Ghostbusters: Legacy

Kinoplakat Ghostbusters: Legacy

Ghostbusters nimmt einen zweiten Anlauf, die Handlung aus dem Jahr 1984 fortzusetzen. Nachdem 2016 die Frauen in "Ghostbusters" übernahmen, darf jetzt die ganze Familie ran. Die quält sich durch eine zahme Handlung und ist bemüht, den Zuschauer zum Lachen zu bringen.

Der Tod des Vaters respektive des Großvaters ist für die alleinerziehende Callie und deren Kinder Phoebe und Trevor ein einschneidendes Erlebnis. Weniger wegen der Trauer, sondern mehr wegen der Gesamtsituation. Carrie trägt ihrem Vater nach, dass er sie vernachlässigt hat und ihre Kinder sind wenig begeistert davon, dass sie von der Stadt aufs Land ziehen sollen. Da die Familie pleite ist, bleibt ihr nichts anders übrig, als das Erbe anzunehmen und die Dirt Farm in Besitz zu nehmen. Wie es scheint, konnte niemand der restlichen Bewohner der Gegend den Großvater leiden und umgekehrt. Was der alte Eigenbrötler dort getrieben hat, erfährt seine Verwandtschaft erst später. Zunächst heißt es, das Dorf und die Leute kennenzulernen. Dafür räumt der Film der Familie viel Zeit ein.

Wenn nach langer Zeit endlich ein Geist auftaucht, dann scheint die Handlung Gas zu geben, um danach hinsichtlich Spannung wieder auf den Nullpunkt zu fallen. Das Muster behält die Komödie bei. Beneidenswert, wie einfach die Kids die Technik ihrer Großeltern verstehen und einzusetzen wissen. Warum der Biss eines kleinen Marshmallow-Geistes schmerzt, ist schwer nachvollziehbar. Ansonsten fallen klassische Versatzstücke auf. Ein altes Buch liefert das notwendige Wissen. Phoebe lernt einen Sonderling kennen, der einen Podcast betreibt und der typische lustige Sidekick ist. Trevor himmelt eine Heranwachsende an, die älter ist als er selbst und Mutter Carrie wirft ein Auge auf den Aushilfslehrer der Schule. Die Techtelmechtel stehen jedoch nicht im Vordergrund der Handlung, die Geisterjagd leider auch nicht. Die Familienstruktur spielt dann doch nur eine untergeordnete Rolle, am Ende muss die Familie zusammenhalten. Die ersten Ghostbuster erleben eine Wiedervereinigung, der im Jahr 2014 verstorbene Harold Ramis ist nur schemenhaft in den Film kopiert worden und bleibt stumm.

Fazit
In erster Linie ist "Ghostbuters Legacy" eine Verbeugung vor dem Film des Jahres 1984. Darum darf auch Sigourney Weaver kurz vor dem Abspann noch auftauchen. Zwingend ist das nicht – wie so vieles im Film. Viel Füllstoff zieht den gemütlichen Familien-Film in die Länge. Was eine Komödie ausmacht wie gespielte Witze, Tempo und Situationskomik fehlen weiten teils. Hiermit erfolgt ist die Übergabe an junge Kreative.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2020
Laufzeit ca.: 125
Genre: ActionFantasyHorrorKomödieKrimi
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 18.11.2021

Regie: Jason Reitman
Drehbuch: Dan Aykroyd • Gil Kenan • Harold Ramis • Jason Reitman

Schauspieler: Finn Wolfhard (Trevor) • Mckenna Grace (Phoebe) • Carrie Coon (Callie) • Paul Rudd (Mr. Grooberson) • Sigourney Weaver (Dana Barrett) • Bill Murray (Dr. Peter Venkman) • Dan Aykroyd (Dr. Raymond Stantz) • Ernie Hudson (Dr. Winston Zeddmore) • Logan Kim (Podcast) • Celeste O'Connor (Lucky) • Annie Potts (Janine Melnitz) • Oliver Cooper (Elton) • Sydney Mae Diaz (Swayze) • Marlon Kazadi (Thickneck) • Bokeem Woodbine (Sheriff Domingo)

Produktion: Ivan Reitman
Szenenbild: François Audouy
Kostümbild: Danny Glicker
Maskenbild: Joanne Jacobsen
Kamera: Eric Steelberg
Musik: Rob Simonsen
Schnitt: Dana E. Glauberman • Nathan Orloff


Bild: Sony Pictures

1 customer review

Befriedigend
17.11.21
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