Rebellinnen

Kinoplakat Rebellinnen

Was tun, wenn dir plötzlich eine Tasche voll Geld in die Hände fällt? Wer wäre schon dumm genug es zur Polizei zu bringen? Die Angestellten der Fisch-Konserven-Fabrik jedenfalls nicht. Dafür begehen sie jede Menge anderer Fehler in dieser Action-Komödie.

Sandra hat Erfahrung mit gewalttätigen Männern. Gerade ist sie vor ihrem letzten prügelnden Mann in ihren Heimatort geflohen und hat Unterschlupf bei ihrer Mutter gefunden. Die Arbeit in der örtlichen Fischfabrik ist ein Albtraum. Als ihr Vorgesetzter Jean-Mi zudringlich wird, geht Sandra in die Gegenwehr und verletzt ihn schwer. Die herbeigeeilten Kolleginnen diskutieren noch, ob frau dem Schwein helfen soll, da kommt er bei einem selbstverschuldeten Unfall ums Leben. Die Frauen bleiben mit erstaunten Gesichtern zurück und einer Tasche voll Geld. Schnell beschließen die drei das Geld zu unterschlagen und Jean-Mis Leiche zu entsorgen.

Die Freude währt nicht lange, denn der Eigentümer des Geldes beginnt danach zu suchen. Und mit einem Drogenhändler ist nicht zu spaßen. Als Marilyn den Fehler begeht, ein neues Auto zu kaufen, lockt sie die Verbrecher auf die Spur der Frauen. Parallel dazu nimmt die Polizei Ermittlungen auf.

Kritik

Die Krimi-Komödie mit herbem Einschlag und viel Frauenpower befriedigt den kleinen Hunger nach Action. Weitergehende Ansprüche will sie nicht bedienen. Mehr dazu in der ausführlichen Kritik.

Der Film "Rebellinnen" setzt auf einen klassischen Plot. Eine kleine Gruppe Unbescholtener fällt Beute in die Hand, die ihnen abgejagt werden soll. Das sind drei ungewöhnliche Frauen. Sandra war einmal eine Miss und neigt zu prügelnden Partnern. Sie ist bereit für Geld sogar ihre Großmutter zu verkaufen. Marilyn ist eine alleinerziehende Mutter auf der Überholspur, mit einem Hang zu Drogen und schnellen Autos. Ihre Nerven sind chronisch angespannt. Nadine ist der Fels in der Brandung und versucht mit Einsatz und viel Nachsicht ihre Familie zu ernähren und zusammenzuhalten.

Die Handlung schickt die drei unterschiedlichen Frauen auf eine Achterbahnfahrt. Dabei kämpfen sie gegen die Verbrecher, die Polizei und versuchen einander abzuzocken. Das sorgt für Tempo und eine nicht ganz runde Handlung. Eine Veränderung oder Ausleuchtung der Charaktere gibt es nicht. Die Schauspielerinnen und Schauspieler leisten wenig; was bei einem Film dieses Genres auch nicht zu erwarten steht. Das Trio spielt leider mehr nebeneinander her als miteinander.

Der Autokauf ist eine schon sehr große Dummheit in einem Drehbuch, das gerne einfache Lösungen nutzt. Unverständlich ist, warum das Beweisstück bei Sandras Befragung wieder auf dem Schreibtisch liegt, nachdem es die Kollegin am Abend zuvor in den Müllsack gesteckt hatte. Möglichen Wortwitz kann ich nicht beurteilen, weil Pressevorführung in Französisch stattfand und die knappen Untertitel keinen Wortwitz vermittelten.

Fazit
Der Film "Rebellinnen" ist eine schlagkräftige Komödie einfacher Machart. Das bekannte Grundthema erhält seine Besonderheit dadurch, dass drei Frauen zu Furien werden. Hinsichtlich Handlung und Machart besteht der Film auch als Fernsehfilm.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Alternativtitel: Rebellinnen – Leg dich nicht mit ihnen an! • Rebelles • Rebeles
Land: Frankreich
Jahr: 2019
Laufzeit ca.: 87
Genre: Komödie
Verleih: Concorde Filmverleih
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 11.07.2019
Heimkino: -

Regie: Allan Mauduit
Drehbuch: Allan Mauduit • Jérémie Guez

Schauspieler: Cécile de France (Sandra Dréant) • Yolande Moreau (Nadine Dewulder) • Audrey Lamy (Marilyn Santos) • Simon Abkarian (Simon Bénéké) • Samuel Jouy (Inspecteur Digne) • Béatrice Agenin (Sandras Mutter) • Patrick Ridremont (Jean-Mi) • Tom Lecocq (Dylan) • Valentin Papoudof (Gaëtan) • Michel Masiero (Franck Dewulder) • Martine Vandeville (Kommissar) • Eric Godon (Belgier)

Produktion: Matthieu Tarot
Szenenbild: Jérémy Streliski
Kostümbild: Pierre Canitrot
Maskenbild: Laura Ozier • Marine Tesson
Kamera: Vincent Mathias
Ton: Nicolas Waschkowski • Nikolas Javelle • Jean-Paul Hurier
Musik: Ludovic Bource
Schnitt: Christophe Pinel


Bild: Concorde Filmverleih

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