhan Raichand) • Jaya Bhaduri (Nandini Raichand) • Shah Rukh Khan (Rahul Raichand) • Kajol (Anjali Sharma) • Hrithik Roshan (Rohan Raichand) • Kareena Kapoor Khan (Pooja Sharma ) • Rani Mukerji (Naina Kapoor) • Farida Jalal (Sayeeda) • Alok Nath (Bauji) • Johnny Lever (Haldiram) • Himani Shivpuri (Haldirams Frau) • Aryan Khan (Rahul, jung)

Produktion: Yash Johar
Maskenbild: Mickey Contractor
Kamera: Kiran Deohans
Musik: Babloo Chakravarthy • Jatin • Lalit • Sandesh Shandilya
Schnitt: Sanjay Sankla


Bild: Rapid Eye Movies

1 customer review

befriedigend
10.04.03
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