Smaragdgrün

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Das Finale der Trilogie bringt zu einem Ende, was noch offen war und beantwortet Fragen. Romantik, Spannung und Zeitreisen sollen junges Publikum ins Kino locken. Werden Gwendolyn und Gideon endlich ein Paar? Kann der finsteren Loge endlich das Handwerk gelegt werden? Natürlich kommt es so, wie es der Zuschauer erwartet. Es ist dasselbe in grün; Teil drei erzählt vieles noch einmal und fügt nur wenig hinzu.

Für Gwendolyn ist eine Krisenzeit angebrochen. Gideon hat ihr das Herz gebrochen und versucht nun die Dinge zu kitten. Doch da hat er sich getäuscht. Erst so und dann so? Nicht mit Gwendolyn. Oder sollte Gideon doch andere Beweggründe haben? Das ist nicht Gwendolyns einziges Problem, denn die Loge sitzt ihr nach wie vor im Nacken und weiterhin kann sie ihr nicht trauen.

Kritik

"Smaragdgrün" ist der dritte und letzte Teil der Trilogie, die auf Büchern von Kerstin Gier beruht. Es ist zielgruppenspezifisches Kino für junge Frauen und Mädchen. Also für ein Publikum, das von den Themen erste Liebe, Kostüme und Zeitreisen angezogen wird. Viel mehr bietet der Film nicht und setzt das Wenige handwerklich dürftig um.
Die Handlung macht den Eindruck, als könne der Kern in 15 Minuten erzählt werden, ihn auf 113 Minuten zu dehnen ist eine mutige Angelegenheit. Heraus kommt eine belanglose Erzählung, in der farblose Menschen hölzerne Dialoge phrasieren.
Rund wird die aufgesetzte Story nicht. So erfolgen Wendungen ohne erkennbaren Grund. Wie zum Beispiel die, in der Gwendolyns eifersüchtige Verwandte Charlotte plötzlich zu ihrer Freundin wird. Spannung kommt nur bedingt auf. Zum einen, weil die Handlung irgendwie grundlos ausfällt. Zum anderen, weil der Weg das Ziel ist und auch das Ende sonnenklar ist.

Die Logik verwundert wiederholt. Die Widersacher kennen Gwendolyns neue Handynummer, ohne dass der Film erklärt, wie sie diese erlangen konnten. Die junge Heldin wird kurzfristig in Kampftechniken geschult. Wobei Tai Chi zwar auf Kampfsport beruht und in der Praxis aber weniger zum Kämpfen taugt. Später wendet sie die erlernten Techniken dann doch nicht an. Und obwohl sie bereits weiß, dass ihr mehrere Gegner entgegentreten werden, wählt sie statt einer Fernkampfwaffe eine Nahkampfwaffe. Nicht zuletzt erstaunen die Darsteller, weil selbst gestandene Mimen ungelenk agieren

Fazit
Ein ausgesprochen zielgruppenspezifischer Film. Vom Handwerk bin ich nicht angetan und vom Inhalt fühle ich mich nicht angesprochen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: Deutschland
Jahr: 2016
Laufzeit ca.: 112
Genre: AbenteuerKostümRomantik
Verleih: Concorde Filmverleih
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 07.07.2016
Heimkino: 08.12.2016

Regie: Felix Fuchssteiner • Katharina Schöde
Drehbuch: Katharina Schöde • Felix Fuchssteiner • Barry Thomson
Romanvorlage: Kerstin Gier

Schauspieler: Maria Ehrich (Gwendolyn Shepherd) • Jannis Niewöhner (Gideon de Villiers) • Peter Simonischek (Graf von St. Germain) • Josefine Preuß (Lucy Montrose) • Kostja Ullmann (James) • Laura Berlin • Florian Bartholomäi • Johannes von Matuschka • Katharina Thalbach • Johannes Silberschneider • Lion Wasczyk • Jennifer Lotsi • Rolf Kanies • Emilia Schüle • Butz Buse • Justine del Corte • Timur Isik • Chris Tall • Rufus Beck (Stimme von Xemerius)

Produktion: Philipp Budweg • Felix Fuchssteiner
Szenenbild: Ralf Schreck
Kostümbild: Alexander Beck
Maskenbild: Niciy Axt
Kamera: Florian Emmerich • Ralf Schlotter
Musik: Philipp Fabian Kölmel
Schnitt: Nicole Kortlüke


Bilder: Concorde Filmverleih

1 customer review

befriedigend
07.07.16
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