Minions & Monster

Kinoplakat Minions und Monster

Die Minions waren bei ihrem ersten Auftritt in "Ich – Einfach unverbesserlich" die heimlichen Stars und bekamen im Jahr 2015 ihren ersten eigenen Kinofilm. 2026 dürfen sie erneut beweisen, dass sie mehr sind als Nebenrollen. Sie stehen im Zentrum und Gru muss für seinen Auftritt auf den Abspann warten. Für große und kleine Fans der kleinen Gelben hat sich das Warten gelohnt.

Die Minions prägen unsere Kultur schon viel länger als bislang bekannt. Sie hatten unter anderem auf das Hollywood der Stummfilmzeit einen entscheidenden Einfluss. Wie für viele andere Stars auch, bedeutete die Einführung des Tonfilms für die Karriere der Minions einen Knick. Doch die Minions sind nicht dafür bekannt, sich schnell unterkriegen zu lassen. Sie teilten sich in zwei Fraktionen auf: Die eine suchte nach einem Schurken, dem sie dienen kann. Die andere beschloss, ihren eigenen Film zu drehen: "Minions & Monster".

Kritik

Beide Handlungsstränge, die gegen Filmende in ein großes Finale münden, setzen auf die bekannten Stilmittel der Reihe. Die Minions quirlig zu nennen, wäre untertrieben. Sie ziehen ein Feuerwerk an Witzen ab, das teils auf Erwachsene abzielt. So wird nicht nur der guten alten Studiozeit gehuldigt, sondern auch vielen Stars der damaligen Zeit wie Charlie Chaplin und Harold Lloyd. Die Warner Brüder treten persönlich auf. Ihr Studio bekommt ein Denkmal, ebenso der ikonische Wassertank. Zudem zitiert der erste Teil des Films nicht nur viele Einstellungen wie den klassischen Eisenbahnraub, sondern derart viele bekannte Filmszenen, dass es nicht möglich ist, sie alle im Hinterkopf zu behalten. Wieder modern ist die Berücksichtigung von "Minecraft". Einen großen Stellenwert bekommen die Hollywood-Monster, die vom Roboter sowie dem Tentakel-Monster und dem Schleim-Monster vertreten werden. Weiterhin ist damit der Handlungsstrang bedacht, in dem die Minions ihren Meister suchen. Zu sehen sind die Minions in verschiedenen Kostümen – doch am wohlsten fühlen sie sich in Latzhosen.

Altbewährt ist das Kauderwelsch der kleinen Kerle, das neben spanischen und italienischen auch deutsche Brocken beinhaltet. Der Humor setzt auf Tempo und noch mehr Tempo, einige brachiale Witze und die gute alte Nacktheit. Böse sein kann man den Minions nicht – auch wenn sie viel Schabernack anrichten und ihre Meister in tödliche Fallen locken oder sogar selbst umbringen. Sie absolvieren viele Verfolgungsjagden, die das Tempo der rasanten Nummernrevue nochmals erhöhen. Die Pressevorführung fand nicht in 3D statt, trotzdem fühlte sich der Kritiker von dem Tohuwabohu erschlagen.

Fazit
Die Minions sind die Stars und die Stärke des Films. Selbst groben Unfug verzeiht man den Kerlchen oder die Eigenwerbung für Fanartikel. Da sie kaum für eine klassische Handlung taugen, setzt der Film auf eine Abfolge von skurrilen, aberwitzigen und temporeichen Szenen. Die Kinder werden über den dargestellten Unsinn lachen und die Erwachsenen über die vielen Filmzitate.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: MINIONS & MONSTER
Land: USA
Jahr: 2026
Laufzeit ca.: 90
Genre: 3DAbenteuerActionAnimationFamilieFantasyKomödieParodie

Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 02.07.2026

Regie: Pierre Coffin • Patrick Delage
Drehbuch: Brian Lynch • Pierre Coffin

Sprecher: Alle Minions (Pierre Coffin) • Goomi (Trey Parker / Bill Kaulitz) • Dort (Jesse Eisenberg / Tom Kaulitz) • Max (Christoph Waltz) • Olivia (Allison Janney / Alexandra Marisa Wilcke) • Frank und Elwood (Jeff Bridges / Joachim Tennstedt) • Debbie (Zoey Deutch / Alice Bauer) • Philipps (Bobby Moynihan / Tim Sander) • Howard (Phil Lamarr / Tilo Schmitz)

Produktion: Chris Meledandri • Bill Ryan
Musik: John Powell
Schnitt: Gregory Perler

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Bild: Universal Pictures International

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