The King's Man - The Beginning

Kinoplakat The King's Man The Beginning

Wenn die Welt am Abgrund steht, dann braucht es tapfere Männer und Frauen wie diejenigen, die als Organisation "King's Man" möglichst unerkannt für Recht und Gesetz kämpfen. Wie es zur Gründung kam und was es mit dem seltsamen Namen auf sich hat, erklärt dieses Action-Abenteuer.

Dessen Geschichte beginnt im Jahr 1902 und erlebt im Jahr 1914 einen dramatischen Höhepunkt. Die Welt steht kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und eine finstere Macht versucht im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Das bleibt der Vorläuferorganisation der King's Man nicht verborgen. Unter der Federführung des adeligen Orlando Oxford sind Männer und Frauen auf der ganzen Welt aktiv. Die können jedoch nicht verhindern, dass ein zunächst gesichtsloser Superschurke die Welt vor sich hertreibt.

Kritik

"The King's Man – The Beginning" setzt die Geschichte von "Kingsman – The Golden Circle" nicht fort, sondern erzählt die Vorgeschichte. Dazu setzt die Erzählung bei Adam und Eva an. Viel wird über die Familiengeschichte der Oxfords erzählt, die untrennbar mit der Gründung des ersten unabhängigen Nachrichtendienstes steht. Das spielen Ralph Fiennes und Gemma Arterton sehenswert, im Rahmen einer Comic-Verfilmung. Ungewöhnlich ist jedoch, dass der Film über weite Strecken ein Drama ist, das immer wieder mit Abenteuer und Action aufgelockert wird, jedoch nicht ganz die Lauflänge von 131 Minuten füllt. Eine kürzere und damit knackigere Fassung wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Wie auch immer. Die Handlung ist ein großes Abenteuer nach Art des Hauses. Heißt: Hier ist nichts heilig. Historische Figuren werden nach Lust und Laune eingesetzt. Manche bekommen nur stiefmütterliche Auftritte wie etwa Mata Hari. Andere schlüpfen in seltsame Rollen. Der Hellseher Erik Jan Hanussen berät den deutschen Kaiser, der auf Schloss Neuschwanstein residiert. Darüber kann der Kritiker schmunzeln; was aber sagen die Bayern dazu, dass ihnen ein Preuße untergeschoben wird? Lachen kann der Kritiker auch über Rasputin, der nicht nur der Zaren-Familie nahesteht, sondern auch ein Heiler ist und gerne Sex mit Männern hat. Und Rasputin kann tanzen wie ein Derwisch!

Einige Elemente erinnern an James Bond. Der Bösewicht hält ähnlich Hof wie die Superschurken bei 007. Und er sendet ebenfalls seine Armee an willigen Dienern aus. Das Hauptquartier liegt wie ein Adlernest fast unerreichbar. Das ist jedoch bei kurzem Nachdenken ein ziemlicher Käse, weil weder die Tiere noch die Menschen dort genug zu essen bekämen. Von dem logistischen Aufwand mal abgesehen.

Fazit
Alles in allem ist "The King's Man – The Beginning" harmlose Unterhaltung mit viel schönem Schein. Die Handlung nimmt sich ordentlich was raus und jongliert mit historischen Personen und Fakten nach Lust und Laune. Leicht verdaubare Kinokost.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %

Nachtrag: Der Verleih verschiebt den Start auf den fünften Starttermin im Januar 2022.


Original Filmtitel: The Kingsman – The Beginning • The King's Man: The Beginning
Land: GroßbritannienUSA
Jahr: 2020
Laufzeit ca.: 131
Genre: ActionKomödie
Verleih: Walt Disney
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 06.01.2022

Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Matthew Vaughn • Karl Gajdusek
Literaturvorlage: Mark Millar • Dave Gibbons

Schauspieler: Djimon Hounsou (Shola) • Ralph Fiennes (Orlando Oxford) • Matthew Goode (Morton) • Charles Dance (Kitchener) • Alexandra Maria Lara (Emily Oxford) • Bevan Viljoen (Boer Sniper) • Harris Dickinson (Conrad Oxford) • Gemma Arterton (Polly) • RRhys Ifans (Grigori Rasputin) • Valerie Pachner (Mata Hari) • Daniel Brühl (Erik Jan Hanussen) • Joel Basman (Gavrilo Princip) • Todd Boyce (Dupont) • Tom Hollander (George V / Wilhelm II / Nicholas II) • Stanley Tucci (Botschafter)

Produktion: Adam Bohling • David Reid • Matthew Vaughn
Szenenbild: Darren Gilford
Kostümbild: Michele Clapton
Maskenbild: Jacqueline Bhavnani
Kamera: Ben Davis
Musik: Dominic Lewis • Matthew Margeson
Schnitt: Jason Ballantine


Bild: Walt Disney

1 customer review

Gut
06.01.22
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