Hide and Seek

Kinoplakat Hide and Seek

Altmodisch inszeniertes Versteckspiel um die Täterfrage. Gibt es den unbekannten Dritten wirklich oder ist ein junges Mädchen durch den Selbstmord der Mutter zur Psychopathin geworden?

Nach dem Selbstmord seiner Frau zieht der Psychologe David Callaway (Robert De Niro) mit seiner traumatisierten Tochter (Dakota Fanning) aufs Land. Hier entwickeln sich Vater und Tochter konträr. Während der Vater das Leben bejaht, mit einer Nachbarin Freundschaft schließt, wird Emily immer verschlossener. Sie berichtet einen neuen Freund gefunden zu haben, aber diesen "Charlie" will sie ihrem Vater nicht vorstellen. Das Versteckspiel nimmt beängstigende Auswüchse an. Anscheinend führt der Unbekannte einen Rachefeldzug gegen David. So sehr sich der Vater auch abmüht, Emilys geschundene Seele gibt das Geheimnis nicht preis - bis zum Showdown.

Kritik

Hide and Seek setzt auf eine ruhige Handlung, die anfangs mehr Tempo vertragen könnte, doch bei aller Ruhe spannend ist. Die altmodische Handschrift verzichtet auf moderne Gerätschaften wie Handys und PC; die Nachbarin fährt einen VW-Käfer. Von der Stimmung und den Bildern erinnert der Film an "Das geheime Fenster". Statt auf Schreckmomente oder überzogene Gewalt setzt der Film auf die Täterfrage. Ist das Mädchen eine psychopathische Mörderin oder hat es wirklich jemanden kennengelernt, der jetzt sein Spielchen treibt? Die Frage beantwortet erst das Finale, das ein wenig überzogen wirkt im Vergleich mit den vorangegangenen Szenen. Einige Momente sind nicht ganz schlüssig. So tastet Robert De Niro im Kampf nach seiner verlorenen Brille, obwohl er nur ganz leichte Gläser trägt. Etwas eigenwillig wirkt der Umstand, dass er nach dem Freitod seiner Frau in die Einsamkeit zieht, statt in der Großstadt Ablenkung zu suchen.

Fazit
Sehenswert sind die Leistungen der Hauptdarsteller. Kinderstar Dakota Fanning bietet wieder sehr intensives Spiel und harmoniert mit Robert De Niro.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Alternativtitel: Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken
Land: USA
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 101
Genre: DramaHorrorMystery
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 07.04.2005

Regie: John Polson
Drehbuch: Ari Schlossberg

Schauspieler: Robert De Niro (David Callaway) • Dakota Fanning (Emily Callaway) • Famke Janssen (Katherine) • Elisabeth Shue (Elizabeth) • Amy Irving (Alison Callaway) • Dylan Baker (Sheriff Hafferty) • Melissa Leo (Laura) • Robert John Burke (Steven) • Molly Grant Kallins (Amy) • David Chandler (Mr. Haskins) • Stewart Summers (Doktor) • Jake Dylan Baumer (Junge)

Produktion: Barry Josephson
Szenenbild: Steven J. Jordan
Kostümbild: Aude Bronson-Howard
Maskenbild: John Caglione Jr.
Kamera: Dariusz Wolski
Musik: John Ottman
Schnitt: Jeffrey Ford


Bilder: 20th Century Fox

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