Fliegende Liebende

Kinoplakat Fliegende Liebende

Filmisches Recycling. Pedro Almodovar gehen die Ideen aus und er versammelt in seiner Komödie die Versatzstücke seiner vorhergehenden Filme.

Eine Zweitverwertung seiner bevorzugten Versatzstücke, bei der eine Handlung nur noch im Ansatz auszumachen ist. Ein Flugzeug, das eigentlich in Mexiko landen sollte, kreist wegen eines technischen Defekts in der Luft. Die Crew ist halbwegs davon überzeugt, dass alle sterben werden. Deswegen wird die zweite Klasse, inklusive Kabinenpersonal betäubt. Nur einige wenige Passagiere der ersten Klasse, drei schwule Stewards und zwei Piloten sind wach. Im Angesicht des Todes und unter Zuhilfenahme von Drogen, öffnen sie ihre Herzen und ihre Hosen. Jeder will noch etwas beichten und (fast) jeder will auf die Schnelle noch einmal Sex haben.

Almodovar gelingt es jedoch nicht aus den für ihn üblichen Puzzlestücken Witz zu ziehen. Wie gewohnt spielt weibliche Prostitution eine Rolle. Weiterhin wird über (schwulen) Sex geredet und einige schaurige heterosexuelle Sexszenen werden dem Zuschauer zugemutet. Dazwischen gibt es verstohlene Blicke auf Erektionen in Männerhosen.

Das Budget ist wahrscheinlich gering, denn die Kamera verlässt das Flugzeug fast nicht. Die Schauspieler spielen die gesamte Zeit in denselben Kostümen. Besonders bitter ist die Crashlandung des Flugzeugs inszeniert. Die Bruchlandung bekommt der Zuschauer nur zu hören, während die Kamera durch die verlassenen Räume eines Flughafens schwebt. Erst das zum Stillstand gekommene, auf Schaum ruhende Flugzeug wird wieder gezeigt.
Zu den Leistungen der Darsteller gibt es wenig zu sagen. Sie sprechen ihre Dialoge und die Stewards bemühen sich darum möglichst schwul aufzutreten. Das ist in anderen Filmen durchaus lustig; in diesem Fall bleibt es beim Status des Gewollten.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 40 %


Original Filmtitel: Los amantes pasajeros
Land: Spanien
Jahr: 2013
Laufzeit ca.: 90
Genre: KomödieLGBT
Stichwort: gay
Verleih: Tobis
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 04.07.2013
Heimkino: 07.11.2013

Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar

Schauspieler: Antonio de la Torre (Alex Acero) • Hugo Silva (Benito Morón) • Miguel Ángel Silvestre (Bräutigam) • Laya Martí (Braut) • Javier Cámara (Joserra) • Carlos Areces (Fajas) • Raúl Arévalo (Ulloa) • José María Yazpik (Señor Infante) • Guillermo "Willy“ Toledo (Ricardo Galán) • José Luis Torrijo (Señor Más) • Lola Dueñas (Bruna) • Cecilia Roth (Norma) • Blanca Suárez (Ruth) • Antonio Banderas (León) • Penélope Cruz (Jessica)

Produktion: Agustín Almodóvar • Esther García
Szenenbild: Antxón Gómez
Kostümbild: Tatiana Hernández
Maskenbild: Ana Lozano
Kamera: José Luis Alcaine
Ton: Iván Marín
Musik: Alberto Iglesias
Schnitt: José Salcedo


Bild: Tobis

1 customer review

ausreichend
04.07.13
Show more

vorgeschlagen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Durch "Akzeptieren" stimmst Du der Verwendung zu. Durch "Ablehnen" stimmst Du nicht zu und es kann zu Dysfunktionen kommen.