Los Versos del Olvido

Kinoplakat Los Versos del Olvido

Das Drama erzählt vom Versuch Gerechtigkeit herzustellen. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein alter Mann mit einer außergewöhnlichen Berufung.

Juan Margallo ist der Wärter eines Leichenschauhauses. Er ermöglicht Angehörigen den Zugang zur Leichenhalle und pflegt den Friedhof. Der Ort ist jedoch nicht nur ein Ort der stillen Trauer, sondern auch Schauplatz für Dramen. Die Polizei lässt hier Leichen verschwinden. Das bedeutet, dass Leichen plötzlich fehlen, weil sie mit einem Verbrechen in Verbindung stehen, das vertuscht werden soll oder die Leichen sollen möglichst ohne Aufsehen unter die Erde gebracht werden und somit aus dem Gedächtnis der Gesellschaft ausradiert werden. Genau dies versucht der alte Mann im Fall einer jungen Toten zu verhindern. Er will ihr ein ordentliches Begräbnis zuteilwerden lassen und aus seiner Sicht Gerechtigkeit herstellen. Damit tritt er den Plänen der Staatsgewalt entgegen.

Alireza Khatami (Drehbuch und Regie) hat das Anliegen durch den Film ein eigenes Trauma aufzuarbeiten. Als Kind erlebt er den Krieg zwischen Iran und Irak mit. Darin wurde auch der Sohn des Nachbarn getötet, auf dessen Rückkehr die Eltern mehr als ein Jahrzehnt vergeblich warteten. Am Ende konnten sie nicht die Leiche ihres Kindes beerdigen, sondern nur symbolisch einen gefundenen Stiefel. Deutsche Kinos zeigen die Originalfassung in spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln.
Inhaltsangabe geschrieben von: Tom


Alternativtitel: Los Versos del Olvido - Im Labyrinth der Erinnerung
Land: ChileDeutschlandFrankreichNiederlande
Jahr: 2017
Laufzeit ca.: 92
Genre: Drama
Verleih: Sabcat Media
FSK-Freigabe ab: -

Kinostart: 12.07.2018
Heimkino: -

Regie: Alireza Khatami
Drehbuch: Alireza Khatami

Schauspieler: Juan Margallo (Wärter Leichenschauhaus) • Tomás del Estal (Leichenbestatter) • Manuel Morón (Leichenwagenfahrer) • Itziar Aizpuru (Alte Frau) • Julio Jung (Archivangestellter) • Gonzalo Robles (Friedhofsverwalter) • Amparo Noguera (Immobilienmaklerin)

Produktion: Vincent Wang • Fred Bellaïche • Dominique Welinski
Kostümbild: Nadine Kremeier
Kamera: Antoine Héberlé
Ton: Miroslav Babic
Schnitt: Florent Mangeot


Bild: Sabcat Media

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