Johnny English - Man lebt nur dreimal

Kinoplakat Johnny English

Der britische Geheimdienst Secret Intelligence Service hat eine Geheimwaffe, um die ihn andere Länder nicht beneiden: Johnny Englisch, der Agent mit der Lizenz zur Verwüstung. Wo auftritt, ist niemand vor ihm sicher … zum Glück auch die Verbrecher.

Erneut greift ein gesichtsloser Feind den britischen Geheimdienst MI6 an und stellt die Identitäten aller Agenten bloß. Noch ist nicht alles verloren, denn der Regierung bleibt eine Lösung: Johnny Englisch. Der wird aus dem wenig aufregenden Alltag des Lehrers rekrutiert und zieht los, um gemeinsam mit Bough (Ben Miller) dem Bösen das Handwerk zu legen. Ein ungleicher Kampf mit ungleichen Waffen. Während das Superhirn moderne Mittel wie Internet und Computer nutzt, geht Johnny English betont altmodisch vor. Und es ist ein Kampf zwischen ungleichen Gegner. Auf der einen Seite der hochintelligente Verbrecher, dessen rechte Hand Ophelia (Olga Kurylenko) versucht die Angriffe des Ermittler-Duos abzuwehren. Aufseiten der Regierung Johnny English, der mit viel gutem Willen und noch mehr Ungeschick schnell eine Schneise der Zerstörung zieht.

Das treibt die amtierende Regierungschefin (Emma Thompson) zur Verzweiflung und sie sucht Hilfe bei dem aufstrebenden Computer-Genie Jason (Jake Lacy). Der smarte Jung-Unternehmer kommt wie gerufen und verspricht Hilfe. Doch ist es wirklich klug, die Macht der Welt in die Hände von Computern zu legen?

Kritik

Der Titel des Films zielt ab auf bekannte Filme eines britischen Geheimagenten. Die Handlung läuft jedoch nicht auf eine Agenten-Film-Parodie hinaus, die die Mechanismen von Agenten-Filmen parodiert, sondern bildet den losen Rahmen für jede Menge Klamauk, den Rowan Atkinson anrichtet. Die Kamera hat überwiegend ihn im Fokus und lässt die restlichen Darsteller Nebenrollen sein. Selbst Ben Miller spielt als Bough nicht den Partner, sondern den Handlanger. Das geht in Ordnung, wenn man Mr. Bean in der Rolle des tollpatschigen Agenten sehen möchte, also Spaß hat an körperlicher Komik und Sprachakrobatik.

Mit Humor geizt der Film "Johnny English - Man lebt nur dreimal" nicht. Die Witze geschehen oft mit Ansage. Johnny Englisch kündigt an, dass er hier keine weiteren Fallgruben gibt und fällt im nächsten Augenblick in ein Loch. Später steht er oben an einer Treppe und es steht zu erwarten, dass er im nächsten Moment hinunterfällt. Und so passiert es dann auch. Diese Art von Humor kann man als alte Schule bezeichnen. Worauf die Handlung ausreichend oft hinweist. Wer kritisch ist, kann den Humor als bewährt betiteln. Auch der Ausflug in die derzeit angesagte virtuelle Realität wird nicht vergessen. Die Sequenz ist allerdings eher lang als lustig ausgefallen. Und sie ist befremdlich, wie einige andere Stellen des Films auch.
Einen Gag verstehe ich nicht. Englisch schlüpft in einen Hydraulik-Anzug, der von einem Computer gesteuert wird, der so alt ist, dass er von einer Floppydisk bootet. Hat dieser museumsreife Computer WLAN? Schließlich fehlt die Verbindung zwischen PC und Anzug, denn ein Verbindungs-Kabel gibt es nicht.

Die Figuren zeigen keine Weiterentwicklung oder Ausleuchtung. Was bei einer Komödie dieser Art nicht zu erwarten ist. Was mir fehlt ist eine bessere Führung der Darsteller. Olga Kurylenko bleibt auf die Rolle der hübschen Assistentin beschränkt und könnte vielleicht mehr zeigen. Emma Thompson zieht als Prime Minister zu sehr vom Leder und hätte gebremst werden dürfen. Rowan Atkinson bietet nicht die beste Leistung seiner Karriere.

Fazit
Letztlich ist es eine Frage der eigenen Erwartung. Rowan Atkinson spielt die Rolle, in der er mit viel gutem Willen Unheil anrichtet und schlussendlich den Bösen besiegt. Damit weiß der Film "Johnny English - Man lebt nur dreimal" zu unterhalten.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: Johnny English Strikes Again
Land: Großbritannien
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 88
Genre: AbenteuerActionKomödie
Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 18.10.2018
Heimkino: -

Regie: David Kerr
Drehbuch: William Davies

Schauspieler: Rowan Atkinson (Johnny English) • Emma Thompson (Prime Minister) • Olga Kurylenko (Ophelia) • Jake Lacy (Jason) • Ben Miller (Bough) • Miranda Hennessy (Tara) • Adam James (Pegasus) • Pippa Bennett-Warner (Lesley) • Irena Tyshyna (Viola Lynch) • James Eeles (Mann im Café) • Adam Greaves-Neal (Tomlinson) • Tuncay Gunes (Ted Guest)

Produktion: Tim Bevan • Chris Clark • Eric Fellner
Szenenbild: Simon Bowles
Kostümbild: Annie Hardinge
Maskenbild: Gabor Kerekes
Kamera: Florian Hoffmeister
Musik: Howard Goodall
Schnitt: Tony Cranstoun • Mark Everson


Bilder: Universal Pictures International

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