The Good Thief

Kinoplakat The Good Thief

Bob ist am Ende; seiner kriminellen Laufbahn, seiner Drogenkarriere und sogar finanziell. In einer abgewrackten Kneipe hängt er ab und versucht sich glücklos im Glücksspiel. Die Prostituierte Anne rettet er vor ihrem Zuhälter, dem Polizisten Roger rettet er das Leben. Bob war und ist ein Gentleman. Ein Mann mit Stil.

Weil er sein letztes Geld beim Pferderennen verliert, beteiligt er sich an einem Coup. In einem Casino in Monte Carlo hängen Picassos an der Wand. Echt falsche Bilder, die dem Ambiente einen Hauch von Luxus verleihen, während die echten Gemälde in der Villa der Besitzer hängen. Doch das Casino hat noch mehr zu bieten. Einen Safe mit 80 Millionen. Den wollten schon viele knacken, aber niemand schaffte es. Bobs Freunde werfen zunächst einen Blick auf den Tresor und dann auf die Picassos. Ein fetter Beutezug, doch steht ihnen ein Hochsicherheitssystem im Weg, dass von einem Superhirn programmiert wurde, außerdem hängt Polizist Roger an Bob wie eine Klette. Es beginnt ein Spiel mit gezinkten Karten, Netz und doppeltem Boden.

Kritik

"The Good Thief" ist ein Remake des Films "Drei Uhr nachts" von Jean-Pierre Melville. Nick Nolte gibt den vom Leben gezeichneten, leicht süffisanten Gentleman-Gauner, der im Hintergrund die Fäden zieht. Ganz lässig serviert er seine Gegner ab. Den Zuhälter stößt er unter die Hufe eines vorbeilaufenden Pferdes, dem amoklaufenden Algerier rammt er seinen Schuss Heroin in den Arm und stellt ihn derart ruhig. Unter der rauen Schale steckt der eisenharte Kern. Um clean zu werden, kettet sich Bob ans Bett und macht einen harten Heroin-Entzug. Im Film sind nicht alle Jungs so hart wie er. Phillip ist jetzt Phillipa. Ein Muskelpaket, das Angst vor Spinnen hat. Das nimmt der Film zum Anlass für sparsame, dafür gut platzierte Witze von herbem Humor.

Für den Zuschauer entwirft Regisseur Neil Jordan einen spannenden, zeitlich gut nuancierten Krimi zum Mitraten. Stets ist der Zuschauer dem ermittelnden Polizisten ein Stückchen, um am Ende zu erfahren, dass man selbst auf das Spiel mit den gezinkten Karten hereinfiel. Der große Coup wird mit Stil geknackt. Man fällt doch nicht mit der Tür ins Haus. Aber bis es so weit ist, wendet sich das Blatt wiederholt in verschiedene Richtungen und fast jeder treibt in diesem Krimi falsches Spiel.

Fazit
"The Good Thief" ist kein effektheischendes, aufsehenerregendes Kino. Ein gelungener Film, den Kenner und Cineasten zu würdigen wissen werden.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Alternativtitel: Der Dieb von Monte Carlo
Land: FrankreichGroßbritannienIrlandKanada
Jahr: 2002
Laufzeit ca.: 109
Genre: ActionDramaKrimi
Verleih: Solo Film Verleih
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 09.10.2003
Heimkino: 01.01.2004

Regie: Neil Jordan
Drehbuch: Neil Jordan

Schauspieler: Nick Nolte (Bob Montagnet) • Tchéky Karyo (Roger) • Nutsa Kukhianidze (Anne) • Ouassini Embarek (Said) • Marc Lavoine (Remi) • Gérard Darmon (Raoul) • Saïd Taghmaoui (Paulo) • Patricia Kell (Yvonne) • Julien Maurel (Philippe) • Emir Kusturica (Vladimir) • Roland Munter (Kozinski) • Warren Zavatta (Petit Louis)

Produktion: Seaton McLean • John Wells • Stephen Woolley
Szenenbild: Anthony Pratt
Kostümbild: Penny Rose
Maskenbild: Jenny Shircore
Kamera: Chris Menges
Musik: Elliot Goldenthal
Schnitt: Tony Lawson


Bild: Solo Film Verleih

1 customer review

befriedigend
09.10.03
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