Street Fighter

Kinoplakat Street Fighter

Die Waisenknaben Ken und Ryu sind wie Brüder, seitdem sie von ihrem Meister Gouken aufgezogen und ausgebildet worden sind. Als junge Erwachsene haben sich ihre Wege getrennt.

Während Ken sein Können als Kampfsportler in erster Linie nutzt, um damit Geld zu verdienen, hat Ryu den Weg der Demut eingeschlagen und ist sicher, dass er seine Kräfte nie wieder einsetzen will. Auch weil er der dunklen Seite der Macht zu nahegekommen ist. Bis der finstere Lord M. Bison auf der Bildfläche erscheint. Dessen wahnwitzigen Pläne betreffen auch Ken und Ryu.

Kritik

Der Kampfsportfilm basiert auf den Videospielen, deren erste Fassung im Jahr 1987 erschien. Dem trägt der Film Rechnung, indem er Motive der Zeit übernimmt. Von den Figuren der Spiele haben nicht alle den Sprung in den Kinofilm des Jahres 2026 geschafft. Dessen Eröffnung erfolgt als Comic, schwenkt dann in Realfilm um. Das ist ein wenig schade, denn die Rasanz der ersten Bilder bietet der Realfilm nicht.

Dessen Handlung ist zu vernachlässigen: Ken und Ryu wurden von Meister Gouken gelehrt. Doch vor dem Bösen bewahren, konnte Gouken sie nicht. Eines Tages stirbt der herzensgute alte Knabe und die Freundschaft der Zöglinge schlägt in Rivalität um. Ausgerechnet der finstere Lord M. Bison, der die Kämpfer ausnutzen will, bringt sie einander wieder näher.

Das mündet in eine klassische Geschichte, die ähnlich schon oft erzählt worden ist. Kurz: Wer gelegentlich ins Kino geht, dem kommen viele der Motive bekannt vor. Die Variante "Street Fighter" will sich durch Humor abheben. Da findet ein Kampf zwischen Ken und Ryu statt, bei dem Ken Socken trägt und deshalb ständig ausrutscht. Der böse Lord M. Bison ist von Amazonen umgeben, die ihrem Herrn treu ergeben sind und aufeinander eifersüchtig. In anderen Filmen wären die Bösen Nazis. Der Humor spricht den Kritiker nicht an. Was sonst noch auffällt: Für einen Kampffilm wird verhältnismäßig wenig gekämpft und mit "What's Up" von "4 Non Blondes" und "It's Raining Men" von "The Weather Girls" haben es zwei der nervigsten Songs der Zeit in den Film geschafft.

Wie auch sein Ziehbruder Ryu verfügt Ken nur über eine grundlegende Figurenzeichnung. Das wäre zu verschmerzen, wöge der Film dies durch andere Aspekte auf. Da dies nicht der Fall ist, entsteht der Eindruck, dass dem Film das Herzblut fehlt.

Fazit
Wir sind zurück in den 1980er-Jahren inklusive Mode, Frisuren und Musik. Spielte die Handlung in der Gegenwart, wäre Ken ein Influencer. So ist er ein blonder Schönling, der (Zitat) "dumm wie Brot ist". Diese Art von Humor ist die Besonderheit des Films. Ansonsten bleibt er austauschbar.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2026
Laufzeit ca.: 120
Genre: Action • Komödie • Martial Arts
Stichwort: Videospielverfilmung

Verleih: Paramount Pictures
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 15.10.2026

Regie: Kitao Sakurai
Drehbuch: Kitao Sakurai • T.J. Fixman • Dalan Musson • Gary Dauberman

Schauspieler: Noah Centineo (Ken Masters) • Andrew Koji (Ryu) • Callina Liang (Chun-Li) • David Dastmalchian (Lord M. Bison) • Andrew Schulz (Dan Hibiki) • Joe Anoa'i (Akuma) • Cody Rhodes (Guile) • Jason Momoa (Blanka) • Eric André (Don Sauvage) • 50 Cent (Balrog) • Don Lee (Master Gouken) • Mel Jarnson (Cammy)

Produktion: Cale Boyter • Stefan Makhoul • Jason Momoa • Takayuki Nakayama • Mary Parent
Szenenbild: Kevin Kavanaugh
Kostümbild: Kym Barrett
Maskenbild: Monika Bunic • Anna Gray • Jennifer Lamphee • Ali Robertson
Kamera: Ken Seng
Musik: Leo Birenberg • Zach Robinson
Schnitt: James Thomas • Delaney Del Vecchio

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Bild: Paramount Pictures

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