The Grudge

Kinoplakat Grudge

Detective Muldoon durchlebt eine schwere Zeit. Sie muss den Tod ihres Mannes verkraften und ist für den Neuanfang mit ihrem Sohn nach Cross River gezogen. Der erste Fall ist schauderhaft. Eine übel verweste Leiche, die in einem von der Fahrbahn abgekommenen Auto sitzt. Der Auftakt zu einem Puzzle, dessen Teile Muldoon nach und nach aufdeckt. Im Mittelpunkt des zurückreichenden Falls steht ein Haus. Kein gewöhnliches Spukhaus, sondern eines, das mit einem Fluch belegt ist und das jeden heimsucht, der es betritt.

Kritik

Der Film erzählt eine auf der Grude-Filmreihe beruhende Handlung. Wer einen der älteren Filme gesehen hat, erkennt schnell die Zusammenhänge. Neue Zuschauer folgen der in der Zeit springenden Handlung bis zum Finale. Auf das bekannte Handlungsmuster setzt eine ungewohnte Handschrift auf, die Andrea Riseborough als Detective Muldoon in den Mittelpunkt stellt. Die Schauspielerin ist bemüht ihrer Rolle viele Emotionen zu verleihen. An ihrer Seite hat sie Demián Bichir als Kollegen, der ein ungutes Déjà-vu durchläuft, weil sein Ex-Kollege vom selben Fluch befallen wurde wie jetzt Muldoon. Seine Anspannung mündet in Kettenrauchen. Auch die restlichen Figuren durchlaufen schwere Lebensphasen. Sei es das Makler-Paar, das nur auf dem Werbeplakat etwas zu lachen hat oder das Ehepaar, das bald fünfzig Jahre verheiratet ist. Sie alle spielen intensiver als in Horror-Filmen üblich. Weiterhin fällt auf, dass der Film für Grusel oder Horror auffällig ruhig verläuft. Die Konzentration liegt auf den Geschichten, die in dem Haus zusammenlaufen.

Die Farben des Films sind verfälscht. Viele der verwendeten Stilmittel fallen klassisch aus. In regelmäßigen Abständen wandert im Hintergrund ein Schatten durchs Bild; oftmals ohne von der Person im Vordergrund wahrgenommen zu werden. Wie gehabt sind die Menschen auffällig begriffsstutzig. Überhand nehmen die knatternden Geister. Alles in allem sind die Spannungseffekte handwerklich sauber umgesetzt. Morde gibt es nicht in Nahaufnahme zu sehen. Manchmal erinnert der Film an die 1970-er Jahre, obwohl er in den frühen 2000-er Jahren spielt.

Fazit
"The Grudge" legt Wert auf Geschichten – doch das Ansinnen möglichst emotional zu erzählen überzeugt nur bedingt. Eine Heldin, die einzelne Mosaikstücke zusammenträgt ist als Plot so klassisch wie der verwendete Stil. Unterm Strich fällt die Handlung ordentlich aus und dürfte mehr Spannung aufbauen.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %


Land: KanadaUSA
Jahr: 2020
Laufzeit ca.: 94
Genre: Horror
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 09.01.2020
Heimkino: 28.05.2020

Regie: Nicolas Pesce
Drehbuch: Jeff Buhler • Nicolas Pesce • Nicolas Pesce • Takashi Shimizu

Schauspieler: Betty Gilpin • Andrea RiseboroughJacki WeaverDemián Bichir • William Sadler • Lin ShayeJohn Cho • Stefanie Sherk (Therapeutin) • Frankie Faison • Joel Marsh Garland (Detective Greco) • Tara Westwood (Fiona) • Nancy Sorel (Agent Cole)

Produktion: Takashige Ichise • Sam Raimi
Szenenbild: Jean-Andre Carriere
Kostümbild: Patricia J. Henderson
Maskenbild: Brandi Boulet
Kamera: Zack Galler
Musik: -
Schnitt: Ken Blackwell • Gardner Gould


Bild: Sony Pictures

1 customer review

befriedigend
08.01.20
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