Die Moritat des großen Rom Baron, der seinen Frieden nicht finden wollte. Zu sehr drückten die Dämonen der Vergangenheit auf seine Seele. Doch wie es ihm prophezeit, kam eines Tages die Amsel in sein Haus. Und da wusste er, dass die Zeit gekommen.
"Peaky Blinders: The Immortal Man" schließt die auf Netflix ausgestrahlte Serie "Peaky Blinders – Gangs of Birmingham" ab. Das Krimi-Drama mischt Fiktion mit Fakten, zieht die Handlung auf eine persönliche Ebene. Die britische Verbrecherbande, die in der Realität bis ins Jahr 1910 existierte besteht in der Fiktion im Jahr 1940 weiterhin. Tommy Shelby, der ehemalige Kopf der Bande, ist müde und lebt zurückgezogen auf seinem Landsitz. Sein Sohn Duke hat das Machtvakuum genutzt und die leitet die Bande. Er ist bereit, für Geld mit den Nazis zu kooperieren. Die bombardieren Birmingham und planen die Aktion Bernhard. Mit einer unermesslichen Summe an Falschgeld soll die britische Wirtschaft überschwemmt und dadurch ans Erliegen gebracht werden. Einen Teil des Transports sollen die Großbritannien die Peaky Blinders übernehmen. Deren von Visionen geplagter Rom Baron Tommy spürt die Zeichen der Zeit, auch das er das Verhältnis zu seinem Sohn klären muss.
Kritik
Die Handlung spielt in einer vom Zweiten Weltkrieg gezeichneten Stadt. Die Menschen sind desillusioniert, die Sitten verroht. In dieser trostlosen Situation muss Duke, der Anführer der Peaky Blinders entweder in seine Schranken gewiesen werden oder untergehen. Diese Aufgabe übernimmt sein Vater Tommy, der gerade am Buch "The Immortal Man" schreibt. Doch nicht wegen des Projekts zögert er, sondern weil er seiner Intuition nicht trauen möchte, die ihnen das ausweglos erahnen lässt. Auf diese Weise verbindet das Drama die Gesamtsituation mit einer persönlichen Ebene, spitzt die Handlung immer weiter zu.
Das ist von den Schauspielerinnen und Schauspielern gut dargestellt. Geschichtstreu sprechen die Nazis im Drama Deutsch (teils mit seltsamem Dialekt). Die Wurzeln der Familie liegen im fahrenden Volk, was die deutschen Untertitel mit dem Z-Wort übersetzten, was heute nicht mehr gebraucht werden darf. Die Filmmusik entspricht nicht der Zeit, der moderne Rock bricht wie eine Naturgewalt über die Handlung herein. Der Kritiker findet das unpassend, ein Kollege stufte es als gewitzt ein. Das Szenenbild ist gut getroffen, die hart getroffene Stadt wird in bleiernen Bildern gezeigt. Die Kostüme sind sehenswert.
Fazit
"Der König ist tot, es lebe der König". Derzeit beendet "Peaky Blinders: The Immortal Man" die Serie. Die hat der Kritiker nicht gesehen und kann den Film nicht mit der Serie in Bezug setzen. Nur so viel: So wie der Film endet, ist eine Fortsetzung der Serie denkbar.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %
Land: Frankreich • Großbritannien • USA
Jahr: 2026
Laufzeit ca.: 112
Genre: Drama • Krimi
Verleih: Netflix
FSK-Freigabe ab: -
Kinostart: -
Heimkino: 30.03.2026
Regie: Tom Harper
Drehbuch: Steven Knight
Schauspieler: Cillian Murphy (Tommy Shelby) • Rebecca Ferguson (Kaulo / Zelda) • Tim Roth (Beckett) • Sophie Rundle (Ada) • Barry Keoghan (Duke) • Stephen Graham (Hayden Stagg) • Packy Lee (Johnny Dogs) • Jay Lycurgo (Elijah) • Ned Dennehy (Charlie) • Ian Peck (Curly) • Thomas Arnold (Virgil) • Kasper Hilton-Hille (Karl)
Produktion: Guy Heeley • Patrick Holland • Steven Knight • Cillian Murphy
Szenenbild: Jacqueline Abrahams
Kostümbild: Alison McCosh
Maskenbild: Gareth Bromell • Matthew Cahill • Ellen D'Andrade Brown • Grayson Galway • Nadia Stacey
Kamera: George Steel
Musik: Antony Genn • Martin Slattery
Schnitt: Mark Eckersley
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Bild: Netflix
