Reflection in a Dead Diamond

Kinoplakat Reflection in a Dead Diamond

Die Erinnerungen des ehemaligen Agenten und Profikillers John D. werden geweckt durch Sinneseindrücke der Gegenwart. Gedanklich schweift er in kurze Episoden seiner blutigen Vergangenheit zurück.

In den 1970er Jahren lieferte er sich einen erbitterten Kampf gegen seine Widersacherin Serpentik. Die Frau mit den vielen Gesichtern beherrschte das Handwerk des brutalen Tötens genauso wie er selbst. Und sie war eine begnadete Täuscherin. Die Verfolgung seiner Gegenspielerin brachte John D. fast um den Verstand und das mündete in Hass.

Kritik

Freundlich gesprochen ist "Reflection in a Dead Diamond" eine wilde Hommage an die Agentenfilme der 1970er Jahre, allen voran "James Bond". Das bildet den Rahmen für einen wilden Stil- und Genremix. Was überdreht beginnt, streift Superhelden- und Comicfilme, nimmt Anleihen bei Pulp sowie Groschenromanen. Leider wird dem Stil alles unterworfen. Die Bilder mutieren zum Rausch, die Musik dröhnt und Oneliner geraten zu Worthülsen. Eine Handlung im herkömmlichen Sinne benötigt ein solcher Wirbel so wenig wie Logik oder Chronologie. Wer vor wenigen Filmminuten gestorben ist, weilt einige Momente später wieder unter den Lebenden.

Bei seinem großen Vorbild "James Bond" hat "Reflection in a Dead Diamond" gut abgeschaut. Auch dieser Agent verfügt über trickreiche technische Spielereien. Frauen werden anfangs auf Objekte reduziert. Danach treten sie kämpferisch auf und sterben reihenweise. Wie alle Gewaltdarstellungen finden auch diese Tötungen ausgesprochen brutal statt. Dabei fällt auf, dass die Folterszene, in der Serpentik gestehen soll, zudem Hass auf Frauen transportiert. Der Frau in Handschellen wird die Gesichtshaut abgezogen, was nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Verletzung darstellt. Damit nicht genug, wird die Szene in unterschiedlichen Einstellungen in variierenden Umgebungen gezeigt. Was die Grenzen der Unterhaltung überschreitet. Wer den Fall verteidigen möchte, könnte damit argumentieren, dass John D. seine Gegnerin entlarven will und ihr wahres Gesicht enthüllen. Doch wer möchte Partei ergreifen?

Fazit
In "Reflection in a Dead Diamond" wird Kunst zum Selbstzweck. Die Kamera fordert das Publikum mit Fahrten über einen Teppich mit psychedelischem Muster heraus oder verwundert mit seltsamen Schwenks. In anderen Zusammenhängen gefällige Ideen, wie die Flucht auf dem Backgammonbrett, saufen in der Überzeichnung ab. Wahrscheinlich wird das Werk das Publikum in zwei Lager spalten. Die einen stufen es als Kunst ein, die anderen als misslungen. Allein die Darstellung der seelischen Verletzung sollte zu denken geben.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 10 %


Original Filmtitel: Reflet dans un diamant mort
Land: BelgienFrankreichItalienLuxemburg
Jahr: 2025
Laufzeit ca.: 91
Genre: ActionFantasyKrimiThriller

Verleih: Plaion Pictures
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 09.10.2025
Heimkino: 03.02.2026

Regie: Helene Cattet • Bruno Forzani
Drehbuch: -

Schauspieler: Fabio Testi • Yannick Renier • Koen De Bouw • Maria De Medeiros • Thi Mai Nguyen • Céline Camara • Kezia Quental • Sylvia Camarda • Sophie Mousel • Herve Sogne • Manon Bleuchot

Produktion: Pierre Foulon
Szenenbild: Laurie Colson
Kostümbild: Jackye Fauconnier
Maskenbild: -
Kamera: Manu Dacosse
Musik: -
Schnitt: Bernard Beets

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Bild: Plaion Pictures

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