Thunderbirds

Kinoplakat Thunderbirds

Der Heldenfilm soll eine bekannte Fernsehserie neu durchstarten lassen, doch ein Generationswechsel verläuft mitunter mit Geburtswehen. Und nicht jeder ist zum Held geboren, allerdings schlummert in so manchem Talent. Oder eben auch nicht.

Alan Tracy hat es nicht leicht. Während der Rest seiner Familie in aller Welt Menschenleben rettet, gilt er als zu jung, muss die Schulbank drücken. Damit nicht genug, darf er nicht einmal in die Nähe der Thunderbirds kommen, jener legendären Flugobjekte, mit denen die Geheimorganisation International Rescue arbeitet.

Seine große Stunde schlägt, als der fiese Super-Verbrecher The Hood (Ben Kingsley) einen Notruf fingiert und die restlichen Familienmitglieder im Weltall festsetzt. Jetzt können die Kids Alan (Brady Corbet), Fermat (Soren Fulton) und Tin-Tin (Vanessa Anne Hudgens) auf dem versteckten Inselstützpunkt zeigen, was in ihnen steckt. Hoods Pläne sind wirklich finster. Er will die Maschinen und Thunderbirds für Bankraube missbrauchen und den Verdacht auf International Rescue lenken. Doch ehe seine Verbrecherbande die Welt ins Chaos stürzen kann, müssen sie an den Kids und Lady Penelope vorbei.

Kritik

"Thunderbirds" war im England der 1960er Jahre eine beliebte Puppentrick-Serie. Für die Realverfilmung führte Jonathan Frakes Regie. Der Film mischt Elemente aus "Spy Kids", weiteren Agenten-Filmen und vielen anderen Filmen zusammen, ohne etwas Eigenständiges zu kreieren. Zudem sind neunmalkluge Kinder nicht jedermanns Geschmack. Davon gleich mehrere in einen Film zu packen ist starker Tobak.

Weshalb Ben Kingsley sich in diesen Film verirrt hat, ist eine gute Frage. Wahrscheinlich hat er nicht geahnt, den gesamten Film in einem albernen Kaufhaus-Kimono herumlaufen zu müssen. Der liegt gleichauf mit den albernen Uniformen der Guten und den lauen Spezialeffekten. Letzterer soll eventuell den nostalgischen Anspruch des Projekts untermauern, wirkt im fertigen Film jedoch lieblos und billig. Fast als wollte niemand für einen Kinderfilm das nötige Kapital investieren.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 20 %


Land: GroßbritannienUSA
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 95
Genre: AbenteuerActionFamilieHeldenKomödie
Verleih: United International Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 30.09.2004
Heimkino: 03.03.2005

Regie: Jonathan Frakes
Drehbuch: Peter Hewitt • William Osborne • Michael McCullers

Schauspieler: Brady Corbet (Alan Tracy) • Debora Weston (Lehrerin) • Soren Fulton (Fermat) • Lou Hirsch (Headmaster) • Alex Barringer (Kind) • Demetri Goritsas (Nachrichtensprecher) • Genie Francis (Lisa Lowe) • Philip Winchester (Scott Tracy) • Deobia Oparei (Mullion) • Bill Paxton (Jeff Tracy) • Kyle Herbert (Kind) • Ben Kingsley (Hood)

Produktion: Tim Bevan • Eric Fellner • Mark Huffam
Szenenbild: John Beard
Kostümbild: Marit Allen
Maskenbild: Petrona Winton • Jeremy Woodhead
Kamera: Brendan Galvin
Musik: Ramin Djawadi • Hans Zimmer
Schnitt: Martin Walsh


Bild: United International Pictures

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