Ein Kater macht Theater

Kinoplakat Ein Kater macht Theater

In einer quietschbunten Fantasiewelt ging den Kindern Conrad und Sally Walden der Spaß verloren. Beide neigen zu Extremen. Sally ist überkontrolliert, altklug und zwanghaft, während Conrad regelmäßig über die Stränge schlägt. Eines Tages steht ein sechs Fuß großer Kater vor ihnen. Der tritt an, endlich wieder den Spaß in das Leben der Kinder zurückzubringen.

Nach dem ersten Schreck sind Conrad (Spencer Breslin) und Sally (Dakota Fanning) vom Kater (Mike Myers) fasziniert. Sie müssen zwar einen Vertrag unterzeichnen, dessen Sinn sie nicht verstehen, doch der Kater scheint ein gangbarer Ausweg aus der verfahrenen Situation. Mutter Joan soll abends ein Fest für ihren phobischen Chef ausrichten. Dafür muss das Häuschen klinisch rein sein. Also dürfen die Kinder bis dahin nichts anfassen, anstellen oder in Unordnung bringen. Zudem gilt es den fiesen Nachbarn Quinn (Alec Baldwin) zu entlarven. Während er der Mutter schöne Augen macht, versucht er sie zu überreden, Conrad auf eine Militärschule zu schicken.

Doch kaum ist die Babysitterin eingeschlafen - und vom Kater in der Garderobe verstaut worden - bricht das Chaos aus. Der Kater zieht eine überdrehte Show ab, wobei er von Ding 1 und Ding 2 unterstützt wird. Ob er Dauerwerbesendungen im TV parodiert oder mit Conrad und Sally auf eine wilde Achterbahn geht, alles ist atemlos. Am Ende ist das Haus nur noch eine Bruchbude. Doch nachdem die Kinder gelernt haben, wie man Spaß im Leben hat und dabei Regeln befolgt, bringen Kater und Dingse alles wieder in Ordnung.

Kritik

Mike Meyers macht den Film zur "Mike-Myers-Show", die weder Kinder- noch Erwachsenen-Kino ist. Die Kinder in der Pressevorführung verstehen viele der Witze nicht. Etwa wenn der Kater seinem Pendant androht, ihn umzubringen und es wie einen Unfall wirken zu lassen. Erwachsene ohne Kinder werden vielleicht wegen Mike Myers ins Kino gehen. Dabei wird der Titel des Films auf sie nicht übermäßig einladend wirken.

Die Verfilmung des Kinderbuchs von Dr. Seuss lag nach dem Erfolg vom "Grinch" nahe. Mike Myers steht Jim Carrey in puncto Grimassenschneiderei sicherlich kaum nach. Dakota Fanning gibt eine ähnliche Darstellung wie in "Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein". Auch Spencer Breslin als ihr Bruder gibt wenig Anlass zur Kritik. Alec Baldwin verkörpert den verschlagenen Nachbarn sehr gut. Trotzdem weiß man nicht so recht worauf das Ganze hinauslaufen soll? Den schönen Ansätzen zum Trotz - skurrile Kulissen und Figuren - zündet der Film nicht. Das vorgelegte Tempo kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass bereits nach wenigen Minuten die Luft raus ist und das Kater-Theater zur Luftnummer verkommt.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 20 %


Original Filmtitel: The Cat in the Hat
Land: USA
Jahr: 2003
Laufzeit ca.: 78
Genre: AbenteuerFamilieFantasy • Komödie
Stichwort: Katze
Verleih: United International Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 08.04.2004
Heimkino: 11.07.2006

Regie: Bo Welch
Drehbuch: Alec Berg • David Mandel • Jeff Schaffer
Litervorlage: Theodor Seuss Geisel

Schauspieler: Mike Myers (Kater) • Alec Baldwin (Quinn) • Kelly Preston (Mutter) • Dakota Fanning (Sally) • Spencer Breslin (Conrad) • Amy Hill (Mrs. Kwan) • Sean Hayes (Mr. Humberfloob)

Produktion: Brian Grazer
Szenenbild: Alex McDowell
Kostümbild: Rita Ryack
Maskenbild: René Dashiell Kerby
Kamera: Emmanuel Lubezki
Musik: David Newman
Schnitt: Don Zimmerman


Bild: United International Pictures

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