Spider-Man: A New Universe

Kinoplakat Spider-Man A New Universe

Die Verfilmung des Jahres 2018 ist näher am Comic als die meisten Real-Verfilmungen. Sie setzt den Stoff um den Superhelden Peter Parker ausgesprochen bunt und temporeich um und spricht damit Comicfans ebenso an wie Fans von Heldenfilmen.

Für Miles Morales läuft das Leben alles andere als heldenhaft ab. Seine Mutter und sein Vater lieben ihn. Wobei Morales der Vater mächtig peinlich ist. Nicht weil er die Gestalt eines wandelnden Kleiderschrankes hat und als Polizist bei der New Yorker Polizei arbeitet, sondern wegen seiner Fürsorglichkeit. Etwa dann, wenn er Morales mit dem Streifenwagen vor der Schule absetzt und ihn vor den restlichen Mitschülern blamiert. Viel cooler sind die Comics, die Miles gerne liest. Und auch Onkel Aaron, das schwarze Schaf der Familie, ist angesagt. Mit dem verbringt Miles gerne seine freie Zeit - was der Vater nicht gerne sieht.
Eines Tages nimmt Onkel Aaron Miles mit zum Sprayen in eine verlassene U-Bahnstation. Dort sind die zwei sicher und es gibt jede Menge Insekten. So auch eine aufdringliche Spinne, die an Miles herumkrabbelt. Am Tag danach ist Miles ein wenig durcheinander und es geschehen seltsame Dinge. Passiert mit ihm etwa dasselbe wie in seinem Lieblings-Comic Spider-Man? Miles hat wenig Zeit zum Nachdenken, denn er begegnet Spider-Man in der Realität. Der braucht Hilfe, denn Wilson Fisk, besser bekannt als Kingpin, plant ein Verbrechen, das viele Menschenleben kosten wird.

Kritik

Oh Mann, in den Film "Spider-Man: A New Universe" haben die Macher viel reingepackt. Angefangen bei den Figuren und Superschurken, die bereits in den Realverfilmungen zu sehen sind. Zudem gibt es nicht nur einen Spider-Man, sondern gleich mehrere. Wie das möglich ist erklärt der Film so, dass es auch Kinder verstehen können. Die Verwandlung von Spider-Man kommt sogar mehrfach vor. Vielleicht ist das eine gute Idee, denn das Tempo des Films ist hoch. Es werden Emotionen wie Trauer und Verlust angeschnitten und Probleme wie Familienstrukturen gestreift.

Das alles geschieht vor dem Hintergrund einer quietschbunten, visuellen Reizüberflutung. Technisch sticht die Cel-shaded Animation hervor. Den 3D-Effekt kann ich nicht beurteilen, weil die Vorführung für die Presse in 2D stattfand. Diese ist für einen Erwachsenen fordernd.

Die Story soll nicht im Detail verraten werden. Nur so viel: Sie ist politisch korrekt. Beispielsweise ist Miles ein Teenager mit afroamerikanischen und puerto-ricanischen Wurzeln aus Brooklyn. Frauen übernehmen handelnde Rolle auf der guten wie auch auf der bösen Seite. Und die Moral des Films lautet, dass jeder ein Held sein kann.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %


Original Filmtitel: Spider-Man: Into the Spider-Verse
Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 116
Genre: 3DAbenteuerActionAnimationComicFamilieHeldenKomödieScience-Fiction
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 13.12.2018
Heimkino: -

Regie: Bob Persichetti • Peter Ramsey • Rodney Rothman
Drehbuch: Phil Lord • Brian Michael Bendis • Sara Pichelli • Steve Ditko • David Hine • Stan Lee • Rodney Rothman • Fabrice Sapolsky

Sprecher: Shameik Moore (Miles Morales) • Jake Johnson (Peter B. Parker) • Hailee Steinfeld (Gwen Stacy) • Mahershala Ali (Uncle Aaron) • Brian Tyree Henry (Jefferson Davis) • Lily Tomlin (Aunt May) • Luna Lauren Velez (Rio Morales) • Zoë Kravitz (Mary Jane) • John Mulaney (Spider-Ham) • Kimiko Glenn (Peni Parker) • Nicolas Cage (Spider-Man Noir) • Kathryn Hahn (Doc Ock) • Liev Schreiber (Wilson Fisk) • Chris Pine (Peter Parker)

Produktion: Avi Arad • Phil Lord • Christopher Miller • Amy Pascal • Christina Steinberg
Szenenbild: Justin Thompson
Musik: Daniel Pemberton


Bild: Sony Pictures

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