Blueprint

Kinoplakat Blueprint

Drama über eine geklonte Frau. Siri hat mit ihrer Mutter Iris mehr gemein als nur den umgedrehten Vornamen. Ihre Gene sind baugleich, denn Siri ist der Klon der Mutter. Die erfolgreiche Konzertpianistin kann den Gedanken nicht ertragen an Multipler Sklerose erkrankt zu sein und das Klavierspielen aufgeben zu müssen.

Sie wendet sich an den Reproduktionsmediziner Martin Fischer. Vom Forscherdrang getrieben ist der einverstanden einen Klon zu erzeugen und Iris künstlich zu befruchten. Vertraglich vereinbaren die Diva und der Mediziner einen Pakt des Schweigens. So wächst Siri wie ein ganz normales Kind heran.
Zur Genugtuung der Mutter hat die Tochter das Talent geerbt. Sie wird eines Tages den Ruhm weitertragen – dafür sorgt Mutter Iris und führt Siri gezielt beim Publikum ein. Je älter Siri wird und je gelungener das Experiment offenkundig ist, desto mehr drängt Martin Fischer darauf, endlich mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch Iris verweist auf den Vertrag.
Dann gibt Fischer das Geheimnis preis. Siri erfährt die Wahrheit während eines Konzerts, bricht zusammen und fällt ins Koma. Danach folgt der Bruch zwischen den Frauen und Siri hat nur noch Flucht im Sinn. Sie verschanzt sich in der Abgeschiedenheit der kanadischen Wälder. Erst Greg, der ihr zufällig über den Weg läuft, schafft es ihr Vertrauen sowie ihr Herz zu gewinnen.

Kritik

"Blueprint" stellt keine politischen, ethischen oder moralischen Fragen. Der Film konzentriert sich auf die Problemstellung zwischen Mutter und Tochter. Allerdings wird diese Beziehung zu ungenau untersucht, als das der Film überzeugen kann. Es gibt zwar eindringliche Momente, doch am Ende wirkt er unbefriedigend. Da sind die eigenwilligen Konstellationen. In den kanadischen Wäldern hat Siri einen Albino-Elch großgezogen. Von diesem Elch glaubt sie, er wisse auch nicht wohin er gehört.

Über der gesamten Handlung liegt Künstlichkeit. Die Dialoge sind gestelzt; bis auf die Gespräche zwischen Siri und ihrem Quasi-Bruder. Die Entwicklungen gestalten sich holperig, es gibt zu viele Längen.
Franka Potente überzeugt als Iris mit einer guten Darstellung, als Siri hingegen weniger. Die Maske stellt nicht zufrieden, denn der Alterungsprozess von Iris Sellin ist schlecht umgesetzt. Die Frau altert über Jahrzehnte nicht. Bei den Kostümen wird am falschen Ende gespart: Es ist nicht glaubhaft, dass eine glamouröse Konzertpianistin ihre gesamte Karriere stets im selben roten Kleid auftritt.

Der Versuch der Internationalisierung stört mich. Siri flieht in die kanadischen Wälder. Der Klonvorgang wird nach einem Konzert in Vancouver vorgenommen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: Deutschland
Jahr: 2002
Laufzeit ca.: 113
Genre: Drama
Verleih: United International Pictures
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 01.01.2004
Heimkino: 08.07.2004

Regie: Rolf Schübel
Drehbuch: Claus Cornelius Fischer • Rolf Schübel

Schauspieler: Franka Potente (Iris Sellin / Siri Sellin) • Ulrich Thomsen (Dr. Martin Fisher) • Hilmir Snær Guðnason (Greg Lukas) • Katja Studt (Daniela Hausmann) • Justus von Dohnányi (Thomas Weber) • Wanja Mues (Janeck Hausmann) • Ole Puppe (Kristian) • Rita Leska (Frau im Store) • Nina Gummich (Siri 8 Jahre) • Karoline Teska (Siri 13 Jahre) • Woody Mues (Janeck 10 Jahre) • Hendrik Duryn (Notarzt)

Produktion: Nikola Bock • Andrea Terres
Szenenbild: Christian Bussmann
Kostümbild: Peri de Bragança
Maskenbild: Ingrid Bauer • Waldemar Pokromski
Kamera: Holly Fink
Musik: Detlef Friedrich Petersen
Schnitt: Ursula Höf


Bild: United International Pictures

1 customer review

befriedigend
01.01.04
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