Der Dokumentarfilm von Luc Jacquet erzählt über die Person und das Leben des Polarforschers Claude Lorius. Allein die nüchternen Fakten klingen spannend: Lorius nahm an mehr als zwanzig Expeditionen zu den Polaren teil. Seine Leidenschaft für das ewige Eis begann 1955. In diesem Jahr nahm er an einer waghalsigen Expedition in die Antarktis teil. Die Herausforderung bestand darin ein Jahr lang in der Antarktis zu überwintern. Was für andere Menschen wie Lebensmüdigkeit klingt, war für ihn der Beginn einer großen Leidenschaft.
Lorius war einer der Ersten, die im Eis ein großes Potenzial entdeckten. Sie erkannten eine Schatzkammer, die Luft enthielt. Diese im Eis konservierten Lufteinschlüsse enthielten Luft aus längst vergangen Jahrhunderten. Wem es gelang, diesen Schatz zu heben, der konnte in der Vergangenheit lesen. Wissenschaftlich ausgedrückt ergab es die Möglichkeit über 800.000 Jahre der Klimageschichte zu erforschen. Doch die Möglichkeiten stießen auf taube Ohren, denn das Thema war neu und unbequem zugleich.
In der Jetztzeit sieht die Situation anders aus. Die Wissenschaft hat den Wert der Zeugen aus der Vergangenheit erkannt. Der Klimawandel, mit dem sich Lorius seit Langem beschäftigt, kann nicht mehr geleugnet werden. Und erneut geht der Forscher auf die Reise. Dabei wird er von Luc Jacquet begleitet, der einen weiten Bogen in die Vergangenheit des Forschers schlägt. Anhand von Archivmaterial stellt er Aufnahmen des jungen Forschers denen des alten Forschers gegenüber. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten ist Lorius 82 Jahre alt und besucht vielleicht zum letzten Mal die Stätte seines Wirkens. Dabei schweifen die gedanklichen Betrachtungen vom Wissenschaftlichen ab und stellen Sinnfrage wie die nach dem Sinn des Lebens.
Inhaltsangabe geschrieben von: Tom
Land: Frankreich
Jahr: 2015
Laufzeit ca.: 89
Genre: Biografie • Dokumentarfilm
Verleih: Weltkino
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren
Kinostart: 26.11.2015
Heimkino: 01.04.2016
Regie: Luc Jacquet
Drehbuch: Luc Jacquet
Sprecher: Max Moor
Produktion: Richard Grandpierre
Kamera: Stéphane Martin
Musik: Cyrille Aufort
Schnitt: Stéphane Mazalaigue
Anzeige
Bild: Weltkino