Meine Chaosfee & ich

Kinoplakat Meine Chaosfee und ich

Die kleine Fee Violetta ist sicher, dieses Mal die Abschlussprüfung zu bestehen und endlich als Zahnfee arbeiten zu dürfen. Leider geht die Prüfung trotz viel guten Willens schief und Violetta bleibt der Abschluss verwehrt. Sehr zur Freude ihres Mitschülers, der es von vornherein gewusst hat, dass das nichts werden kann. Auch darum beschließt Violetta es allen zu zeigen. Wenn sie die Prüfung nicht besteht, dann wird sie einen anderen Weg finden, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Doch der Plan funktioniert nicht so wie gedacht. Es gelingt Violetta zwar in die Welt der Menschen zu gelangen, aber der Rückweg ist ihr versperrt. Nun muss sie dringend eine Lösung finden, denn Feen, die zu lange bei den Menschen leben, verlieren ihre Gestalt und werden zu Blumen. Vielleicht kann Maxi helfen. Die ist gerade mit ihrer Mutter zu deren neuem Freund gezogen, der zwei Söhne hat. Doch wie es scheint, will aus drei Kindern und zwei Erwachsenen nicht so einfach eine Familie werden. Und dann tritt auch noch ein fieser Baulöwe auf, der das letzte Fleckchen Grün der Stadt auslöschen und ein Hotel bauen will. Das muss verhindert werden!

Kritik

Die einfache Geschichte wird in geradlinigen Bildern erzählt und behandelt kindgerechte Themen wie die Schwierigkeit ein neues Zuhause und Stiefgeschwister zu akzeptieren. Neue Freunde zu finden ist eine Herausforderung. Auf der Tagesordnung stehen auch Toleranz und Umweltschutz. Jeder Charakter hat eine klare Zeichnung: Gut, böse, lustig oder überheblich. Auch die Regeln sind klar.

Das Abenteuer der Fee ist gleichzeitig das Abenteuer der Menschen. Und nur wenn alle zusammenhalten, kann das Ziel erreicht werden. Dann haben alle Freundschaft geschlossen, die Familie ist zusammengewachsen und es wird für den Erhalt der Natur gekämpft. Die Fee Violetta findet ihre wahre Bestimmung und darf zeigen, was in ihr steckt.

Die Animation ist gefällig. Die kleine Fee Violetta trägt florale Züge. Der alte Professor hat eine Frisur wie verblühter Löwenzahn. Das Szenenbild ist amerikanisch, viele Beschriftungen sind auch in der gesehenen deutschen Fassung in Englisch gehalten. Die Zahnfee ist eine Figur aus amerikanischen und englischen Erzählungen. Offensichtlich schielt die Produktion auf den internationalen Markt. Das ist hochgegriffen, denn technisch kann die Produktion nicht mit amerikanischen Produktionen mithalten.

Inhaltlich ist der Film weniger auf die ganze Familie als vielmehr auf kleine Kinder zugeschnitten. Die Themen sind einfach zu verstehen, die Komplexität setzt auf einfaches Verstehen. Mit den Themen Patchwork-Familie, unterschiedliche Nationalitäten, dem eigenartigen Charakter Yolando und dem Thema Umweltschutz sind viele aktuelle Aspekte berücksichtigt. Zudem fällt auf, dass in diesem Abenteuer die handelnden Charaktere in der Mehrzahl weiblich sind. Die Chaosfee ist anfangs eher anstrengend als lustig und durchläuft einen Reifeprozess.

Fazit
"Meine Chaosfee & ich" ist keine schlechte Produktion. Nicht der große Wurf, sondern nette Unterhaltung aus universellen und aktuellen Themen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Original Filmtitel: My Fairy Troublemaker
Land: Deutschland
Jahr: 2022
Laufzeit ca.: 79
Genre: AbenteuerAnimationFamilieFantasyKomödie
Verleih: Telepool
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 13.10.2022

Regie: Caroline Origer
Drehbuch: Silja Clemens

Schauspieler: Jella Haase (Violetta) • Lisa-Marie (Koroll Maxie) • Alex Avenell (Gwen) • Julian Mau (Yolando) • Stephan Benson (Laurin) • Merete Brettschneider (Hannah) • John Chadwick (Sami) • Tammo Kaulbarsch (Amir) • Tim Grobe (Rick) • Lukian Rusani (Tarek) • Jörn Linnenbröker (Edelsteine) • Marion Von Stengel (Camelia) • Jörn Linnenbröker (Ricks Ganove) • Ole Jacobsen (Radio-Reporter) • Jessica Mcintyre (Jasmine) • Thea Woköck (Mädchen) • Ole Jacobsen (Scanner) • Konstantin Graudus (Reporter / Pizza-Lieferant) • Sarah Diener (Feen-Terminal) • Mica Mylo (Polizistin) • Sarah Diener (Fernsehmoderatorin) • Nadine Wöbs (Fotografin) • Mica Mylo (Mutter)

Produktion: Christine Parisse • Jean-Marie Musique • Mark Mertens • Maite Woköck • Sebastian Runschke • Ilona Schultz
Musik: Martin Lingnau • Ingmar Süberkrüb
Schnitt: Claudio Hernández


Bild: Telepool

1 customer review

Befriedigend
12.10.22
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