Epic - Verborgenes Königreich

Kinoplakat Epic - Verborgenes Königreich

Der Animationsfilm setzt auf ein sicheres Thema: Die Existenz der Welt ist in Gefahr und ein mutiges Heldenpaar muss sie retten. Passend zum Geschmack der Zeit spielen Handys und moderne Computertechnik eine Rolle. Und mit dem Handlungsort Wald wird auch das Thema Umweltschutz gestreift.

Ein Wald ist ein Wald. Im Sommer grün und im Winter weiß vom Schnee. So sehen es die meisten Menschen und so sieht es auch Mary Katherine, Tochter des schrulligen Wissenschaftlers Professor Bomba, der laut Mary Katherines Einschätzung einem Phantom nachjagt. Sehr zum Bedauern der Tochter, die den Vater einfach nicht von der Realität überzeugen kann. Denn wer glaubt schon an kleine Wesen, die irgendwo tief im Wald leben? Mk, sie bevorzugt die Abkürzung, weil sie ja nun schon fast erwachsen ist, glaubt zu wissen, wovon sie spricht, bis sie höchstpersönlich die Leafmen, die Beschützer des Waldes, und deren Königin trifft. Während diese für den Erhalt des Waldes und sein Gedeihen kämpfen, möchten die Bösen, in der Gestalt der Boggans, die Fäulnis verbreiten. Und noch ehe Mk recht begreift, was vor sich geht, ist sie Teil des Kampfes Guten gegen Böse. Und dieser Kampf hat mehr mit der Welt der Menschen und dem eigenen Leben zu tun, als Mk es zunächst ahnt.

Kritik

"Epic - Verborgenes Königreich" ist ein Animationsfilm für die ganze Familie, bietet für jeden eine Identifikationsfigur. Jungs können mit dem ungestümen Helden Nod mitfiebern und werden Gefallen an den vielen Kämpfen und Raufereien finden. Während Mädchen mit Mary Katherine solidarisieren können. Mehr noch: Königin Tara könnte die Schwester einer weltbekannten Puppe sein und wird Mädchenherzen höher schlagen lassen. Und in Esoterik bewanderte Eltern entdecken im Film Epic viele Anspielungen auf Esoterisches wie Elementarwesen oder die Akasha-Chronik. Die Story bietet neben vielen (körperlichen) Auseinandersetzungen schöne Bilder und eine gelungene Optimierung für 3D. Damit sind alle Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Kinoabend gegeben.

Man kann den Film so stehen lassen oder ihn etwas kritischer betrachten. Dann fällt auf, dass er eine recht einfache Geschichte erzählt, die zwar eine Weiterentwicklung der Charaktere aufzeigt und dennoch insgesamt flach bleibt. Zudem mutet das Grundthema eigenartig an, denn es geht nicht um den Kreislauf der Natur, mit Entstehen und Vergehen, sondern um eine Schwarz-Weiß-Zeichnung. Wachstum ist gut, sterben ist schlecht. Dass ohne das Sterben nichts Neues entstehen kann bleibt ausgeblendet. Weiterhin ist die Handlung temporeich inszeniert und hat trotzdem Längen. Zudem wirken die zwei Intermezzi während der unter Zeitdruck stattfindenden Rettungsaktion seltsam. Auffällig ist außerdem das klassische Rollenverhalten. Während das Männliche hauptsächlich für den Kampf steht, sind Frauen, und insbesondere die Königin, für das Schöne und Emotionale zuständig. Die Optik gefällt auch bei kritischer Betrachtung insgesamt gut; nur die Zeichnung der Gesichter gerät etwas zu glatt.

Fazit
"Epic - Verborgenes Königreich" ist ein klassischer Animationsfilm mit einem mutigen Heldenpaar, einem lustigen Tier und einem schrulligen Vater, der weniger auf Innovationen als auf Bewährtes setzt. Alles in allem in Ordnung.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: Epic
Land: USA
Jahr: 2013
Laufzeit ca.: 102
Genre: 3DAbenteuerAnimationFamilie
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 16.05.2013
Heimkino: 13.09.2013

Regie: Chris Wedge
Drehbuch: James V. Hart • William Joyce • Daniel Shere • Tom J. Astle • Matt Ember • Chris Wedge

Sprecher: Josefine Preuß (Mk) • Raúl Amadeus Mark Richter (Nod) • Oliver Kalkofe (Mub) • Oliver Welke (Grub) • Christoph Waltz (Mandrake)

Produktion: Jerry Davis • Lori Forte
Szenenbild: Greg Couch • William Joyce
Kamera: Renato Falcão
Musik: Danny Elfman
Schnitt: Andy Keir


Bilder: 20th Century Fox

1 customer review

befriedigend
16.05.13
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