Minions

Kinoplakat Minions

Die Minions sind eine Schar kleiner, gelber Wesen mit einem pillenförmigen Körper, Gliedmaßen und einer dicken Brille. Sie sind nicht von Natur aus böse, sondern etwas treibt sie dazu, stets einem bösen Boss zu dienen. Und dies ist ihre Geschichte.

Ihr erster eigener Kinofilm erzählt die Geschichte der Minions von der Ursuppe bis zum Jahr 1968. Manche Station bekommt nur wenige Bilder, andere eine längere Sequenz. Wiederholt dient das kleine gelbe Volk verschiedenen Meistern wie etwa dem Grafen Dracula und bringt es immer wieder fertig den derzeitigen Boss zu töten. So stehen die kleinen Gelben eines Tages ohne Chef da und können sich nicht länger selbst motivieren. Weshalb eines Tages drei von ihnen aufbrechen, um endlich wieder einen würdigen Meister zu finden.

Über Umwege gelangen sie nach den USA und treten in die Dienste der amtierenden Superverbrecherin Scarlet Overkill. Deren erster Auftrag ist klar: Stehlt die Krone der englischen Königin! Gesagt getan reisen die Minions nach Großbritannien und bringen die Krone in ihren Besitz. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Außerdem müssen sie verhindern, dass Scarlet die Weltherrschaft an sich reißt. Ganz nach Art des Hauses - aus Versehen.

Kritik

Die Minions haben es geschafft. Sie bekommen ihren eigenen Film und werfen damit ein Problem auf. Wie soll man diejenigen, die bislang die Nebenrollen in den zwei Teilen von "Ich einfach unverbesserlich" spielten zu Hauptrollen machen? Die Antwort der Produktion ist einleuchtend. Man behält das Konzept bei und lässt die Minions die Nebenrollen spielen. Und damit der Umstand weniger auffällt, gibt es in dem Film keine Hauptrollen. Mehr noch: Es gibt auch keine klassische Handlung. Vielmehr besteht die Geschichte aus einer losen Rahmenhandlung, die dazu dient jede Menge Gags und Kapriolen abzuspulen. Wie auf einer Perlenkette folgt eine überdrehte Szene auf die nächste. Auf von den Minions gesprochene Dialoge muss man zwar nicht verzichten - doch die Fantasiesprache, die aus unterschiedlichen romanischen Sprachen gemischt wurde, drückt weniger aus, als ihre Gestik und Mimik.

Für mich als Erwachsenen hat das Theater einen Unterhaltungswert, weil der Film sehr viele Vorbilder parodiert. Scarlet Overkills Ehemann etwa ist der klassische, verrückte Wissenschaftler, der an Superwaffen bastelt. Die Minions werden mit von ihm mit beliebten Filmwaffen ausgerüstet. Doch trotz aller Einfälle und verrückter Ideen kommt irgendwann der Moment, in der der Film mehr sein müsste als eine Nummernrevue.

Fazit
Es ist viel Schönes dran. Und wer den Abspann abwartet, bekommt noch einige Gags extra serviert. Die Animation ist nett gemacht. Ich habe sie in 3D gesehen und kann mich nur an wenige extra für den Effekt ausgelegte Szenen erinnern.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2014
Laufzeit ca.: 91
Genre: 3DAbenteuerActionAnimationFamilieKomödie
Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 02.07.2015
Heimkino: 12.11.2015

Regie: Pierre Coffin • Kyle Balda
Drehbuch: Bryan Lynch

Sprecher: Sandra Bullock (Scarlet Overkill) • Carolin Kebekus (Scarlet Overkill) • Jon Hamm (Herb Overkill) • Michael Keaton (Walter Nelson) • Allison Janney (Madge Nelson) • Steve Coogan (Professor Flux / Hüter Der Krone) • Jennifer Saunders (Die Queen) • Geoffrey Rush (Erzähler)

Produktion: Janet Healy • Chris Meledandri
Szenenbild: Eric Guillon • Frank Baradat • Antonin Seydoux • Olivier Adam • Bruno Dequier • Pierre Leduc
Musik: Heitor Pereira
Schnitt: Claire Dodgson


Bild: Universal Pictures International

1 customer review

befriedigend
02.07.15
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