Der Kaufhaus Cop

Kinoplakat Kaufhaus Cop

Kevin James schlüpft in die Rolle, die Amerikaner treffend als "from Zero to Hero" bezeichnen. Ein Job als Sicherheitsmann in einem Shoppingcenter scheint die Garantie für ein Leben in Durchschnittlichkeit zu sein. Doch eine unerwartete Geiselnahme ist die Chance seines Lebens.

Paul Blart (Kevin James) ist ein Durchschnittstyp wie aus dem Bilderbuch und seine Träume platzen wie Seifenblasen. So hat ihn seine Frau vor Jahren sitzen lassen, nachdem sie über ihn eine Green Card bekommen hatte. Die Bewerbung als Polizist scheiterte am Unterzucker. Seine Arbeit frustriert ihn regelmäßig, denn unter den Kollegen ist er der Einzige, der die Aufgabe halbwegs ernst nimmt. Die Kunden untergraben seine Autorität als Sicherheitsmann mit schöner Regelmäßigkeit. Im schlimmsten Fall sogar mit Fäusten. Aber Paul hat das Herz am rechten Fleck und ist einfach ein netter Kerl. Das findet auch die neue Verkäuferin Amy (Jayma Mays). Die zwar eigentlich eine graue Maus ist, aber Paul findet Gefallen an ihr und es kommt es zum ersten Treffen. Der Abend endet in einer gewaltigen Blamage, als der ansonsten abstinente Paul versehentlich Alkohol trinkt und im Rausch eine mehr als peinliche Vorstellung abliefert. Wie es scheint, muss in seinem Leben einfach immer alles schiefgehen?

Pauls große Stunde schlägt, als es eines Abends im Einkaufsparadies zur Geiselnahme kommt. Während vor dem Gebäude örtliche Polizei und S.W.A.T. noch um die Zuständigkeit streiten, beginnt der bislang behäbige Paul aufzudrehen und einen Geiselnehmer nach dem anderen auszuschalten.

Kritik

Kevin James lieferte an der Seite von Adam Sandler in "Chuck und Larry" einen mäßig spaßigen Auftritt ab. Sandler tritt zwar im "Kaufhaus Cop" nicht auf, fungierte jedoch als Produzent. Kevin James schrieb am Drehbuch mit und übernahm die Hauptrolle. Beides gelang ihm nicht sonderlich gut. Der Film vertrödelt zu Beginn gute 45 Minuten mit der Einführung der Figuren. Die Handlung plätschert währenddessen mäßig spaßig dahin. Erst mit der Geiselnahme kommt Tempo auf. Doch dann erweist sich James abwechselnd als Spaßfaktor und als Spaßbremse.

Die meiste Zeit fährt der kleine dicke Paul auf einem Roller durch die Shopping Mall. Was bei den Verfolgungsjagden unstimmig wirkt, denn seine Gegner agieren zwar wie Leichtathleten, schaffen es aber nicht das fahrende Dickerchen einzuholen!? In den Kämpfen arbeitet der Dicke nicht mit Körperkraft, sondern mit Ungeschick, List, Tücke und Zufall. Eine Gegnerin schlägt er bewusstlos, indem er den Lüftungsschacht aus der Verankerung reißt, in dem er fliehen wollte. Allerdings ist James' Ausdrucksfähigkeit nicht nur körperlich eingeschränkt, auch seine Grimassen sind nicht ausreichend und so nutzt sich die Komik der Formel dick = lustig relativ schnell ab.

Fazit
Kevin James versuchte sich die Rolle des gemütlichen Möchtegern-Polizisten auf den Leib zu schreiben. Dabei setzte er zu sehr darauf, dass ein dicker, Grimassen schneidender Mann komisch ist. Die Wandlung zum Helden ist zwar gelungen, aber zu einem Feuerwerk mag sich "Der Kaufhaus Cop" nicht aufschwingen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Original Filmtitel: Paul Blart: Mall Cop
Land: USA
Jahr: 2009
Laufzeit ca.: 91
Genre: ActionKomödieKrimi
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 26.03.2009
Heimkino: 03.09.2009

Regie: Steve Carr
Drehbuch: Kevin James • Nick Bakay

Schauspieler: Kevin James (Paul Blart) • Keir O'Donnell (Veck Simms) • Jayma Mays (Amy) • Raini Rodriguez (Maya) • Shirley Knight (Mutter) • Stephen Rannazzisi (Stuart) • Peter Gerety (Chef Brooks) • Bobby Cannavale (James Kent) • Adam Ferrara (Sergeant Howard) • Jamal Mixon (Leon) • Adhir Kalyan (Pahud) • Erick Avari (Vijay)

Produktion: Barry Bernardi • Todd Garner • Jack Giarraputo • Kevin JamesAdam Sandler
Szenenbild: Perry Andelin Blake
Kostümbild: Ellen Lutter
Maskenbild: Corina C. Duran
Kamera: Russ T. Alsobrook
Musik: Waddy Wachtel
Schnitt: Jeff Freeman


Bild: Sony Pictures

1 customer review

befriedigend
26.03.09
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