Starsky & Hutch

Kinoplakat Starsky & Hutch

Flashback für zwei Cops der Siebziger. Der Plot ist kurz: Eine Strafversetzung bringt die gegensätzlichen Charaktere Detective David Starsky (Ben Stiller) und Detective Ken Hutchison (Hutch) (Owen Wilson) zusammen.

Ab sofort müssen der komplex behaftete Starsky, der darunter leidet, dass seine Mutter die beste Polizistin aller Zeiten war, und der nicht immer gesetzestreue Hutch kooperieren. Der blonde Hutch bessert sein Taschengeld auf, indem er chinesische Buchmacher ausraubt. Anfangs gibt es kleine Missverständnisse: Starsky versucht beispielsweise Hutchs Informanten wegen Waffenbesitz ohne Waffenschein zu verhaften. Je länger die Partner zusammenarbeiten, desto besser werden sie als Team. Das geht so weit, dass sie wie ein Paar wirken. Sie erniedrigen sich sogar im Gefängnis heiße Stellungen nachzuspielen - alles nur für die Ermittlungen – versteht sich.
Ein Mordfall bringt die Cops auf die Spur des Drogenbarons Reese Feldman (Vince Vaughn), der seine Geschäfte hinter der sauberen Fassade einer Wohltätigkeits-Organisation abwickelt. Sein neuestes Produkt: Kokain, das wie Süßstoff aussieht, riecht und schmeckt. Der Zufall spielt den Supercops eines der Tütchen in die Hände. Doch ehe sie den durchtriebenen Gangster dingfest machen können, gehen die Ermittlungen kräftig in die Hose.

Kritik

Das Besondere an "Starsky & Hutch" ist die respektvolle Verulkung von Polizeifilmen der 1970. Jahre. Auf übertriebene oder überdrehte Action wird verzichtet. Der Film setzt auf witzige Dialoge und schräge Ausstattung. Dazu begeht der Retrolook nahezu alle damaligen Sünden neu: Fahrräder mit Bananensattel, Farbige mit Frisuren wie Luftballons und Funkgeräte in der Größe von Backsteinen. Dieser Linie folgt auch die Filmmusik. Selbst die typischen Motive der Zeit beziehungsweise der Serie fehlen nicht: Starsky liefert sich in der Disco ein Tanzduell (unter Einfluss von "Süßstoff"), die Schauspieler schlüpfen während der Ermittlungen in idiotische Verkleidungen um undercover zu ermitteln. Natürlich wird auch das Thema freizügige Sexualität – sagen wir – angeschnitten. Im Gefängnis begegnen die Cops dem schwulen Big Earl, der für sein Leben gerne Jeansjacken bestickt. Weil er an Hutch gefallen findet, legt der eine unfreiwillige Nabelschau hin. Soviel zur unterschwelligen Homosexualität des Serien-Originals.

Mit der Fernsehserie hat der Film wenig gemein. Vielmehr machten sich Ben Stiller sowie Owen Wilson die Rollen zu eigen. Dank ihres Muts zur Hässlichkeit, man denke nur an Dauerwelle und schreiende Krawatten, ulken sich die Schauspieler durch die Szenen ohne in Schenkelklopfer abzurutschen. Abgerundet wird das Bild durch gute Nebenrollen wie Snoop Dogg als Huggy Bear. Der tritt streng genommen als er selbst auf, was die Rolle als zwielichtiger Informant bestens ausfüllt.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %


Land: USA
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 99
Genre: KomödieKrimi
Verleih: Buena Vista
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 25.03.2004
Heimkino: 22.07.2004

Regie: Todd Philips
Drehbuch: Todd Philips • John O'Brien • Scot Armstrong • Stevie Long

Schauspieler: Ben Stiller (David Starsky) • Owen Wilson (Ken Hutchinson "Hutch") • Fred Williamson (Captain Doby) • Vince Vaughn (Reese Feldman) • Snoop Dogg (Huggy Bear) • Juliette Lewis (Kitty) • Jason Bateman (Friday) • Amy Stuart (Holly) • Carmen Electra (Staci) • George Cheung (Chau) • Chris Penn (Manetti) • Brande Roderick (Heather) • Molly Sims (Mrs. Feldman) • Matt Walsh (Eddie) • G.T. Holme (Barkeeper)

Produktion: William Blinn • Stuart Cornfeld • Akiva Goldsman • Tony Ludwig • Alan Riche
Szenenbild: Ed Verreaux
Kostümbild: Louise Mingenbach
Maskenbild: Maggie Fung • Amy Lederman • JoJo Myers Proud • Francisco X. Pérez
Kamera: Barry Peterson
Musik: Theodore Shapiro
Schnitt: Leslie Jones


Bilder: Buena Vista

1 customer review

gut
25.03.04
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