Jasper und das Limonadenkomplott

Kinoplakat Jasper und das Limonaden-Komplott

Der Film erzählt das erste große Kinoabenteuer des Pinguins aus der Sendung mit der Maus, in der er im Jahr 2002 seinen ersten Auftritt hatte. Für den Film wurde die Geschichte ein wenig größer gesponnen und länger, erinnert von der technischen Seite her jedoch stark an einen Fernsehfilm.

Der Film "Jasper und das Limonadenkomplott" beginnt mit einem Ei. Darin steckt der neugierige Pinguin Jasper, der bereits vor dem Schlüpfen wissen will, wie die Welt da draußen aussieht. Als Jasper herangewachsen ist und in die Schule geht, lehrt der Lehrer, die Erde sei flach und ende hinter den Eisbergen. Das denken zwar alle Pinguine, aber Jasper ist damit nicht zufrieden. Vom Entdeckerdrang getrieben, erforscht er die Welt - und sieht eines Tages ein riesiges Schiff. Doch als er die anderen Pinguine herbeigeholt hat, ist das Schiff weitergefahren und man hält Jasper für einen Spinner.

Doch Jasper weiß, was er gesehen hat. Und es gelingt ihm sogar, das Schiff einzuholen und an Bord zu gehen. Mit von der Partie ist sein kleiner Bruder Junior, der noch nicht sprechen kann. An Bord des Schiffes schließen die Pinguine Freundschaft mit einem Kakapo. Das ist ein komischer Vogel! Er ist grün, kann nicht fliegen und nicht schwimmen. Außerdem ist ihm kalt (was immer das bedeuten mag) und wenn er Angst bekommt, dann bläht er sich zu einer Kugel auf. Dumm nur, dass der Kakapo bei jedem kleinen Erschrecken Angst bekommt ...

Und die Geschichte, die er erzählt, klingt sehr fantastisch: Er ist auf der Suche nach einem Eierdieb. Der fiese Dr. Block hat angeblich Kakapo-Eier gestohlen. Die will er in seine Limonade mischen. Doch wozu sollte jemand Vogeleier in eine Kinderlimonade mischen wollen? Dazu hat selbst Emma, die Tochter des Kapitäns, keine Idee. Allerdings verhalten sich Dr. Block und sein Assistent so verdächtig, dass sie irgendetwas Böses im Schilde führen müssen. Um das Geheimnis zu lüften, schließen Emma und die Vögel Freundschaft. Und was sie dann erfahren, das haut den stärksten Pinguin um ...

Kritik

Der Film "Jasper und das Limonadenkomplott" erzählt eine runde, gefällige Geschichte. Zwei Pinguine, ein Papagei und ein Mädchen schließen Freundschaft und erleben ein Abenteuer. Dabei müssen sie nicht nur zusammenhalten sondern auch zusammenarbeiten. Die Umstände ihres Abenteuers werden leicht verständlich erklärt. So zeigt der Filmbeginn auf, dass Vögel aus Eiern schlüpfen. Was später im Film noch eine Bedeutung hat. Die Geschichte führt nur eine übersichtliche Anzahl an Figuren und Orten ein - wodurch auch Kinder den Überblick behalten. Zudem sind die Charaktere einfach strukturiert. Auf mich als erwachsenen Zuschauer machte dieser Umstand allerdings auch den Eindruck, dass die Produktion an den Kosten der Animation gespart hat. Denn weniger Figuren und Handlungsorte bedeuten auch weniger Arbeitsaufwand. Etwas mager wirkt die schlichte Grafik hinsichtlich der statischen Hintergründe. Sie erinnern oft an Fototapeten, denn sie bleiben ohne Bewegung. Es zieht keine Wolke am Himmel und es fliegt auch keine Möwe durchs Bild. Schade, denn insgesamt wirkt die Grafik mit ihren Buntstift-Oberflächen ganz eigen.
Gut gefällt hat mir die Idee mit der Allmachtsfantasie des Dr. Block, der seine Limonade dazu missbrauchen will, Kinder zu willenlosen Bio-Robotern zu machen. Schön fand ich den Umstand, dass das Mädchen Emma wie auch Pinguin Jasper unter demselben Problem leiden: Ihre Eltern hören nicht zu! Weiterhin gaben sich die Sprecher Mühe und verleihen den Figuren stimmliche Eigenständigkeit.

Fazit
Der Film "Jasper und das Limonadenkomplott" sagt mir zu. Wobei ich ihn natürlich nicht durch Kinderaugen sehe. Für große Kinder, die man auch Erwachsene nennt, ist er weniger geeignet, denn er zielt stark auf Kinder ab. So gibt es keine Witze, die nur große Menschen verstehen. Ich gehe allerdings davon aus, dass sich Kinder in den Figuren wiederfinden, die ja unterschiedliche Alter haben und wie Kinder handeln. Etwas mehr Ideen hätte ich mir hinsichtlich des Humors gewünscht. Und auch die technische Umsetzung bleibt für meinen Geschmack zu nah am Fernsehfilm.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %


Land: Deutschland
Jahr: 2009
Laufzeit ca.: 82
Genre: AbenteuerAnimationFamilie
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 13.08.2009
Heimkino: 19.02.2010

Regie: Eckart Fingberg • Kay Delventhal
Drehbuch: John Chambers • Eckart Fingberg • Michael Mädel • Jurgen Wolff

Sprecher: Christoph Maria Herbst (Dr. Block) • Rufus Beck (Kakapo) • Malte Arkona (Jasper) • Maresa Sedlmeir (Emma) • Torsten Lennie Münchow (Rolf) • Christine Leyser (Diva) • Claus-Peter Damitz (Kapitän) • Manou Lubowski (Jaspers Vater) • Katrin Fröhlich (Jaspers Mutter) • Jakob Riedl (Lehrer / Schiffstechniker) • Manfred Trilling (Pinguin) • Gerhard Jilka (Pinguin / Passagier Herbert) • Marion Hartmann (Herberts Frau)

Produktion: Sunita Struck
Musik: Florian Tessloff
Schnitt: Reiko Pfeiffer


Bild: 20th Century Fox

1 customer review

gut
13.08.09
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