Bolt - Ein Hund für alle Fälle

Kinoplakat Bolt - Ein Hund für alle Fälle

Tierisches Abenteuer mit Hund, Katze und Hamster. Der kleine Hund Bolt lebt in dem Glauben ein Held zu sein. Immer wieder hat er seine Besitzerin, das Mädchen Penny, aus brenzligen Situationen gerettet, indem er seine Superkräfte einsetzt.

Von diesen Abenteuern zeugen die vielen Beweisfotos, die in seinem Zuhause an der Wand hängen. Was Bolt nicht weiß, der Wohnwagen, in dem er lebt, steht in einem Filmstudio und seine Abenteuer sind geplant. Ohne dass er es jemals bemerkt hätte, ist er nämlich der Star einer Fernsehserie. Doch damit alles wirklich lebensecht bleibt und er von ganzem Herzen "mitspielt" soll er unwissend bleiben. Das ändert sich, als die Produzentin der Serie einen Cliffhanger verlangt. Doch Bolt versteht das falsch, denn in seinen Augen wurde Penny entführt und er ist der Einzige, der sie retten kann. Deshalb nutzt er die erste Gelegenheit zur Flucht und gerät unversehens in ein echtes Abenteuer.

Er wird an die Ostküste versetzt und muss nun seinen Weg zurück zur Westküste finden - also einmal quer durch Amerika reisen. Dabei schließt sich ihm die lebenserfahrene Katze Mettin an. Die ist auf den ersten Blick das völlige Gegenteil von Bolt. Sie wurde von ihren Besitzern ausgesetzt, misstraut den Menschen und schlägt sich nun auf der Straße durch. Zunächst hält sie Bolt für ziemlich verrückt, weil der immer noch glaubt, Superkräfte zu besitzen, doch im Lauf der Zeit wird aus dem anfänglichen Misstrauen echte Freundschaft und Mettin hilft Bolt, sich in der realen Welt zurechtzufinden. Sie lehrt ihn sogar, sich wie ein normaler Hund zu benehmen und zu fühlen.

Der Dritte im Bunde ist der durchgeknallte Hamster Dino an, der sein Leben in einem transparenten Plastikball verbringt. Er ist das, was man zivilisationsgeschädigt nennt. Zum einen kennt er das Fernsehprogramm in- und auswendig; also auch alle Folgen der Serie "Bolt". Zum anderen glaubt Dino, er sei ein Actionheld und wartet sehnsüchtig auf die richtige Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Und die kommt, als die zwei Gefährten ins Tierheim gebracht werden. Nun kann sie nur noch Dino retten.

Kritik

Der Film "Bolt" ist eine solide Produktion. Das Kernthema bildet eine nicht eben neue, dafür aber sichere Idee, die nicht ganz rund umgesetzt wird, denn ab dem Punkt, an dem praktisch alles gesagt ist, findet die Reise hauptsächlich auf der Landkarte statt, die anzeigt, wo sich die Helden gerade befinden. Des Weiteren lahmt die Handlung bis zur Komplettierung des Trios, weil erst die zynische Katze Biss in die Handlung bringt und später der durchgeknallte Hamster, dem Ganzen einen unwirklichen Anstrich verleiht.

Ich vermisse Humor, der nicht nur auf Kinder, sondern auf Erwachsene abzielt. Zum Beispiel doppeldeutige Anspielungen oder Filmzitate. In dieser Hinsicht ist "Bolt" kein Familienfilm, sondern ein Kinderfilm. Denen werden die Eigenwilligkeiten wahrscheinlich auch weniger auffallen als einem kritischen Erwachsenen, der sich fragt, seit wann Hamster tagaktiv sind? Oder weshalb ein als Star bekannter Hund unerkannt durch New York laufen kann?

Mit den Standards der Animationsschmiede Pixar hat, kann der Film nicht mithalten. Die Charaktere sind überwiegend nett in Szene gesetzt; an aufwendigen Texturierung fehlt es. Insbesondere die Figuren, die nur Kurzauftritte haben, wirken einfach gestaltet. So erinnern die Agenten an dehnbare Masse, der Details wie Haare aufgemalt sind.

Sei es drum. Die Zielgruppe sind nicht Kritiker, sondern Kinder. Und die wird 3D locken, für das viele Szenen optimiert sind. Das beginnt bereits beim Vorspann, bei dem der Schweif um das Disney-Schloss plastisch wirbelt. Im Film selbst tritt der Effekt dann etwas in den Hintergrund, weil auf reine Effekthascherei verzichtet wird, zum Beispiel auf Gegenstände, die absichtlich ins Publikum fliegen.

Fazit
Der Animationsfilm "Bolt – Ein Hund für alle Fälle" bietet eine nette Handlung und 3D als Verkaufsargument. Ein Film, in den jeder Erwachsene seine Kinder ohne Bedenken gehen lassen kann.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: Bolt
Land: USA
Jahr: 2008
Laufzeit ca.: 90
Genre: Abenteuer • Animation3D
Stichwort: HundKatze
Verleih: Walt Disney
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 22.01.2009
Heimkino: 18.06.2009

Regie: Byron Howard • Chris Williams
Drehbuch: Dan Fogelman • Chris Williams

Sprecher: Axel Stein (Dino) • Christian Tramitz (Bolt)

Produktion: John Lasseter • Clark Spencer • Makul Wigert
Musik: John Powell
Schnitt: Tim Mertens


Bilder: Walt Disney

1 customer review

befriedigend
22.01.09
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