The Forbidden Kingdom

Kinoplakat The Forbidden Kingdom

Jason ist ein ganz normaler Teenager und träumt von einem großen Abenteuer. Nicht ahnend, dass das Schicksal ihn schon vor langer Zeit auserwählt hat. Um das zu verstehen, muss man einen Sprung in die Vergangenheit machen.

Eine Legende erzählt, vor langer Zeit lebte in China der Affenkönig (Jet Li), der dank seines Kampfstabes unbesiegbar war. Nicht einmal die Jade-Armee des legendären Jade-Kaisers konnte dem Affenkönig etwas anhaben. Das wurmte den Jade-Kriegsherrn maßlos. Und als der Jade-Kaiser beschloss, dem Affenkönig einen Titel zu verleihen, sah der Jade-Kriegsherr rot. Er forderte den Affenkönig zum Duell und wandte eine List an. Mit der fadenscheinigen Begründung, ohne Waffen kämpfen zu wollen, trennte er den Affenkönig von seinem Kampfstab. Der durchschaute die List im letzten Moment und schleuderte seinen Kampfstab durch Raum und Zeit. Der Jade-Kriegsherr konnte den unsterblichen Affenkönig jetzt zwar nicht töten, aber ihn versteinern lassen. Seit diesem Tag wartet der Affenkönig auf den Auserwählten, der ihm seinen Stab zurückbringt. Und dieser Auserwählte ist niemand anderer als Jason.

Im Amerika der Jetztzeit kommt Jason (Michael Angarano) unter hässlichen Umständen in den Besitz des Kampfstabes, der ihn durch ein Tor durch Raum und Zeit trägt. Am Ende der Reise findet sich Jason im alten China wieder. Dort trifft er seinen Meister: Lu Yan (Jackie Chan). Die zwei freunden sich an und ziehen gemeinsam los. Ihnen schließt sich die Kämpferin Sperling an, weil sie mit dem Jade-Kriegsherrn noch eine Rechnung offen hat. Der vierte im Bunde ist der schweigende Mönch (ebenfalls Jet Li). Gemeinsam suchen sie nach einem Weg, den Affenkönig von seinem Fluch zu befreien. Das ist kein Spaziergang, denn der Jade-Kriegsherr hat Kopfgeldjäger und eine Hexe ausgesandt, damit der Auserwählten und seine Freunde nicht ans Ziel kommen.

Kritik

"Forbidden Kingdom" fällt zunächst durch zwei Besonderheiten auf. Trotz des asiatischen Themas ist es eine amerikanische Produktion und der erste Film, in dem Jet Li und Jackie Chan gemeinsam auftreten. Während Li die klassischen Kampfszenen beisteuert, sorgt Chan wie gehabt für eine Portion Humor. Neben den zu erwartenden Kampfszenen sind auch die weiteren formalen Bedingungen für ein asiatisches Abenteuer gegeben: Während der Kämpfe gibt es viele Flugszenen, das Meister-Schüler-Thema kommt vor, es findet eine Schlägerei im Wirtshaus statt, der Bambuswald spielt eine Rolle und nicht zuletzt wurde eine tragisch endende Liebe eingeflochten.

Bei genauerem Hinsehen ist die Handlung dann eher auf asiatisch gemacht als asiatischen Ursprungs. So fällt der übermäßige Gebrauch des Wortes Jade auf. Jade-Kaiser, Jade-Kriegsherr und Jade-Pfeil kommen mir spontan ins Gedächtnis. Eine Rolle spielt das Fünf-Elemente-Gebirge. Natürlich gibt es Sinnsprüche, die jedoch an die Weisheiten von Kalenderblättern erinnern. Sinngemäß heißt es: Meister und Schüler gehen den Weg gemeinsam, bis ihre Wege sich trennen. Das macht nicht den Eindruck von echter Lebenserfahrung, über die jemand jahrelang meditieren musste. Ebenfalls nicht über Gebühr durchdacht ist die Logik des Drehbuchs. So wird der amerikanische Teenager der Jetztzeit ins alte China teleportiert. Dort verstehen ihn die Menschen zunächst nicht. Aber der Meister versteht ihn und fortan ist die Sprachbarriere auch gegenüber dem Rest der Bevölkerung gefallen. Seltsam auch, dass die Unsterblichen nicht unsterblich sind. Der Jade-Kriegsherr beispielsweise kann mit einem speziellen Jade-Pfeil getötet werden. Eine Erklärung für Jasons Zeitreise bleibt aus. Es heißt nur lapidar, er sei durch ein Tor gekommen, das kein Tor ist. Der Sinn dieser Aussage ist auch mit viel gutem Willen nicht zu deuten. Es holpert an weiteren Stellen. So gibt es selbstredend die tragische Liebesgeschichte. Die im Drehbuch steht, von den Darstellern aber nicht gespielt wird, denn sie machen keinen verliebten Eindruck.

Fazit
Der Film "Forbidden Kingdom" kann visuell überzeugen und bietet Unterhaltung. Zum echten Meisterwerk kann er sich allerdings nicht aufschwingen. Die Handlung lässt Logik vermissen und wirkt wiederholt unrund. Das Drehbuch setzt zu sehr auf einfache Lösungen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: ChinaUSA
Jahr: 2008
Laufzeit ca.: 104
Genre: AbenteuerActionFantasyMartial Arts
Verleih: Central Film
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 16.04.2009
Heimkino: 20.10.2009

Regie: Rob Minkoff
Drehbuch: John Fusco

Schauspieler: Jet Li (Der schweigende Mönch / Affenkönig) • Michael Angarano (Jason Tripitikas) • Jackie Chan (Lu Yan / Old Hop) • Liu Yifei (Goldener Sperling) • Li Bingbing (Ni Chang, die weißhaarige Dämonin) • Collin Chou (Jadekriegsherr) • Juana Collignon (Southie Girl) • Morgan Benoit (Lupo) • Jack Posobiec (Southie) • Thomas McDonell (Southie) • Zhi Ma Gui (alte Frau) • Shen Shou He (Farmer)

Produktion: Casey Silver
Szenenbild: Bill Brzeski
Kostümbild: Shirley Chan
Kamera: Peter Pau
Musik: David Buckley
Schnitt: Eric Strand


Bild: Central Film

1 customer review

befriedigend
16.04.09
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