Monsters vs. Aliens

Kinoplakat Monsters vs. Aliens

Als ein riesiger Roboter die Existenz der Menschheit bedroht und konventionelle Waffen versagen, setzen die USA ihre Geheimwaffe ein: Monster. Die sind in diesem Zeichentrickspaß allerdings keine hirnlosen Zerstörer, sondern Superhelden.

Es soll der schönste Tag in Susans Leben werden: Sie will den örtlichen TV-Wetterfrosch heiraten - doch dann kommt alles anders. Susan berührt kurz vor der Trauung einen Meteoriten. Aufgrund des darin enthaltenen Quantoniums wächst sie auf die stattliche Größe von 15 Metern heran - sprengt damit nicht nur im übertragenen Sinn die Trauungszeremonie sondern auch wortwörtlich die Kirche. Noch ehe sie begreift, was mit ihr passiert, ist das Militär zur Stelle und nimmt sie gefangen. Susan wird betäubt und in ein geheimes Gefängnis verbracht. Dort lernt sie, die ab sofort Gigantika heißt, ihre Leidensgenossen kennen: Den Macho namens Missing Link, eine Kreuzung aus Affe und Fisch. Den brillanten aber leider durchgeknallten Wissenschaftler Prof. Dr. Kakerlake, der ein Wesen aus Mensch und Kakerlake ist. Den 100 Meter großen Insektosaurus und den herzlichen aber leider vollkommen hirnlosen B.O.B, der aus Gallert besteht. Das Militär hält die Existenz dieser Monster streng geheim und es ist geplant, dass sie den Rest ihres Lebens weggesperrt verbringen.

Einige Lichtjahre von der Erde entfernt hat der Meteor das Interesse des fiesen Gallaxhar wachgerufen, der das Quantonium benötigt, um eine neue Welt zu errichten. Seine eigene ist untergegangen - was ihm wenig leidtut, denn er war der Verursacher. Also sendet Gallaxhar einen riesigen Roboter auf die Erde, der das Quantonium sicherstellen soll. Die Regierung der USA, in deren Zuständigkeit die Vernichtung des Roboters fällt, weiß nach einem fruchtlosen Militärschlag keine Antwort mehr - und lässt die Monster los, damit sie den Roboter vernichten.

Kritik

Für den Film "Monsters vs. Aliens" haben die Drehbuch-Autoren populäre Motive aus Science-Fiction-Filmen kopiert. So sind die Monster, die die Rollen der klassischen Superhelden übernehmen, allesamt an bekannte Filme respektive deren Figuren angelehnt und viele Filme lassen grüßen. Eingeschlossen werden die Monster in einer Art Area 51 und der beliebte Meteoriteneinschlag bildet den Auftakt. Ehe ich ausufere: Die Anspielungen und Anleihen sind reichlich und gut gelungen. Wobei die Handlung kaum konkrete Filmszenen aufs Korn nimmt.

Weniger überzeugend ist die Handlung als solche. Der Anfang ist etwas bemüht und erst mit dem Angriff des gigantischen Roboters kommt Tempo auf. Den Autoren gelingen dann einige gute Gags. B.O.B. etwa ist stets mit Leib und Seele dabei - hat aber leider kein Hirn und missversteht fast alles. So klebt er, wie ein Kaugummi unter dem Fuß des Roboters, und meint, ihn aufzuhalten. Während der Außerirdische Gigantika mit einem Fangstrahl festhält, hält Insektosaurus mit einem grünen Strahl dagegen - der aus seiner Nase kommt. Der Einlass in den geheimen Tagungsraum der US-Regierung beginnt mit einem Fingerscan und endet mit einem Scan des Hinterns. Insgesamt allerdings sind die Gags dünn gesät. So stoßen sich die Figuren auffällig oft die Köpfe an verschlossenen Luken oder zu niedrigen Türen.
Die Animation der Figuren kann nicht mit den Standards mithalten, die Pixar regelmäßig setzt (jüngst mit "Wall-E"). Die Texturen der Figuren wirken einfach und einige Szenen machen den Eindruck, dass aktuelle Computerspiele "Monster vs. Aliens" überflügeln. Hingegen gut gelungen und umgesetzt ist der 3D-Effekt. Es gibt kaum Szenen, die wie die Anfangsszene zu offensichtlich für 3D optimiert sind. Insgesamt fügt sich der Effekt gut in die Handlung ein und es macht Spaß, den Film in 3D zu schauen.

Ein Schwachpunkt ist die deutsche Synchronisation. Während in der amerikanischen Fassung Hollywoodgrößen vor die Mikrofone traten, übernimmt in der deutschen Version Diana Amft Gigantika. Ihr gelingt es, den gesamten Film über lahm zu klingen. Womit sie im Vergleich zu den restlichen Sprechern eine enttäuschende Leistung bietet.

Fazit
Ich kann es nicht auf den Punkt bringen - aber für mich zündet "Monsters vs. Aliens" nicht richtig. Die Produktion hat unverkennbar Engagement hineingesteckt und die Idee Monster als Gute darzustellen gefällt. Bloß unterm Strich fehlt mir das gewisse Etwas.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel:
Land: USA
Jahr: 2009
Laufzeit ca.: 95
Genre: 3DAbenteuerActionAnimationFamilieHeldenKomödie
Verleih: Paramount Pictures
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 02.04.2009
Heimkino: 26.10.2009

Regie: Rob Letterman • Conrad Vernon
Drehbuch: Maya Forbes • Wallace Wolodarsky • Rob Letterman • Jonathan Aibel • Glenn Berger • Conrad Vernon

Sprecher: Diana Amft (Susan/Gikantika) • Oliver Kalkofe (B.O.B.) • Ralf Moeller (Missing Link) • Sebastian Höffner (Derek Dietl)

Produktion: Lisa Stewart
Szenenbild: David James • Michael Isaak • Ken Bielenberg • Mahesh Ramasubramanian • Phil Captain • McNally • Damon O'Beirne • David Burgess • Yancy Lindquest
Ton: Ethan van der Ryn
Musik: Henry Jackman
Schnitt: Joyce Arrastia • Eric Dapkewicz


Bild: Paramount Pictures

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