Klein zu sein, bedeutet noch lange nicht, eines Tages nicht ganz groß herauszukommen. Man muss es nur wollen. Und einen unbändigen Willen hat der kleine Ziegenbock Will. Es fehlt ihm nur jemand, der ihm eine Chance gibt.
Die bekommt er von der Sau Flo, die das örtliche Team der Roarball-Spielerinnen und -Spieler managt. Der Ruhm der Mannschaft droht zu verblassen, besonders arg hat es Jett getroffen. Die Profisportlerin spürt die Zipperlein des Alters – will das jedoch nicht so recht wahrhaben. Genauso wenig ist sie bereit, mit einem kleinen Ziegenbock an ihrer Seite anzutreten. Der Rest der Mannschaft hat weniger Berührungsängste und Jett macht sich selbst zur Außenseiterin. Will hingegen nutzt die sich ihm bietende Chance und zeigt, was in ihm steckt. Dabei muss die Mannschaft nicht nur auf dem Feld siegen.
Kritik
Im Kern ist "G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge" ein klassisches Sportdrama. Ein zu klein geratener Ziegenbock darf beweisen, dass Talente richtig eingesetzt werden müssen, um zu gewinnen. Wie in einer Fabel werden die Rollen von Tieren gespielt, die menschlich auftreten. Leider bleiben die Charaktere simpel. Die Raubkatze ist aggressiv und greift an. Der Vogelstrauß ist ängstlich und steckt gerne den Kopf in den Sand. Die Sau ist ein echtes Schwein und hintergeht das Team. Die kleine Ziege kann besonders gut springen. Über Ansätze gehen die Figuren bedauerlicherweise nicht hinaus. Keine der Figuren nimmt das Publikum für sich ein. Wills Vergangenheit ist traurig, die Karriere dafür umso mitreißender. Selbst das berührt kaum. Die restlichen Figuren bleiben auf wenige Charakterzüge beschränkt. Insgesamt gilt die Formel: einfache Charaktere mit einfachen Problemen.
Auffällig sind die Bezüge zur Gegenwart. Olivia ist ständig mit dem Smartphone und Social Media beschäftigt. Die Dialoge nutzen viele Anglizismen und fallen unangenehm auf. Wiederholungen schwächen die Produktion weiterhin. Die Witze wiederholen, das Diner dient als Handlungsort und der Tod der Mutter wird mehrfach angesprochen.
Verwunderlich ist die Animation. Die Figuren sind originell. Die Hintergründe teilweise derart verwaschen, dass sie die Frage aufwerfen, ob das beabsichtigt ist.
Fazit
"G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge" versucht mit hohem Tempo, die Schwächen der Produktion zu überdecken. Die Ausgestaltung der Charaktere und die Animation fallen lieblos aus. Schade, denn die Geschichte über den Außenseiter birgt Potenzial. Eine Besonderheit besteht darin, dass es ein Kinderfilm ist und keiner für die ganze Familie. Allerdings entspricht das behandelte Thema einem Film für Erwachsene.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %
Land: USA
Jahr: 2026
Laufzeit ca.: 101
Genre: Abenteuer • Action • Animation • Familie • Komödie • Sport
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren
Kinostart: 19.02.2026
Regie: Tyree Dillihay • Adam Rosette
Drehbuch: Aaron Buchsbaum • Teddy Riley • Nicolas Curcio • Peter Chiarelli
Schauspieler: -
Produktion: Michelle Raimo
Szenenbild: Jang Lee
Kamera: John Clark
Musik: Kris Bowers
Schnitt: Clare Knight
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Bild: Sony Pictures
