Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal

Kinoplakat Nachts im Museum

Was wäre, wenn die Ausstellungsstücke eines Museums zum Leben erwachen würden? Da gäbe es schier unendlich viele Geschichten zu erzählen. Von seltsamen Besuchern oder von gelebten Leben und längst vergangenen Zeiten. Ein Stoff, aus dem man ganze Filmreihen machen könnte und an dem sich Filmemacher austoben könnten.

Von Stillstand kann im dritten Teil der Reihe insofern keine Rede sein, als dass er unablässig Action bietet. Trotzdem gibt es indirekt einen Stillstand zu verzeichnen, weil dasselbe Erfolgsrezept aufgegossen wird wie im Vorgänger: Ein Ortswechsel und anschließend eine lange, turbulente Verfolgungsjagd. Hinzu kommen aufgesetzte Problematiken, die fast spielerisch zu lösen sind. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass die Reihe auf die ganze Familie abzielt und den Schwierigkeitsgrad hinsichtlich des Begreifens sehr niedrig ansetzt. Erwachsene gehen dabei fast leer aus, denn nur wenige Witze sind auf sie zugeschnitten.

Inhaltlich überrascht "Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal" mehr mit den Kurz-Auftritten bekannter Gesichter als mit frischen Ideen. Wie gehabt sorgt die Tafel des Merenkahre dafür, dass nachts im Museum die Ausstellungsstücke lebendig werden. Doch das bunte Treiben ist bedroht, denn die Tafel bekommt eine Patina und verliert zunehmend an Kraft. Und mit der Zauberkraft der Tafel schwinden die Lebenskräfte der Ausstellungsstücke. Deshalb geht Larry Daley (Ben Stiller) auf die Suche nach einer Lösung. Und die besteht in einer Reise nach Großbritannien. Im Gepäck schleppt er die Stammbesetzung der Filmreihe mit. Dann erwachen die Exponate des fremden Museums zum Leben und sorgen für das typische Chaos der Reihe.

Ein Chaos, das sich als turbulent und bunt erweist. Freundlich gesprochen geht es mit kindlicher Freude ans Werk, aber eine inhaltliche Vertiefung bleibt aus und viele Möglichkeiten sind verschenkt. Der Zusammenprall der Kulturen etwa, der in Ansätzen stattfindet, dient dem Klamauk. Leider wirkt die Handlung nicht geschmeidig, sondern hat den Beigeschmack einer Abfolge von Szenen, bei der Szenen und Handlungsstränge aufgepfropft wirken. So bereichert die Erzählung der Vorgeschichte, in der die Tafel geborgen wird, den Film nicht. Und es ist überflüssig, dass Jedediah und Octavius verloren gehen und gerettet werden müssen. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Weiterhin ist der Stil eine Geschmacksfrage. Insbesondere die Szene mit der Abend-Gala ist unangenehm amerikanisch. Auch der Umstand, dass Ben Stiller, der ja eigentlich die Hauptrolle spielt, ist in diversen Szenen sehr blass aussieht und an die Wand gespielt wird, fällt auf.

Fazit
Schade, denn aus dem Talent und dem Geld (das der Produktion zur Verfügung stand) hätte man mehr machen können.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Original Filmtitel: Night at the Museum: Secret of the Tomb
Land: USA
Jahr: 2014
Laufzeit ca.: 90
Genre: AbenteuerFamilieFantasyKomödie
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 18.12.2014

Regie: Shawn Levy
Drehbuch: David Guion • Michael Handelman • Mark Friedman • Thomas Lennon • Robert Ben Garant

Schauspieler: Ben Stiller (Larry Daley) • Robin Williams (Teddy Roosevelt) • Owen Wilson (Jedediah) • Steve Coogan (Octavius) • Ricky Gervais (Dr. McPhee) • Dan Stevens (Sir Lancelot) • Rebel Wilson (Tilly) • Skyler Gisondo (Nick Daley) • Rami Malek (Ahkmenrah) • Patrick Gallagher (Attila) • Mizuo Peck (Sacajawea) • Ben Kingsley (Merenkahre) • Alice Eve

Produktion: Chris ColumbusShawn Levy • Mark Radcliffe
Szenenbild: Martin Whist
Kostümbild: Marlene Stewart
Maskenbild: Don Kozma
Kamera: Guillermo Navarro
Musik: Alan Silvestri
Schnitt: Dean Zimmerman


Bild: 20th Century Fox

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