Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen

Kinoplakat Bibi Blocksberg

Bibi Blocksbergs zweites großes Leinwand-Abenteuer. Bibi Blocksberg (Sidonie von Krosigk) hat einfach Pech. In der Schule steht sie in Mathe schlecht und soll nun die Sommerferien im Internat verbringen. Das ändert auch das Feilschen mit ihren Eltern nicht.

Auf Schloss Altenberg lernt sie ihre neue Freundin Elea (Marie-Luise Stahl) kennen. Das Mädchen sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl und muss ebenfalls Stoff nachholen. Gut, dass sie ein Ass in Mathe ist und Bibi Nachhilfe geben kann. Doch schon bald gerät die Büffelei ins Hintertreffen, denn unter dem alten Schloss liegt ein Geheimnis verborgen.

Davon bekommt auch die Hexe Rabia (Corinna Harfouch) Wind, die im Gruselmoor eine Strafe absitzen muss, aber durch die Einwirkung eines Unwetters fliehen kann. Verkleidet dringt Rabia in das Internat ein und täuscht sogar die Freundinnen Bibi und Elea. Noch ehe die anderen Hexen sie aufspüren können, beginnt im Labyrinth unter Schloss Altenberg ein Wettrennen, denn dort, so berichtet die Sage, gibt es den letzten blauen Eulenstaub. Dessen Heilkraft soll derartig stark sein, dass er Eleas Beine vielleicht wieder gesunden lassen könnte oder von Rabia missbraucht werden.

Kritik

Im Jahr 2002 war "Bibi Blocksberg" die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion mit fast 2,2 Millionen Besuchern. Somit lag es nahe, einen weiteren Film mit der beliebten Hexe zu produzieren. Allerdings steht die Produktion vor einem Problem; die Hauptdarstellerin ist bald zu alt für die Rolle. Deshalb tritt Sidonie von Krosigk in der Zeit vom August bis Oktober 2003 erneut vor der Kamera. Anschließend werkeln Teams in Tschechien sowie in München an den Tricks. Gute sechs Monate nimmt alleine diese Phase der Postproduktion in Anspruch. Wie ausgefeilt die Tricks im Endeffekt sein werden, lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht sagen, denn die Pressevorführung findet mit einer Vorabkopie statt, in der die Flugszenen noch keinen guten Eindruck machen, während der sprechende Kater bereits sehr echt wirkt.

"Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" ist ein Film mit Widersprüchen. Auf der einen Seite passen sich die Themen an das Alter der Hauptdarstellerin an. Bibis Verhältnis zu den Eltern ist gespannt - wie bei den meisten Pubertierenden. Sie interessiert sich für Jungen und bekommt die ersten Küsse eines Verehrers. Andererseits erklärt der Film die meisten Vorgänge zusätzlich in den Dialogen; was an einen Kinderfilm denken lässt. Die Produktion wirkt meist sorgfältig, trotzdem holpert der Film stellenweise. So gibt es Szenen, in denen die Schauspielerinnen agieren, als wüssten sie nicht, was sie gerade darstellen sollen. Bei Rabias Entzauberung, machen sie diesen Eindruck. In einer anderen Einstellung laufen die Hexen wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen durch den Raum, statt das Mädchen zu suchen.

Die Handschrift von Regisseurin Franziska Buch ist uncharmant. Etwas befremdlich wirken weiterhin das trampelige Spiel von Corinna Harfouch oder die eigenartige Perücke von Katja Riemann, die an einen übergestülpten Kürbis erinnert. Im Gegensatz dazu macht Sidonie von Krosigk in ihrer Spielfreude als Bibi Blocksberg einen positiven Eindruck. Was die Story angeht, kann ein Familienfilm sicherlich etwas mehr Witze vertragen, wie etwa die gelungenen Wortspiele des verwirrten Direktors (Edgar Selge). Zudem wirkt es ungewöhnlich hart, dass das querschnittgelähmte Mädchen am Ende doch nicht wieder laufen kann.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: Deutschland
Jahr: 2004
Laufzeit ca.: 114
Genre: AbenteuerFamilieFantasy
Verleih: Constantin Film
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 30.09.2004
Heimkino: 15.06.2005

Regie: Franziska Buch
Drehbuch: Elfie Donnelly

Schauspieler: Sidonie von Krosigk (Bibi Blocksberg) • Marie-Luise Stahl (Elea) • Corinna Harfouch (Rabia) • Katja Riemann (Barbara Blocksberg) • Ulrich Noethen (Bernhard Blocksberg) • Edgar Selge (Quirin Bartels) • Monica Bleibtreu (Walpurgia) • Nina Petri (Tante Lissy) • Anja Sommavilla (Schubia) • Elea Geissler (Arkadia) • Frederick Lau (David) • Elisa Becker (Carina) • Theresa Schwierske (Sarah) • Danne Hoffmann (Frau Jahn) • Henning Vogt (Herr Hulkovic )

Produktion: Uschi Reich
Szenenbild: Susann Bieling • Uwe Szielasko
Maskenbild: Sabine Hehnen-Wild
Kamera: Axel Block
Musik: Enjott Schneider
Schnitt: Barbara von Weitershausen


Bild: Constantin Film

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