Die sagenhaften Vier

Kinoplakat Die sagenhaften Vier

Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten ist bekannt. Vier Tiere ziehen es vor ihr Glück in der Ferne zu suchen, statt das Schicksal zu akzeptieren, was ihnen ihre Besitzer zudenken. Sie gehen auf die Wanderung nach Bremen und mischen unterwegs ein Räuberhaus auf, das ihre Wohnstatt wird.

Der Animationsfilm nutzt die Grundlage für einen frechen Animationsfilm, dessen Auftakt ein verliebter Postbote und die alleinstehende Katzen-Närrin Rosalinde bilden. Letztere verwöhnt ihre Katze Marnie nach allen Regeln der Kunst. Sie lebt wie eine Tochter und liebt Krimiserien. Als eines Tages ein entfernter Verwandter von Rosalinde auftaucht und Hilfe von ihr fordert, sagt die gutgläubige Rosalinde zu. Nicht ahnend, dass Paul ein Betrüger ist. Kurz nach seiner Ankunft wird in die Häuser des beschaulichen Dorfes eingebrochen. Das will einer der Bauern verhindern, indem er seinem Wachhund Elvis einschärft aufzupassen. Doch der Hund hat Angst vor Menschen und die Diebe räumen das Haus leer. Darum sucht der Hund sein Heil in der Flucht und trifft unterwegs Marnie, die von Paul ausquartiert worden ist. Auch der Hahn Egbert ist auf der Flucht. Gemeinsam treten die drei Tiere die Flucht an und treffen alsbald das Zebra Mambo, das von einer Karriere im Zirkus träumt. Durch einen Irrtum halten die Menschen die vier Flüchtigen für die Diebesbande und setzen ihnen nach. Da hat Marnie die Idee, die echten Räuber dingfest zu machen.

Kritik

Der Animationsfilm "Die sagenhaften Vier" ist eine deutsch-belgische Koproduktion, für den internationalen Markt sind Beschriftungen und die Namen der Personen in Englisch gehalten. Trotzdem darf bezweifelt werden, dass der Film international erfolgreich sein wird, denn die Qualität der Animation liegt nicht auf Kinoniveau, sondern geht als Fernsehfilm durch und kann mit Produktionen aus Amerika nicht mithalten. Das stört weniger als die Story, deren frecher Ansatz gefällt. Die vier tierischen Freunde gehen auf Verbrecherjagd und erleben ein Abenteuer. Das Superhirn hinter den Taten ist gerissen und sein Motiv hat Witz. Wobei der Humor insgesamt durchaus gefällt, allerdings eher auf Erwachsene abzielt als auf Kinder, weil Letztere viele Anspielungen kaum verstehen werden. Wie etwa den, dass die Hennen sich dringend einen Hahn wünschen, der für Küken sorgt.
Der gesprochene Humor mischt Kalauer mit frechen Ideen. So sagen die Hühner, sie bekämen Gänsehaut. Hahn Egbert meint: "Wie denn ohne Arme?". Der gespielte Humor umfasst eine Handvoll Slapstick. Insgesamt fehlt die klare Zielgruppe und für einen Kinderfilm kommen Witze zu kurz.

Viel trägt die Synchronisation zum Film bei und lässt leider Herzblut vermissen. Das Meiste ist zu übertrieben. Beispielsweise sind die Stimmen der Hennen arg spitz gesprochen und insgesamt dürfte es mehr Ausgestaltung der Charaktere sein.

Fazit
Die Entstaubung des Märchens ist im Ansatz gelungen und enttäuscht in der Ausarbeitung. Die Handlung baut die Charaktere weniger aus als möglich und setzt auf krachende Stimmen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Alternativtitel: Marnies Welt
Land: BelgienDeutschland
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 92
Genre: AbenteuerActionAnimationFamilieFantasyKomödieKrimi
Verleih: Universum Film
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 18.04.2019
Heimkino: 25.10.2019

Regie: Christoph Lauenstein • Wolfgang Lauenstein
Drehbuch: Christoph Lauenstein • Wolfgang Lauenstein

Schauspieler: Alexandra Neldel (Hauskatze Marnie) • Axel Prahl (Wachhund Elvis) • Santiago Ziesmer (Eggbert) • Erik Borner (Zebra Mambo Dibango)

Produktion: Jan Bonath • Mark Mertens


Bild: Universum Film

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