Head In The Clouds

Kinoplakat Head In The Clouds

Ein großes Drama über Liebe in turbulenten Zeiten. Großbritannien 1933: Der Zufall führt Gilda (Charlize Theron) und Guy (Stuart Townsend) zusammen. Der Schauplatz ist das altehrwürdige St. John's College in Cambridge. Gilda landet auf der Suche nach einem sicheren Versteck ausgerechnet im Zimmer des braven Polizistensohnes. Der gewährt ihr Zuflucht sowie einen Platz im Bett. Und obwohl sie eindeutiges Interesse zeigt, passiert in der ersten Nacht nichts. Erst Tage später verführt ihn Gilda auf einem Billardtisch. Danach trennen sich ihre Wege für 3 Jahre.

Die lebenshungrige Frau, Tochter eines französischen Aristokraten und einer Amerikanerin, ist zwischenzeitlich nach Paris gezogen. Aus Guys Besuch wird ein Dauerzustand. Er nistet sich bei Gilda und Mia (Penelope Cruz) im Atelier ein. Dass die Zwei ein lesbisches Paar sind, ahnt er (im Gegensatz zum Zuschauer) nicht. Wieder liegt ihm Gildas ausschweifender Lebensstil schwer im Magen. Doch lieber ist er einer der Liebhaber, als gar nichts abzubekommen. Auch dieses Mal ist das Glück nur von kurzer Dauer. In Spanien breitet sich der Faschismus aus, was Mia und Guy zum Handeln zwingt. Während Mia als Krankenschwester an die Front zieht, kämpft Guy aufseiten der Republikaner für die Demokratie. Bei einem unerwarteten Zusammentreffen landen sie gemeinsam im Bett und Guy erfährt weitere Details über Gilda, die er immer noch nicht vergessen kann. Am kommenden Morgen findet Mia tragisch den Tod.

Wieder 6 Jahre später arbeitet Guy für den britischen Geheimdienst. Es ist das Jahr 1944, als er in Frankreich den Widerstand unterstützen soll. Das bringt ihn, wie sollte es anders sein, wieder mit Gilda zusammen, die scheinbar mit den Nazis kollaboriert.

Kritik

Der Film setzt auf die Macht der Bilder und versucht eine intensive Erzählung zu erreichen. Im Kern ist es die Läuterung einer reichen, verzogenen Frau. Leider verfranzt er sich in zu vielen Schauplätzen und Orten sowie am eigenen Anspruch. Kein Thema wird tiefer gehend beleuchtet, stets ist die Kamera auf dem Sprung. Große Gesten, große Emotionen, gepaart mit beliebten Klischees. So haben die Frauen selbstredend eine lesbische Beziehung zueinander, weil die Zeiten damals so unaussprechlich wild waren. Beweggründe gehen in Oberflächlichkeit unter. Weshalb Mia und Guy sich in Spanien ins Kriegsgetümmel stürzen, bleibt schleierhaft. Die beste darstellerische Leistung zeigt Charlize Theron, die ihre schwierige Figur mit Eleganz zum Leben erweckt. Daneben wirken Stuart Townsend und Penélope Cruz verhältnismäßig blass.

Fazit
Was der Film erreichen will ist ebenso eindeutig zu sehen, wie dass er es nicht erreicht.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 40 %

Original Filmtitel:
Land: GroßbritannienKanada
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 120
Genre: DramaKriegLGBTRomantik
Verleih: Tobis
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 18.11.2004
Heimkino: 06.06.2005

Regie: John Duigan
Drehbuch: John Duigan

Schauspieler: Charlize Theron (Gilda) • Stuart Townsend (Guy) • Penélope Cruz (Mia) • Thomas Kretschmann (Franz Bietrich) • Steven Berkoff (Charles Besse) • Gabriel Hogan (Julian Esworth) • Peter Crockett (Max) • David La Haye (Lucien) • Karine Vanasse (Lisette) • Allen Altman (Raoul) • Sophie Desmarais (Élodie) • John Jorgenson (Django Reinhardt) • Mark Anthony Krupa (Goltz) • Rachelle Lefevre (Alice) • Andy Mackenzie (Joseph Reinhardt) • Vanya Rose (Venetia) • Amy Sloan (Linda)

Produktion: Michael Cowan • Bertil Ohlsson • Jonathan Olsberg • Jason Piette • André Rouleau • Maxime Rémillard
Szenenbild: Jonathan Lee
Kostümbild: Mario Davignon
Maskenbild: Nathalie Trépanier
Kamera: Paul Sarossy
Musik: Terry Frewer
Schnitt: Dominique Fortin


Bilder: Tobis

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