Smile

Kinoplakat Smile

Solch ein Fluch ist ganz schön lästig. Keiner will ihn haben, aber der Flucht fragt nicht nach und befällt ein Opfer nach dem anderen. Dabei hat der Fluch eine Vorliebe. Das muss Schulmedizinerin Rose am eigenen Leib erfahren.

Rose Cotter arbeitet als Therapeutin in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Zu ihr kommen Menschen mit psychischen Problemen wie die junge Frau, die im Gespräch angibt, von etwas Bösem verfolgt zu werden, das in sie eindringen will. Zu Roses Entsetzen begeht die Patientin mit einem breiten Grinsen Selbstmord. Die bereits traumatisiere Rose ist geschockt und wird in Zwangsurlaub geschickt. Während der Auszeit beschleicht sie mehr und mehr das Gefühl, dass etwas Unheimliches sie verfolgt. Die Situation wird immer bedrohlicher und Rose beginnt nachzuforschen. Je tiefer sie gräbt, desto dichter werden die Beweise für eine Theorie: Ein Fluch ist von der Selbstmörderin auf sie übergegangen. Verzweifelt beginnt Rose nach einem Weg zu suchen, auf dem sie die Kette unterbrechen kann.

Kritik

Der Mystery-Film "Smile" setzt auf ein konventionelles Gerüst mit psychologischer Komponente. Der Rahmen ist bekannt und insgesamt funktioniert die Handlung relativ gut. Allerdings wird des Rätsels Lösung zu früh verraten. Während des Streits unter Schwestern wird Klartext gesprochen und ab dem Moment ist der Rest der Laufzeit eine Ausschmückung der Auflösung. Diese Phase fällt lang und nicht durchgehend spannend aus. Ein Pluspunkt ist, dass Rose sympathisch ist und das Publikum wird mehrheitlich auf ihrer Seite sein, wenn sie um ihr Leben kämpft. Auch dann, wenn ihre Handlungen und Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar sind.

Bedauerlich ist, dass die Nebenfiguren schwach gezeichnet bleiben. Rose lebt in einer Beziehung mit einem Mann, der nicht viel zu dem Verhalten seiner Freundin zu sagen hat und noch vor Filmende entschwindet. Hinzu kommen die für das Genre typischen Zufälle. Rose sucht Hilfe bei ihrem Ex-Freund, der zufällig Polizist ist und zufällig von zu Hause aus auf die Datenbank der Polizei zugreifen kann. Auch erstaunlich, dass das Elternhaus nach Jahrzehnten noch leer steht und Rose es erst nach Einbruch der Dunkelheit erreicht. Ja, und ganz so lang müsste die Geschichte nicht ausfallen.

Fazit
Der Weg ist bekannt, stellenweise ausgetreten und bietet solide Unterhaltung. Smile ist insgesamt mehr Mystery als Horror und insbesondere denjenigen zu empfehlen, die bislang wenige Fluch-Filme geschaut haben.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Alternativtitel: Smile – Siehst du es auch?
Land: USA
Jahr: 2022
Laufzeit ca.: 116
Genre: HorrorMystery
Verleih: Paramount Pictures
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 29.09.2022

Regie: Parker Finn
Drehbuch: Parker Finn

Schauspieler: Sosie Bacon (Rose Cotter) • Kyle Gallner (Joel) • Caitlin Stasey (Laura Weaver) • Robin Weigert (Dr. Madeline Northcott) • Jessie T. Usher (Trevor) • Kal Penn (Dr. Morgan Desai) • Judy Reyes (Victoria Munoz) • Kevin Keppy (Nightmare Mom) • Rob Morgan (Robert Talley) • Gillian Zinser (Holly) • Dora Kiss (Mom) • Sara Kapner (Stephanie)

Produktion: Marty Bowen • Wyck Godfrey • Isaac Klausner
Szenenbild: Lester Cohen
Kostümbild: Alexis Forte
Maskenbild: Valerie Carney • Christina Grant • Sasha Grossman • Dierdre Harris • Carla L. Muniz • Kim Shiver • Lisa Thomas • Tom Woodruff Jr.
Kamera: Charlie Sarroff
Musik: Cristobal Tapia de Veer
Schnitt: Elliot Greenberg


Bild: Paramount Pictures

1 customer review

Befriedigend
28.09.22
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