The Lego Movie

Kinoplakat Lego Movie

Es ist ein nicht mehr neuer und dennoch gelungener Schachzug: Mit einem Film Werbung für Spielzeug zu machen. Was für Actionfiguren die Fernsehserie, das soll für Lego das Kino werden. Wird Lego hier denselben Erfolg verzeichnen wie bei den Computerspielen?

Auch wenn die Frage nach dem Erfolg keine echte Frage ist, werde ich versuchen sie zu beantworten. Die Glaskugel prophezeit: Erfolg. Das liegt an dem familientauglichen Humor, der eingängigen Geschichte und dem Originalitätsfaktor. Damit punktet der Film bei denjenigen, die noch mit Lego spielen wie auch bei denen, die sich daran erinnern.

Ob der Film die eigenen Erwartungen erfüllt, hängt vom Geschmack ab. Die Handlung ist einfach gehalten. Der Kampf Gut gegen Böse, eine Prophezeiung und ein Held, der noch nicht ahnt, ein Held zu sein sind die Grundbausteine, die zu einer temporeichen Geschichte verwebt werden. Viele Anleihen nimmt die Handlung bei "Star Wars", des Weiteren grüßen "Harry Potter", der "Herr der Ringe" und viele weitere. Der Humor ist einfach gehalten, stellenweise sehr albern; wobei viele Witze gezielt Erwachsene ansprechen. Das Tempo ist durchgängig hoch - was kleinen Kindern nicht unbedingt entgegenkommt. Einige Kinder waren nach dem Sehen der 3D-Fassung aufgedreht. Kein Wunder, denn Held und Heldin eilen ohne Atempause durch verschiedene Welten; bekommen temporär Hilfe von vielen Superhelden und transportieren für Lego wichtige Botschaften: Jeder, der mit Lego spielt, ist ein Held. Es gibt kein richtiges oder falsches Bauen mit Lego.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, denn die Werbebotschaften sind geschickt in die Handlung eingeflochten. So bieten die Auftritte der Superhelden einen guten Überblick übers Sortiment und die Reisen der Helden zeigen (auch) auf, was alles mit Lego gebaut werden kann. Den Gegensatz dazu bildet die Realfilm-Sequenz, die ihren Werbecharakter nicht verschleiern kann. Sie ist ein arg störendes Element, dass die Macher nur mit Mühe in die Handlung integrieren. Ihre Begründung für den Stilbruch ist eine maue Erklärung der Hintergründe. Unübersehbar sagt diese Sequenz aus: Liebe Eltern, kauft bitteschön nicht nur Lego, sondern auch Duplo (für die Kleinen).

Fazit
Der Coup ist gelungen. Ein Film mit hohem Sympathiefaktor und einer spaßigen Handlung. Auf Dauer nutzt die Handlung jedoch wegen ihrer Wiederholungen ab und verliert an Originalität.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Land: USA
Jahr: 2013
Laufzeit ca.: 100
Genre: 3DAbenteuerActionAnimationFamilie
Verleih: Warner Bros.
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 10.04.2014
Heimkino: 21.08.2014

Regie: Phil Lord • Christopher Miller • Chris McKay
Drehbuch: Phil Lord • Christopher Miller • Dan Hageman • Kevin Hageman

Produktion: Dan Lin • Roy Lee
Szenenbild: Grant Freckelton
Kamera: Pablo Plaisted
Musik: Mark Mothersbaugh
Schnitt: David Burrows • Chris Mckay


Bild: Warner Bros.

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