Happy Family 2

Kinoplakat Happy Family 2

Das Leben in einer Familie respektive als Familie kann bereits ein Abenteuer sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Familie so chaotisch ist wie die Wünschmanns oder so perfekt wie die Starrs.

Während die Chaoten versuchen zu harmonieren, ist den Perfektionisten ihre Tochter nicht perfekt genug. Das bekommt Tochter Mila immer dann zu spüren, wenn sie von einem Auftrag zu spät zur Basis des Forscher-Ehepaares zurückkehrt. Das ist ungerecht, denn Mila geht nicht in den Supermarkt einkaufen, sondern reist um die Welt und fängt Monster. Und genau das versuchen die Wünschmanns zu verhindern. Und weil sie am besten kämpfen können, wenn sie die Gestalt von Monstern annehmen, verzaubert Max seine Familie, die ab sofort Mumie, Werwolf, Vampirin und Frankensteins Monster sind. Nur so und wenn sie als Familie zusammenhalten, kann es ihnen gelingen, gegen die Starrs und ihre finsteren Pläne zu bestehen.

Kritik

Der Animationsfilm "Happy Family 2" ist ein buntes Spektakel, das ein hohes Tempo auf die Leinwand bringt. Die Familie Wünschmann unternimmt eine Reise um die ganze Welt und versucht Monstern zu helfen, weil sie sich mit ihnen solidarisch fühlt. Das ist nur bedingt nachvollziehbar, aber in einem Familienfilm erlaubt.
Die zweite Familie sind die Starrs, die ganz anderen Idealen nachgehen. Sie stellen den Verstand in den Vordergrund, während die Wünschmanns im weitesten Sinn das Gefühl repräsentieren. Der Kampf Verstand gegen Gefühl geht natürlich am Ende für die Wünschmanns aus, die auch das Ideal einer Familie verkörpern. So zumindest kann der Film interpretiert werden. Vordergründig ist er eine temporeiche Verfolgungsjagd. Und so werden ihn die meist jungen Zuschauer, die er ansprechen will, auch sehen. Und die werden auch die angesprochenen Familienstrukturen verstehen.

Die einfache Handlung transportiert simplen Humor. Viele Witze werden wiederholt und teils auch dann nicht witzig. Zum Beispiel dann, wenn Pizzaboy zum wiederholten Male Probleme mit seiner Hose hat und in Unterhosen dasteht. Die Animationstechnik steht internationalen Produktionen kaum nach. Die gesehene Fassung in 3D ist erstaunlich plastisch.

Fazit
"Happy Family 2" lässt Spielraum für Verbesserungen. Die Handlung setzt auf einfaches Verstehen und als sicher geltende Scherz. Die Idee, zwei unterschiedliche Familien ins Duell zu schicken, gefällt – die Ausarbeitung derer jedoch nicht. Bei allem Gerenne werden die Wünschmanns dem Kritiker weniger sympathisch als sie es müssten. Für Kinder ein temporeicher, bunter Spaß.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Alternativtitel: Monster Family 2 – Nobody's Perfect
Land: Deutschland
Jahr: 2021
Laufzeit ca.: 103
Genre: 3DAbenteuerAnimationFamilieFantasyKomödie
Verleih: Warner Bros.
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 04.11.2021

Regie: Holger Tappe
Drehbuch: David Safier • Abraham Katz

Sprecher: Oliver Kalkofe (Renfield) • Joko Winterscheidt (Maddox.Starr) • Ulrike Stürzbecher • Tobias Meister • Friedel Morgenstern • Christian Zeiger • Amelie Plaas-Link • Katrin Fröhlich

Produktion: Holger Tappe
Szenenbild: Tino Röger • Jens Benecke • Marek Binieda • Andre Schneider • Oliver Kurth • Adina Krause • Clemens Kinder


Bild: Warner Bros.

1 customer review

Befriedigend
31.10.21
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