Alpha

Kinoplakat Alpha

Der klassische Coming of Age-Film arbeitet die Freundschaft zwischen einem Teenager und einem Wolf heraus. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass sie 20.000 Jahre vor unserer Zeit spielt. Damit bietet der Filme eine besondere Freundschaft vor ungewöhnlicher Kulisse.

Keda (Kodi Smit-McPhee) hat eben die erste Prüfung bestanden, jetzt soll er bei der Jagd beweisen, auch ein Jäger zu sein. Das Problem daran: er ist zu weich und kann kein Tier töten. So kommt es, wie es kommen muss: Keda wird bei einem Unfall verletzt und von den restlichen Jägern zurückgelassen, weil man ihn für tot hält. Und selbst wenn er es nicht wäre, könnte man ihn aus der aussichtslosen Lage nicht retten.

Doch Keda ist nur ohnmächtig und erwacht, nachdem die Männer abgezogen sind. In seiner verzweifelten Lage kommt ihm ein kleines Wunder zu Hilfe und er kann mit einem ausgerenkten Fuß entkommen. Ab sofort ist er auf sich allein gestellt und schon bald greift ihn ein Rudel Wölfe an. In letzter Minute gelingt ihm die Flucht auf einen abgestorbenen Baum, wobei er einen der Wölfe verletzt. Die Tiere lassen ihren Artgenossen zurück und Keda trägt das verwundete Tier an einen sicheren Ort. Dort kommt es langsam zu vorsichtigen Annäherungen zwischen den zwei Verletzten.
Als Keda, immer noch humpelnd, den Weg zu seinem Stamm antritt, folgt ihm der Wolf. Die Versuche das Rudeltier in die Flucht zu schlagen misslingen und der Junge akzeptiert den Wolf als Gefährten. Gemeinsam treten sie das Abenteuer der Wanderung an.

Kritik

Der Film "Alpha" ist ein klassischer Vertreter des Genres Junge und Hund. Mit dem Unterschied, dass der Hund ein Wolf ist und die Handlung in der Steinzeit spielt. Somit kann man von einem Coming of (Stone-) Age-Film sprechen. Die Handlung legt viel Wert auf große Emotionen, schöne Naturaufnahmen und Tricks. Sie geizt nicht mit den zu erwartenden Szenen. Mensch und Wolf retten einander mehrfach das Leben und wenn beide am Lagerfeuer kuscheln, ist die Grenze zum Kitsch erreicht. Die Kamera streift gerne über die Landschaft, die nicht nur in schönem Sonnenschein daliegt, sondern über die auch Schneestürme fegen.

Ansonsten fällt auf, dass die Handlung relativ wenig bietet und auf archetypische Szenen setzt. Der Realismus hat seine Grenzen. Da wird der Wolf innerhalb von Tagen zum Haustier und die Kleidung der Menschen mutet auffällig modern an. Am Ende möchte die Story nicht nur von einer Freundschaft erzählen, sondern auch eine Erklärung bieten, wie der Wolf zum Hund wurde. Das ist dick aufgetragen und stört mich wenig.

Schmunzeln lässt mich der Umstand, dass Keda beim Baden im See eine Badehose trägt, denn die Amerikaner mögen es anständig. Das betrifft auch die Jagdszenen, in denen schon mal ein Schwein quiekt, bevor es getötet wird. Doch Blut wird keines vergossen. Für Veganer ist der Film nicht geeignet, denn die Menschen essen Fleisch, um zu überleben.

Fazit
Der Film "Alpha" erfüllt, was er verspricht: ein Film für die ganze Familie. Ein Junge muss erwachsen werden und besteht gemeinsam mit seinem besten Freund ein Abenteuer. Das bietet Härten und Unbill. Die Qualität des 3D-Effekts kann ich nicht beurteilen, weil die Vorführung für die Presse in 2D stattfand.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 80 %


Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 96
Genre: 3DAbenteuerFamilieSpielfilm
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 06.09.2018
Heimkino: -

Regie: Albert Hughes
Drehbuch: Daniele Sebastian Wiedenhaupt • Albert Hughes

Schauspieler: Kodi Smit-McPhee (Keda) • Jóhannes Haukur Jóhannesson (Tau) • Natassia Malthe (Rho) • Leonor Varela (Shaman) • Mercedes de la Zerda (Nu) • Jens Hultén (Xi) • Priya Rajaratnam (Huntress) • Marcin Kowalczyk (Sigma) • Spencer Bogaert (Kappa) • Patrick Flanagan (Neandertaler) • Michael Kruse-Dahl (Jäger) • Kyle Glenn Sutherland (Jäger)

Produktion: Andrew Rona
Szenenbild: John Willett
Kostümbild: Sharen Davis
Maskenbild: Charles Porlier • L. Taylor Roberts
Kamera: Martin Gschlacht
Musik: Joseph S. DeBeasi • Michael Stearns
Schnitt: Sandra Granovsky


Bild: Sony Pictures

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