Ein verlockendes Spiel

Kinoplakat Ein verlockendes Spiel

Eine klassische Dreiecks-Komödie, in der zwei Männer dieselbe Frau begehren und die Geschlechter sich - bis zum romantischen Schluss - kräftig in den Haaren liegen. In den Hauptrollen George Clooney und Renée Zellweger.

Es scheint im Jahr 2008 kaum vorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der Sport nicht derartig vermarktet wurde, wie es heute der Fall ist. Doch in den 1920er Jahren steckte das System hinsichtlich des American Football noch in den Kinderschuhen. In dieser Zeit ist Dodge Conollys (George Clooney) Idee, Football zu vermarkten und einen Hype daraus zu machen deshalb geradezu verwegen. Aber mit der nötigen Überzeugungskraft gelingt es ihm, seine Pläne in die Tat umzusetzen und dafür sogar den Kriegshelden Carter Rutherford (John Krasinski) zu gewinnen. Mit diesem Zugpferd sollte es eigentlich gelingen die Stadien zu füllen und Geld in die Kasse zu spülen.

Dumm nur, dass Carters Ruhm auf tönernen Füssen steht und einer Prüfung kaum standhalten wird. Und richtig brenzlig wird es, als ausgerechnet die Reporterin Lexie Littleton (Renée Zellweger) auf ihn angesetzt wird. Die ist nicht nur blonder als blond, sondern auch die beste ihres Fachs. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Allerdings ist Lexie eine Frau und Carters Charme lässt sie nicht ganz kalt. Andererseits ist da noch Womanizer Dodge, der ebenfalls Interesse an Lexie hat ... und so steht frau vor dem Problem: Wie bekomme ich Liebe und Karriere unter einen Hut?

Kritik

Das Drehbuch für die romantische Komödie "Ein verlockendes Spiel" ist das Erstlingswerk der zwei Sportreporter Duncan Brantley und Rick Reilly. Im Sinn haben sie eine klassische Screwball Comedy, in der sich die Hauptdarsteller in den Haaren liegen, um sich am Ende ganz selbstverständlich zu finden. Deshalb konstruieren sie als Rahmen eine klassische Dreiecks-Konstellation. Im Ergebnis liegt der Schwerpunkt dann doch mehr auf dem Sport als auf Romantik - was der Sache keinen Abbruch tut, denn der Schwachpunkt des Films ist ein anderer.

Zunächst denke ich, die Handlung fängt behäbig an, weil die Situation der Sportler im Film verfahren ist. Doch selbst dann, wenn es bergauf geht, bleibt das Tempo zu gediegen. Das ist schade, denn die (viel zu seltenen) Rededuelle zwischen Clooney und Zellweger sind gelungen und köstlich anzusehen. Ebenso die meiste Situationskomik. Etwa die Szene in der Hotellobby, in der Clooney mit einem von Lippenstift verschmierten Mund das Unschuldslamm mimt. Bloß: Trotz gelungener Szenen will der Begeisterungsfunke nicht überspringen, weil es in der Summe am rechten Schwung fehlt.

Diesen Minuspunkt können die Pluspunkte nicht aufwiegen. Unter George Clooneys Regie entstand ein handwerklich gut gemachtes Werk. Die leicht farbverfälschten Bilder und die Kostüme haben Stil. Ebenso die gut gewählte Musik der damaligen Zeit, die auch akustisch um Jahre zurückversetzt.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Original Filmtitel: Leatherheads
Land: USA
Jahr: 2008
Laufzeit ca.: 114
Genre: KomödieRomantikSport
Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 05.06.2008
Heimkino: 09.10.2008

Regie: George Clooney
Drehbuch: Duncan Brantley • Rick Reilly

Schauspieler: George Clooney (Dodge Connelly) • Renée Zellweger (Lexie Littleton) • John Krasinski (Carter Rutherford) • David de Vries (Reporter ) • Rick Forrester (Reporter) • Craig S. Harper (Reporter) • Malcolm Goodwin (Bakes) • Matt Bushell (Curly) • Tommy Hinkley (Hardleg) • Tim Griffin (Ralph) • Robert Baker (Stump) • Nick Paonessa (Zoom) • Lance Barber (Schiedsrichter) • Wayne Duvall (Coach Ferguson) • Nicholas Bourdages (Bug) • Jason Drago (Spieler) • Stephen Root (Suds)

Produktion: Grant Heslov • Casey Silver
Szenenbild: James D. Bissell
Kostümbild: Louise Frogley
Maskenbild: Kelley Mitchell
Kamera: Newton Thomas Sigel
Musik: Randy Newman
Schnitt: Stephen Mirrione


Bilder: Universal Pictures International

1 customer review

befriedigend
05.06.08
Show more

vorgeschlagen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Durch "Akzeptieren" stimmst Du der Verwendung zu. Durch "Ablehnen" stimmst Du nicht zu und es kann zu Dysfunktionen kommen.