Stürmische Liebe

Kinoplakat Stürmische Liebe

Amber ist eine unzufriedene, reiche, überkandidelte Zicke, die ihre Launen gerne an ihren Mitmenschen auslässt, auch ihr Mann ist davor nicht gefeit. Auf der Fahrt von Griechenland nach Italien begegnet sie dem Fischer Giuseppe, der auf der Yacht angestellt ist, die Ambers Mann gemietet hat. Giuseppe ist das völlige Gegenteil von Amber. Sie ist Kapitalistin, er ist Kommunist. Sie ist verzogen, er ist ein Naturbursche. Selbstverständlich funkt es augenblicklich zwischen den Beiden, denn Gegensätze ziehen sich an, aber zunächst einmal quält Amber Giuseppe mit tödlichem Zynismus.

Als Amber (Madonna) an Bord zurückgelassen wird, fährt sie gemeinsam mit Giuseppe dem Rest der Gruppe nach. Der weist auf die drohenden Gefahren wie Wetterumschwung und Strömungen hin, doch Amber setzt ihren Willen durch. In sicherer Entfernung von der Yacht fällt der Motor des Schlauchbootes aus und das Boot wird abgetrieben. Die Schiffbrüchigen haben Glück im Unglück und stranden auf einer einsamen Insel.
Auf dem Eiland angekommen, dreht Giuseppe den Spieß genüsslich um, denn Amber kann in freier Natur nicht ohne Hilfe überleben und muss sich fügen. Sie muss Giuseppes Wäsche waschen, Gebieter zu ihm sagen und um Essen betteln. So beugt der verwegene Fischer den stolzen Mut der Prinzessin und siehe da, Amber gefällt die Rolle der Dienerin und sie entbrennt in heißer Liebe.

Kritik

Es gibt schwache Drehbücher, die von guten Schauspielern gerettet werden; und es gibt gute Drehbücher, die schlechte Schauspieler retten. In "Stürmische Liebe - Swept Away" trifft ein mangelhaftes Drehbuch auf schlechtes Schauspiel. Madonna verleihen auch die Nahaufnahmen kaum Ausdruck und in vielen Szenen weiß man nicht, was sie ausdrücken will. In erster Linie sieht sie abgespannt aus.

Das Drehbuch hätte selbst eine brillante Schauspielerin nicht retten können. Handlung und Dialoge erinnern an deutsche Klamotten der 1970-er Jahre. Griechen und Italiener auf der Yacht sprechen vermeintlich witzige Dialekte. "Ich bringe sie mit dem Kükenmesser um." Auch nicht viel besser verläuft die Läuterung. Vielleicht war der Monat auf der Insel als Psychoduell geplant - herausgekommen ist leeres Geplänkel. Da der gewollte Humor nicht funktioniert, ist die Komödie unfreiwillig komisch. Zum Beispiel dann, wenn der Gebieter auf der einsamen Insel im selbst gezimmerten Liegestuhl aus Bambus residiert oder auf einer menschenleeren Insel eine leere Colaflasche findet. Mit derartigen Einfällen wird die versuchte Kritik am Kapitalismus einfältig und platt vorgetragen.

Fazit
Mit diesem Film haben sich weder Drehbuchautor und Regisseur Guy Ritchie, noch seine Darsteller mit Ruhm bekleckert. Madonna beweist, wo ihre Stärken liegen. Tanzen und singen kann sie, aber Schauspielerei ist eben doch ein anderes Handwerk.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 10 %


Original Filmtitel: Swept Away
Land: GroßbritannienItalien
Jahr: 2002
Laufzeit ca.: 89
Genre: KomödieRomantik
Verleih: Columbia TriStar Film
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 19.06.2003
Heimkino: 27.01.2004

Regie: Guy Ritchie
Drehbuch: Guy Ritchie • Lina Wertmüller

Schauspieler: Madonna (Amber) • Adriano Giannini (Giuseppe) • Bruce Greenwood (Tony) • Elizabeth Banks (Debi) • Michael Beattie (Todd) • Jeanne Tripplehorn (Marina) • David Thornton (Michael) • Yorgo Voyagis (Captain) • Ricardo Perna (Crew) • George Antoni (Chef) • Beatrice Luzzi (Lady) • Lorenzo Ciompi (Gentelman)

Produktion: Matthew Vaughn
Szenenbild: Russell de Rozario
Kostümbild: Arianne Phillips
Maskenbild: Fae Hammond
Kamera: Alex Barber
Musik: Michel Colombier
Schnitt: Eddie Hamilton


Bild: Columbia TriStar Film

1 customer review

ungenügend
19.06.03
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