Spider-Man: No Way Home

Kinoplakat Spider-Man: No Way Home

Peter Parker fällt es schwer ein Held zu sein. Einerseits, weil alle Welt plötzlich seine wahre Identität kennt und er keine ruhige Minute mehr hat, und er wird bezichtigt ein Verbrecher zu sein.

Als dann die Universitäten nicht nur seine Bewerbung ablehnen, sondern auch die von MJ und Peters Freund Ned aus dem Grund, dass die Freunde von Peter Parker sind, ist für Peter das Maß voll. Er sucht Hilfe bei Doctor Strange. Der ist bereit, einen Zauber des Vergessens zu wirken. Doch Peter stört die Beschwörung und bewirkt, dass diejenigen in unsere Welt kommen, die ihn kennen. Heißt: Der grüne Kobold, Doctor Octopus, Electro und weitere Superschurken greifen an. Nicht das einzige Problem, denn von Rechts wegen dürften nicht alle am Leben sein. Damit hat Spider-Man ein weiteres Problem: Schickt er die Schurken in ihre Universen zurück, dann in den sicheren Tod. Verzweifelt sucht Spider-Man nach einer Lösung, die für alle die beste darstellt.

Kritik

Salopp gesprochen gibt es für den von Tom Holland sympathisch verkörperten Peter Parker alias Spider-Man viel zu tun. Es stehen die für Spider-Man typischen Problemstellungen an. Er muss persönliche Probleme lösen und solche, die mit seinem Heldentum in Verbindung stehen. Das belastetet ihn, wie auch die Suche nach dem Platz im Leben und der Wunsch nach einer Beziehung. Wobei über allem dieses Mal eine tragische Note schwingt. Das also bildet die Triebfeder für das Abenteuer.

Die darauf aufbauende Handlung wirft immer wieder nostalgische Blicke zurück, baut Brücken zum MCU (Marvel Cinematic Universe), zu früheren Filmen der Reihe und zum Multiverse. Letzteres thematisierte bereits der Animationsfilm "Spider-Man: A New Universe". Viele Kämpfe und viel Action treiben die Geschichte voran, die allerdings wiederholt abschwächt und es durchschimmern lässt, dass die Lauflänge von 148 Minuten mutig ausfällt. Einen klaren Höhepunkt gibt es nicht, die Erzählung geht gleichförmig dahin. Immer wieder lockern kleine Witze die Handlung auf. In Erinnerung geblieben sind die Scherze mit den Rückenschmerzen und der, in dem es heißt: "You are amazing!". Auffällig ist weiterhin, die Zusammenarbeit des Trios und der sanfte Einsatz von Neuen Medien. Es gibt den Influencer und dann und wann klingelt ein Smartphone.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugen durch Spielfreude, wobei einige herausstechen. Willem Dafoe als Norman Osborn hat einige der stärksten Auftritte. Alfred Molina und Jamie Foxx können ihren verhältnismäßig kleinen Rollen etwas abgewinnen. Sichtlich Spaß hatten bei den Dreharbeiten Andrew Garfield und Tobey Maguire. Fast möchte der Kritiker sagen, dass je älter die Stars, desto stärker die Auftritte, J.K. Simmons hätte jedoch gebremst werden können.

Handwerklich siedelt der Film auf ordentlichem Niveau. Bis auf wenige Ausnahmen gefallen die Tricks. Einige Szenen sind abgeschnitten. Tom Holland spricht in der englischen Fassung in einigen Szenen plötzlich britischen Akzent – was die deutsche Synchronisation wahrscheinlich ausbügelt ;-).

Fazit
Im positiven Sinne: "Spider-Man: No Way Home" bietet den zu erwartenden Spektakel.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %


Land: USA
Jahr: 2021
Laufzeit ca.: 148
Genre: AbenteuerActionComicHelden
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 15.12.2021

Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna • Erik Sommers
Literaturvorlage: Steve Ditko • Stan Lee

Schauspieler: Zendaya (MJ) • Benedict Cumberbatch (Doctor Strange) • Tom Holland (Peter Parker / Spider-Man) • Marisa Tomei (May Parker) • Jon Favreau (Happy Hogan) • Willem Dafoe (Norman Osborn / Green Goblin) • Angourie Rice (Betty Brant) • J. K. Simmons (J. Jonah Jameson) • Benedict Wong (Wong) • Alfred Molina (Otto Octavius / Doctor Octopus) • Jamie Foxx (Max Dillon / Electro) • Jacob Batalon (Ned Leeds) • Martin Starr (Mr. Harrington)

Produktion: Kevin Feige • Amy Pascal
Szenenbild: Darren Gilford • Clint Wallace
Kostümbild: Sanja Milkovic Hays
Maskenbild: Heather Benson • Nancy Cummings • Sheika Daley • Yvonne Eagle • Linda D. Flowers • Lane Friedman • Shawn Janifer • Anne Morgan • Tim Muir • Yesim 'Shimmy' Osman • Vasilios Tanis • Carla Wallace
Kamera: Mauro Fiore
Musik: Michael Giacchino


Bild: Sony Pictures

1 customer review

Gut
15.12.21
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