Maybe Baby

Kinoplakat Maybe Baby

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf. Nur mit dem Beischlaf klappt es nicht in dieser Komödie über die Probleme der Zeugung.

Manchmal ist im Leben einfach der Wurm drin: Man strengt sich an und je mehr man sich bemüht, desto weniger klappt es. Sam und Lucy wollen ein Kind, doch sie will und will nicht schwanger werden. Das heißt, sie will schon, aber sie wird und wird nicht schwanger. Was vielleicht anfänglich enttäuschend ist, wächst sich zur Katastrophe aus. Das Paar steht unter Zeugungsstress. Es muss doch klappen. Oder? Sex nach dem Eisprung, an ungewöhnlichen Orten – nichts fruchtet. Der Kinderwunsch gerät zum Albtraum: Fruchtbarkeitsrituale, Fruchtbarkeitstest, Hormonkuren, künstliche Befruchtung ... Es gibt nur noch ein Thema.

Doch damit nicht genug. Bei Sam hapert es beruflich gewaltig. Sein neuer Chef strafversetzt ihn in die Kinderabteilung der BBC. Dort fristet der Produzent und Scriptautor ein klägliches Leben. Sein einziger Lichtblick: endlich wieder ein eigenes Drehbuch vorlegen. Was läge da näher als das eigene Leben zu verfilmen. Doch was wird Lucy dazu sagen? "Sie wird dich umbringen" tippt sein Kollege.
Lucy hat derzeit beruflich ihre ganz eigenen Sorgen. Sie betreut den Jungschauspieler Carl und der schätzt nicht nur ihre beruflichen Qualitäten. Lange Zeit widersteht sie seinen Flirts, doch eines Tages erscheint er ihr wie ein potenter Zuchtstier. Was läge da näher als?
Während Sams Drehbuch bereits verfilmt wird, ist Lucy immer noch die nichts ahnende Ehefrau. Richtig heikel wird es als er beginnt ihr Tagebuch zu lesen, denn die weibliche Hauptrolle hat noch zu wenig Stoff.

Hugh Laurie als Sam ist urkomisch. Seine Ehefrau gespielt von Joely Richardson überzeugt hingegen weniger; die Figur ist einfach zu glatt und zu blass. In einer kleinen Gastrolle beweist Mister Bean, dass er durchaus auch dann komisch sein kann, wenn er nicht nur Grimassen schneidet. Auch Emma Thomson zieht einige Register ihres schauspielerischen Könnens als mega nervige Öko-Schnepfe. Der Film hat Witz und Situationskomik, erlaubt sich aber einige Längen. Das tragende Element, endlich ein Kind zu zeugen, trägt eben nur bedingt. Die Beziehung zwischen Lucy und Sam könnte etwas mehr Tiefe brauchen. Zudem würde eine gekürzte Fassung mehr Würze bringen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: FrankreichGroßbritannien
Jahr: 2000
Laufzeit ca.: 105
Genre: Komödie
Verleih: Concorde Filmverleih
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 13.09.2001
Heimkino: 03.07.2002

Regie: Ben Elton
Drehbuch: Ben Elton
Literaturvorlage: Ben Elton

Schauspieler: Hugh Laurie (Sam Bell) • Joely Richardson (Lucy Bell) • Adrian Lester (George) • James Purefoy (Carl Phipps) • Tom Hollander (Ewan Proclaimer) • Joanna Lumley (Sheila) • Rowan Atkinson (Mr. James) • Dawn French (Charlene) • Emma Thompson (Druscilla) • Rachael Stirling (Joanna) • Matthew Macfadyen (Nigel) • Kelly Reilly (Nimnh)

Produktion: Phil McIntyre
Szenenbild: Jim Clay
Kostümbild: Anna Sheppard
Maskenbild: Liz Tagg
Kamera: Roger Lanser
Musik: Colin Towns
Schnitt: Peter Hollywood


Bild: Concorde Filmverleih

vorgeschlagen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen