Predator - Upgrade

Kinoplakat Predator Upgrade

Ein Upgrade lässt an Games denken. Und tatsächlich haben die Jäger mit menschlicher DNA aufgerüstet. Doch dem Predator 2.0 tritt eine wenig zimperliche Truppe an Veteranen gegenüber, die nur eines wollen: dem Außerirdischen in den Hintern treten. Das geht mit viel Humor und Blutvergießen ab.

Die außerirdischen Predators besuchen die Erde schon seit längerer Zeit, berichtet der Film. So gesehen ist es nicht überraschend, dass eines ihrer Alien-Raumschiffe auf der Erde notlandet. Sein Absturz setzt einen gewohnten Ablauf in Gang. Der beinhaltet die Suche nach dem Wrack und die Untersuchung des in Gefangenschaft geratenen Predators. Zur selben Zeit soll der Scharfschütze Quinn McKenna (Boyd Holbrook), der Augenzeuge des Absturzes ist, zum Schweigen gebracht werden. Auf dem Weg ins Gefängnis findet er neue Kameraden in einem Haufen traumatisierter Kriegsveteranen.

Williams (Trevante Rhodes), Coyle (Keegan-Michael Key), Baxley (Thomas Jane), Lynch (Alfie Allen) und Nettles (Augusto Aguilera) bringen jeder eine eigene Vita mit und sind bereit, sich Quinn unterzuordnen, denn sie sind immer noch Soldaten. Und sie versuchen Gentlemen zu sein, als sie die attraktive Dr. Casey Brackett. Munn (Olivia Munn) aufgabeln. Die hat Hilfe zwar nötig, ist aber im Zweifelsfall ziemlich taff. Mit ihrer Mischung aus Forscherdrang und einem untrüglichen Instinkt gelingt es ihr sogar einen Predator-Hund gefügig zu machen.

Zusammen bilden die sechs eine schlagkräftige Einsatztruppe. Und Zusammenhalt ist bitter nötig, denn kaum ist der erste Predator erledigt, greift der zweite an, der die Spur des ersten Predators verfolgt. Und Nummer zwei ist mit 3,5 Metern Körpergröße nicht nur größer, als der erste, sondern ein überlegener Gegner.

Kritik

Der Film "Predator Upgrade" ist ein ordentlich gemachter Action-Horror-Film. Das Drehbuch setzt auf eine klassische Abfolge mit Einführung der Figuren, Ausbruch des Gegners und einer sehr langen Jagdsequenz. Bei der der Predator von zwei Fraktionen gejagt wird: Von der Regierung und denen, die bei der Regierung in Ungnade gefallen sind. Der überlegene Jäger legt einen menschlichen Gegner nach dem anderen um, wie bei einem Abzählreim. Das geschieht brutal und blutig. Da werden Menschen in zwei Hälften geschnitten und aus den heraushängenden Gedärmen tropft das Blut. Zartbesaitet sollte man also nicht sein.

Und es ist von Vorteil Splatterhumor zu schätzen, weil der eine der gelungenen Seiten des Films ist, der er sich selbst nicht so ernst nimmt. Der Humor reicht von harmlos, etwa dann, wenn die Veteranen in ihrer Entscheidung schwanken zwischen den Verlockungen eines gemütlichen Fernsehabends und dem Spaß am Töten. Einige Witze sind brachial. Frei nach dem Motto: "Sie werden mich doch nicht mit dem Betäubungsgewehr erschießen?" 1 Sekunde Denkpause. "Doch!"

Die Hintergrundgeschichte ist solide ausgedacht. Die Prädatoren bekommen einen triftigen Grund, aus dem sie die Erde aufsuchen. Die Figuren bieten in den meisten Fällen eine kurze Vita auf und mit dem Ansprechen des Themas Kriegsveteranen und Traumata wird ein heikles Thema gestreift. Das bewegt sich auf dem Niveau eines Actionfilms, wie auch die These über Asperger, die doch ein wenig gewagt scheint.
Die Figuren des Films sind Stereotype. Die Männer agieren kernig und die Frauen ansehnlich und in den Fällen der Lebensgefährtin und der Wissenschaftlerin auffällig entschlossen. Wobei nur die letztgenannte eine etwas größere Rolle spielt. Die meiste Zeit handeln und sterben die Männer. Wobei es dem Film gelingt, den Angreifer als tödlichen Gegner und trotzdem interessant darzustellen. Er geht aufrecht und trägt in gewisser Weise menschliche Züge.

Optisch ist das Szenario in schwere Dunkelheit getaucht, was je nach Kino und verwendetem Projektionsverfahren arg dunkel ausfallen kann. 3D verleiht dem Kampfgeschehen einen ansehnlichen Effekt. Weiterhin fällt auf, dass Anleihen an Games erinnern. Damit ist die Reihe, die den ersten Teil 1987 präsentierte, in der Jetztzeit angekommen. Ansonsten ist die Handlung zeitlos.

Fazit
Alles in allem gelingt es dem Film "Predator - Upgrade" gut zu unterhalten. Zudem ebnet er den Weg für eine mögliche Fortsetzung. Mir gefällt die Mischung aus Action und Humor.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 108
Genre: 3DAbenteuerActionHorrorScience-Fiction
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 13.09.2018
Heimkino: 31.01.2019

Regie: Shane Black
Drehbuch: Fred Dekker • Shane Black

Schauspieler: Boyd Holbrook (Quinn McKenna) • Trevante Rhodes (Nebraska Williams) • Keegan-Michael Key (Coyle) • Olivia Munn (Casey Bracket) • Sterling K. Brown (Traeger) • Thomas Jane (Baxley) • Alfie Allen (Lynch) • Augusto Aguilera (Nettles) • Jake Busey (Keyes) • Jacob Tremblay (Rory McKenna) • Yvonne Strahovski (Emily) • Brian A. Prince (Predator) • Mike Dopud (Dupree) • Niall Matter (Sapir)

Produktion: John Davis • Lawrence Gordon
Szenenbild: Martin Whist
Kostümbild: Tish Monaghan
Maskenbild: Victoria Down
Kamera: Larry Fong
Musik: Henry Jackman
Schnitt: Harry B. Miller III


Bilder: 20th Century Fox

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