Song Sung Blue

Kinoplakat Song Sung Blue

Viele Tribut-Bands erreichen nicht den Status des Originals. Was nicht bedeuten muss, dass die Nachahmer wesentlich schlechter sind. Craig Brewer (Regie und Drehbuch) war von einer gehörten Band so begeistert, dass er den Tribute-Bands einen Film widmen wollte. Dazu bediente er sich eines realen Vorbilds und schuf ein sehenswertes Drama mit viel Musik und sehenswerten Stars.

Das titelgebende Lied "Song Sung Blue" eröffnet und beendet den Film, der keine Biografie über Neil Diamond ist, denn entgegen dem irreführenden Titel handelt das Drama vom Duo "Lightning & Thunder" das in den 1980-er Jahren in den USA als Tribute-Band auftrat. Die Handlung basiert auf einem Dokumentarfilm über die Musiker, die privat ein Paar waren.

Mike Sardina (Hugh Jackman) ist als Imitator nicht so erfolgreich, wie er es sich wünscht. Als er bei einem Konzert auf Claire Stengl trifft, ist er von der Frau ebenso angetan wie von ihrer Stimme. Die zwei beschließen, gemeinsam zu arbeiten und verlieben sich. Als Duo "Lightning & Thunder" kommt ihre Karriere ans Laufen. Kleine Hindernisse und Fehlschläge müssen ausgeräumt werden. Dann scheint der Durchbruch zum Greifen nahe …

Kritik

Kate Hudson und Hugh Jackman spielen ihre Rollen in diesem Feelgood-Movie nahbar und in Momenten sehr dünnhäutig. Sie treten wie ein Paar auf und gehen durch Höhen und Tiefen. Wobei die Wohlfühlmomente klar überwiegen. Der große Schicksalsschlag wirkt dementsprechend niederschmetternd. Doch auch das spielt Kate Hudson gut. Insgesamt steht ihre Rolle hinter der von Hugh Jackman zurück, doch Hudson ist in ihrer Darbietung vielseitiger und interessanter als Jackman. Letztgenannter liefert eine der besseren Darstellungen seiner Karriere ab. Selbst unter den scheußlichen Haarteilen. Mit den Männern haben es die Frisuren in den 1980-er Jahren nicht gut gemeint.
Die Emotionen transportiert der Film gut. Der amerikanische Mut zu Kitsch und großen Gefühlen ist in dieser Produktion zu loben. Dabei fällt es kaum ins Gewicht, dass zum Beispiel über Geldmangel gesprochen wird, der sich aber nur wenig auf das Leben der Familie auswirkt. Auch die Schwangerschaft ist eine beiläufige Angelegenheit. In das Leben der Erwachsenen, auf und hinter der Bühne, sind die Schicksale der Kinder eingeflochten. Auch die jungen Mimen spielen sehenswert. Etwa aufgesetzt ist die Völkerverständigung. Da spielt Mike als einziger Weißer in einer schwarzen Band und diese Band wird dann Teil der Erfolgsgeschichte von "Lightning & Thunder" nebst einem schwarzen Gospel-Chor. Gleiches gilt für die Betreiber eines asiatischen Restaurants, die von Karaoke aufsteigen und Teil der Show werden. Wie gesagt, sind das Randnotizen.
Punkten kann der Film abgesehen vom Schauspiel mit seiner Musik, die sich perfekt ins Geschehen einfügt. Dass die Hauptrollen ihre Lieder selbst eingesungen haben, verwundert bei Hugh Jackman (Greatest Showman) nicht, bei Kate Hudson schon. Sie singen nicht so perfekt wie Meryl Streep in "Ricki" – aber auch das passt gut ins Bild, denn im aktuellen Film sollen die Stars gute Musiker sein, denen der große Durchbruch verweigert bleibt.

Fazit
Es fällt leicht, mit Kate Hudson und Hugh Jackman mitzugehen, sie in Höhen und Tiefen zu sehen. Ihr Zusammenspiel ist gelungen und sie sind tolle Besetzungen für ihre Rolle. Wer den Film gesehen hat, versteht den bis dahin unverständlichen Titel "Song Sung Blue". Vielleicht wäre ein weniger sperriger Titel angemessen gewesen. So bleibt dem Film nur zu wünschen, dass er sein Publikum finden wird, das die eigenwillige Mischung aus Drama und Musical schätzt.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 80 %


Land: USA
Jahr: 2025
Laufzeit ca.: 133
Genre: DramaMusikRomantik

Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 25.12.2025 > 08.01.2026

Regie: Craig Brewer
Drehbuch: Craig Brewer

Schauspieler: Hugh Jackman (Mike) • Kate Hudson (Claire) • Ella Anderson (Rachel) • Hudson Hensley (Dana) • King Princess (Angelina) • Michael Imperioli (Mark Shurilla) • Fisher Stevens (Dr. Dave Watson) • Jim Belushi (Tom D'Amato) • Mustafa Shakir (Sex Machine) • John Beckwith (Eddie Vedder) • Jayson Warner Smith (Earl) • Cecelia Riddett (Grandma Stengl)

Produktion: Craig Brewer • John Davis • John Fox
Szenenbild: Clay A. Griffith
Kostümbild: Ernesto Martinez
Maskenbild: Adelina Atashi • Stella Bouzakis • Debra L. Ferullo • Sean Flanigan • Courtney Jarrell • Ian Joseph • Katie McGregor • Brittany Romney • Michael Anthony Sampson • Jenn Vasilopoulos • Pamela S. Westmore • Alicia Zavarella
Kamera: Amy Vincent
Musik: Scott Bomar
Schnitt: Billy Fox

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Bild: Universal Pictures International

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