Mann unter Feuer

Kinoplakat Mann unter Feuer

Gebrochener Mann findet durch die Freundschaft zu einem kleinen Mädchen ins Leben zurück. Als dieses entführt wird, sieht der Ex-Killer rot.

John Creasy (Denzel Washington) ist ein desillusionierter Mann. Der Ex-Killer der CIA findet nur noch an zwei Dingen Halt: an der Bibel sowie am Alkohol. Da in Mexiko in jüngster Zeit 24 Kinder entführt wurden, heuert er widerwillig als Bodyguard für Pita (Dakota Fanning) an. Das Mädchen nervt ihn mit bohrenden Fragen und dem Versuch Freundschaft zu schließen. Es dauert jedoch nicht lange, bis Pita das Herz des Mannes aufweicht. Wie nicht anders zu erwarten, wird sie kurz darauf entführt. Der Leibwächter überlebt die Schießerei nur schwerverwundet und hat nach der Genesung nur noch ein Ziel: Rache nehmen an den Kidnappern.

Kritik

Wie sensibel Menschen auf die Entführung von Kindern reagieren, zeigt das jeweilige Medienecho in Tageszeitungen und im Fernsehen. Insofern war es naheliegend, hier den Hebel anzusetzen. Um das Ganze noch mehr zu emotionalisieren, muss das Kind als besonders liebenswert gelten. Folglich baut der Film zunächst die Beziehung zwischen den Hauptdarstellern auf. Was gelungen ist, denn Dakota Fanning spielt das Mädchen mit Bravour und die Zusammenarbeit mit Denzel Washington harmoniert. Den emotionalen Touch bringt die Komponente, dass das reiche Kind von seinen Eltern vernachlässigt wird, weshalb der Bodyguard zum Vaterersatz wird. Gleichzeitig führt der Film damit eine Rechtfertigung für die Brutalität ein, mit der der Leibwächter später Rache nimmt.

Die Winkelzüge an sich sind gut ausgedacht, aber der Film versucht zu offensichtlich etwas vorzugaukeln. So degradieren die hektischen Schnitte das Rachethema zum Videoclip; verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die störenden Untertitel. Die Anwendung von Gewalt gerät zum Selbstzweck etwa dann, wenn Denzel Washington einem Verbrecher eine Bombe in den Anus schiebt. Des Weiteren schadet die Vorhersehbarkeit dem Film. Hast Du die Mechanismen durchschaut, weißt Du bei vielen Szenen schon im Vorhinein, was geschehen wird. Hinzu kommt, dass der Stoff nicht die Filmlänge von 146 Minuten füllt.

Fazit
Ich kann es gut verstehen, dass Eltern rot sehen, wenn Kinder zu Schaden kommen. Das ist keine Frage. Was mir am Film missfällt ist die reißerische Umsetzung.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Original Filmtitel: Man on Fire
Land: USA
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 146
Genre: ActionDramaKrimi
Verleih: United International Pictures
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 30.09.2004
Heimkino: 03.03.0205

Regie: Tony Scott
Drehbuch: Brian Helgeland
Literaturvorlage: A. J. Quinnell

Schauspieler: Denzel Washington (John W. Creasy) • Dakota Fanning (Lupita Ramos) • Radha Mitchell (Lisa Ramos) • Christopher Walken (Paul Rayburn) • Marc Anthony (Samuel Ramos) • Giancarlo Giannini (Miguel Manzano) • Mickey Rourke (Jordan Kalfus) • Rachel Ticotin (Mariana Garcia Guerrero) • Roberto Sosa (Daniel Sanchez) • Jesús Ochoa (Victor Fuentes) • Gero Camilo (Aurelio Sanchez) • Mario Zaragoza (Jorge Gonzalez)

Produktion: Lucas Foster • Arnon Milchan • Tony Scott
Szenenbild: Benjamin Fernandez
Kostümbild: Louise Frogley
Maskenbild: David Ruiz Gameros
Kamera: Paul Cameron
Musik: Harry Gregson-Williams
Schnitt: Christian Wagner


Bilder: United International Pictures

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