300: Rise of an Empire

Kinoplakat 300 Rise of an Empire

Mit "300: Rise of an Empire" kommt Hauen und Stechen auf die Leinwand. Was ja durchaus unterhaltsam sein kann, wenn es gut gemacht ist. Und an diesem Punkt scheiden sich die Geister.

Dem einen wird es reichen, dass der Film Seeschlachten in 3D bringt. Der andere wird anmerken, dass außer viel Kampf und Getöse wenig geboten wird. Es wird zwar zwischen den Schlachtszenen viel geredet - doch reden allein ergibt noch keine gespielte Szene.

Und im Schauspielern sind die zwei Hauptrollen unterschiedlich gut. Während mich Sullivan Stapleton als General Themistokles nicht überzeugt und ich ihm keinesfalls in den Krieg folgen würde, geht Eva Green als Artemisia so. Beiden Darstellern ist gemein, dass sie wiederholt den Eindruck machen, mit ihren Gedanken woanders zu sein und sich nicht immer in die aktuelle Situation einfühlen. Die darstellerischen Leistungen von allen Mitwirkenden zusammengenommen ergeben ein mageres Bild.

Ähnlich wie beim Griechen gibt es nicht nur die Hauptspeise. Garniert wird der Haupthandlungsstrang mit Handlungsfäden und Fädchen, die nicht zwangsläufig vorkommen müssten. So bekommt Xerxes wohl nicht zuletzt deshalb eine Nebenrolle, weil er zu Teil 3 überleiten kann. Der Kniff das Grauen des Krieges zu personifizieren schlägt fehl; auf die Geschichte von Vater und Sohn kann man als Zuschauer verzichten. Nicht jedoch der Film, denn die Nebenhandlungen, die Rückblenden und Abschweifungen strecken den Kern auf Kinofilmlänge, der wiederum die Rechtfertigung für die Kampfszenen liefert.

Diese fallen erst einmal ganz ansehnlich aus. Auf Dauer füllt es allerdings keinen Film, wenn menschliche Körper effektvoll gespalten, zerschlagen, oder deformiert werden, während das Blut in 3D von der Leinwand schwappt - aber das Drumherum nicht stimmt. Und auch die Extras, also die frischen Ideen oder die Verspieltheiten überzeugen nur bedingt. Manche Kapriole regt mehr zum Lachen denn zum Staunen an. Etwa die Idee mit dem feurigen Pferd oder den Selbstmordattentätern.

Fazit
Ich lasse mich im Kino gerne unterhalten. Brutalität schreckt mich nicht. Ich mag gute Geschichten; und schätze Action und Tricks, wenn sie eine Story abrunden. "300 – Rise of an Empire" bietet mir zu viel Drumherum und zu wenig Substanz.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2013
Laufzeit ca.: 102
Genre: 3DAction
Verleih: Warner Bros.
FSK-Freigabe ab: 18 Jahren

Kinostart: 06.03.2014
Heimkino: 31.07.2014

Regie: Naom Murro
Drehbuch: Zack Snyder • Kurt Johnstad

Schauspieler: Sullivan Stapleton (Themistokles) • Eva Green (Artemisia) • Lena Headey (Königin Gorgo) • Hans Matheson (Aeskylos) • Rodrigo Santoro (Xerxes) • Callan Mulvey (Scyllias) • David Wenham (Dilios) • Jack O'Connell (Calisto) • Andrew Tiernan (Ephialtes) • Igal Naor (König Darius) • Andrew Pleavin (Daxos) • Peter Mensah • Ben Turner • Ashraf Barhom • Christopher Sciueref

Produktion: Gianni Nunnari • Mark Canton • Zack Snyder • Deborah Snyder • Bernie Goldmann
Szenenbild: Patrick Tatopoulos
Kostümbild: Alexandra Byrne
Kamera: Simon Duggan
Musik: Junkie XL
Schnitt: Wyatt Smith • David Brenner

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{joomplucat:58 limit=3|columns=3}Bilder: Warner Bros.

1 customer review

befriedigend
06.03.14
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