Der Astronaut – Project Hail Mary

Kinoplakat Der Astronaut Project Hail Mary

Ryland Grace arbeitet als Lehrer an einer Schule und schätzt sich selbst nicht als Held ein. Unvermittelt ist er die einzige Hoffnung der Menschheit, denn eine bis dato unbekannte Bedrohung könnte in wenigen Jahrzehnten einen Großteil der Erdbevölkerung dezimieren.

Jetzt kann nur ein Mensch mit besonderem Fachwissen die Welt retten. Dabei gilt es, mehrere Hürden zu überwinden. Die Lösung des Problems liegt tief im Weltall verborgen. Eine Crew, die dorthin fliegt, ist vielleicht in der Lage, das Rätsel zu knacken. Doch bislang ist kein Treibstoff bekannt, der ausreichend Energie für den Flug liefert. Die Lösung ist Teil des Problems, findet Grace heraus. Womit die nächste Herausforderung ansteht. Die Crew wird über ausreichend Energie für den Hinflug verfügen – aber nicht für den Rückflug. Mit anderen Worten: Die Menschheit kann gerettet werden um den Preis von Menschenleben. Graces Antwort ist absehbar: Nicht mit mir!

Kritik

Was nach anspruchsvoller Science-Fiction klingt, ist auf Zugänglichkeit getrimmt. Das Abenteuer beginnt mit einem gespielten Witz, und fortan werden kleine und große Scherze die Handlung immer wieder auflockern. Nicht immer ist der Humor passend platziert oder trifft den Punkt. Eine weitere Maßnahme ist der Kitsch. Die Beziehung zwischen dem Menschen Grace und seinem neuen Freund ist so eng, dass man sich fragt, ob und wann die zwei heiraten werden. Außerdem werden die Hintergründe so ausführlich erklärt, dass der Eindruck aufkommt, bliebe manches im Dunkel, wäre die Handlung spannender.
Ein Minuspunkt ist das hinausgezögerte Ende. Mehrmals scheint die Geschichte ein Ende gefunden zu haben und setzt fort.

Alles in allem ist das Jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichte als solche weiß zu gefallen – was in erster Linie ein Verdienst von Ryan Gosling ("Aufbruch zum Mond") ist. Der ist die Idealbesetzung für einen Mann, der nicht wie ein klassischer Held auftritt und trotzdem einer wird. Gosling ist ein Sympathieträger und man freut sich mit ihm, wenn ihm die Mission gelingt. Erstaunlich ist weiterhin, dass Sandra Hüller (Rose) eine tragende Rolle spielt. Nicht so groß, wie die von Gosling, aber immerhin. Hüllers Art künstlich zu spielen, kommt der von ihr dargestellten, undurchschaubaren Frau zugute. Nicht ganz gelungen: Die Schauspielerin hat sich für die deutsche Fassung selbst synchronisiert. Das Ergebnis klingt unangenehm.
Die Aufnahmen im Weltall und der Schwerelosigkeit reichen nicht an "Gravity" heran, wissen jedoch zu gefallen.

Fazit
"Der Astronaut – Project Hail Mary" ist zugängliches Kino mit großem Unterhaltungswert. Die Laufzeit ist mutig. Alles in allem macht die Mischung aus Weltenrettung, Abenteuer und Freundschaft Laune.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 80 %


Original Filmtitel: Project Hail Mary
Land: USA
Jahr: 2026
Laufzeit ca.: 157
Genre: Abenteuer • Drama • Science-Fiction

Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 19.03.2026

Regie: Phil Lord • Christopher Miller
Drehbuch: Drew Goddard
Buchvorlage: Andy Weir

Schauspieler: Ryan Gosling (Ryland Grace) • Milana Vayntrub (Olesya Ilyukhina) • Sandra Hüller (Eva Stratt) • Ken Leung (Yáo Li-Jie) • Liz Kingsman (Shapiro) • James Wright (CIA-Agent) • Alice Brittain (Kassiererin) • Orion Lee (Xi) • Aaron Neil (Narender) • Robert James Smith (Forscher) • Richie Cheung (General) • Annelle Olaleye (Olivia) • Travis Jay (Pilot)

Produktion: Ryan Gosling • Phil Lord • Christopher Miller • Rachel O'Connor • Amy Pascal • Aditya Sood • Andy Weir
Szenenbild: Charles Wood
Kostümbild: David Crossman • Glyn Dillon
Maskenbild: Ria Biggerstaff • Yianni Hapeshis
Kamera: Greig Fraser
Musik: Daniel Pemberton
Schnitt: Joel Negron

Anzeige

Kinoplakat Der Astronaut Project Hail Mary Film kaufen bei Amazon.de
Als Amazon-Partner verdient Moviewolf.de an qualifizierten Verkäufen.

Bild: Universal Pictures International

All reviews
Gut
Show more
Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies und Skripte. Durch "Akzeptieren" stimmst Du der Verwendung zu. Durch "Ablehnen" stimmst Du nicht zu und es kann zu Dysfunktionen kommen.