Is This Thing On?

Kinoplakat Is This Thing On?

Nach sechsundzwanzig Jahren Ehe steckt die Beziehung von Tess und Alex in einer Sackgasse. Aus der gibt es nur einen Ausweg: die Scheidung. Davon sind die Eheleute überzeugt. 

Es gelingt ihnen nicht, den Status vor ihren Kindern und ihren Freunden zu verheimlichen. Zu sehr stehen die Zeichen auf Trennung. Alex versucht es mit Ablenkung und beginnt, als Stand-Up-Comedian aufzutreten. Der erste Auftritt ist grauenvoll, der zweite bereits ein Erfolg. Alex steigt in der Kleinkunst rasch zu einer Nummer auf. Während der Auftritte reflektiert er seinen Beziehungsstatus.

Kritik

Will Arnett und Laura Dern spielen die Eheleute in der Krisenzeit. Sie erleben Gespräche mit Freunden und den Eltern, versuchen die Kinder möglichst unbeschadet durch die Zeit zu bringen. Zwischenzeitlich kracht es und dann folgt das große Happy End. Das ist solide inszeniert, lässt allerdings Überraschungen vermissen. Außerdem bekommen nicht beide Charaktere gleich viel Raum. Während Dern relativ kurz über ihre verpassten Chancen lamentiert, darf Arnett sich ausbreiten. Die Szenen arbeiten das zu Erwartende ab. Dern und Arnett spielen – wie alle Figuren des Films – ausgesprochen amerikanisch. Heißt: alles ist überhöht. Der Kritiker empfindet das als unangenehm. Ein weiteres Problem besteht für ihn darin, dass Will Arnett als Alex unsympathisch auftritt und es bis zum Filmende bleibt. Zudem sind die vielen Auftritte als Comedian eine Geschmacksfrage. Ebenso der Umstand, dass insgesamt sehr viel geredet und sehr wenig geschauspielert wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Erzählung keine Lauflänge von 120 Minuten benötigt.

Neben dem Haupthandlungsstrang treten drei weitere Paare auf. Die Geschichte von Bradley Cooper als Balls und Andra Day als Christine bleibt angerissen. Ciarán Hinds als Jan und Christine Ebersole als Marilyn spielen Alex' Eltern. Wie auch die restlichen Nebenrollen haben sie unglaublich tragende Dinge zu sagen. Dem vierten Paar, das aus zwei Männern besteht, dargestellt von Scott Icenogle als Geoffrey und Sean Hayes als Stephen, fehlt die Daseinsberechtigung. Abgesehen davon, dass ihre Anwesenheit als homosexuelles Paar den korrekten Charakter des Films noch einmal unterstreicht.

Der Reigen wird von einer unruhigen Handkamera eingefangen, die bei Zwiegesprächen gerne zwischen den Personen schwenkt, anstatt auf Schnitte zu setzen.

Fazit
"Is This Thing On?" taucht ohne Einleitung in das Ehe- und Familienleben einer amerikanischen Familie ein. Ohne einen Höhepunkt zu setzen, begleitet die Handlung die Menschen und steuert ohne Überraschungen auf das unvermeidliche Happy End zu.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: USA
Jahr: 2025
Laufzeit ca.: 121
Genre: Drama

Verleih: Walt Disney
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 19.03.2026

Regie: Bradley Cooper
Drehbuch: Bradley CooperWill Arnett • Mark Chappell • Mark Chappell • John Bishop

Schauspieler: Will Arnett (Alex Novak) • Laura Dern (Tess Novak) • Andra Day (Christine) • Bradley Cooper (Balls) • Blake Kane (Felix) • Calvin Knegten (Jude) • Scott Icenogle (Geoffrey) • Sean Hayes (Stephen) • Ciarán Hinds (Jan) • Christine Ebersole (Marilyn) • Amy Sedaris (Kemp) • Peyton Manning (Laird)

Produktion: Will ArnettBradley Cooper • Weston Middleton • Kris Thykier
Szenenbild: Kevin Thompson
Kostümbild: Gali Noy
Maskenbild: Ruth G. Carsch • Jen Delica • Jane DiPersio • Allison Imoto-Suh • Nicki Ledermann • Lori McCoy-Bell • Rebecca Woodfork Ziegler
Kamera: Matthew Libatique
Musik: James Newberry
Schnitt: Charlie Greene

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Bild: Walt Disney

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