Der Grinch

Kinoplakat Der Grinch

Die Verfilmung des Kinderbuches als Animation: Der Grinch ist ein schlecht gelaunter Miesepeter, der kurz vor Weihnachten den Bewohner einer kleinen Stadt eine Lektion erteilen will: Er wird ihnen Weihnachten wegnehmen!

Seit einem prägenden Erlebnis in der Kindheit hat der Grinch ein mehrere Nummern zu kleines Herz und eine Abneigung gegen Weihnachten und den Rest der Welt. Das betrifft insbesondere die Whos, die glücklich in ihrer Stadt leben, während der Grinch ein abgeschiedenes Leben in einer Höhle vorzieht. Hier verbringt er seine Tage in Gesellschaft seines Hundes Max, der sein Herrchen aufrichtig liebt, während der Grinch seinen Hund immerhin mag.

Kurz vor Weihnachten, während die Whos ihre Stadt in bester Laune auf das Fest vorbereiten und schmücken, gehen dem Grinch die Vorräte aus und er muss etwas tun, was er aufrichtig hasst. In die weihnachtliche Stadt Whoville gehen und einkaufen. Wieder daheim nagt die Verletzung an ihm. Und es kommt ihm die zündende Idee. Er wird den Whos Weihnachten stehlen und sie dadurch bestrafen. Mit Feuereifer beginnt er an seinem Plan zu arbeiten.

Kritik

Der Film des Jahres 2018 setzt das Kinderbuch von Dr. Seuss als Animationsfilm um. Weihnachten stellt das übergreifende Thema dar, als Fest der Liebe und Versöhnung. In der Ausschmückung bedeutet es, auf der einen Seite die menschenfreundlichen Whos und auf der anderen der übellaunige Grinch.

Die Figuren und die Handlung sind so umgesetzt, dass auch kleine Kinder folgen können und die Moral der Geschichte begreifen, die wiederholt das Thema Freundschaft anspricht. Im Ausbau wird auf viel Gewusel und Humor in Comicform gesetzt. Gleich zu Beginn nutzen Vögel ihre Füße als Ski. Der Grinch ist ein begabter Erfinder und sorgt für allerlei Kapriolen und Slapstick. Auch sein treuer Freund der Hund Max spielt eine Hauptrolle. Bei den Whos, also den menschlichen Wesen, steht das Mädchen Cindy-Lou im Vordergrund. Es hat einen ganz besonderen Wunsch an den Weihnachtsmann und weiß auch, wie es den umsetzen möchte. Der führt das tapfere Mädchen und den Menschenfeind zusammen.

Es gibt nicht viel mehr Details zu verraten, weil die Handlung insgesamt sehr kindgerecht ausfällt. Es kommen keine komplizierten Zusammenhänge oder lange Dialogszenen vor. Vielmehr dominieren Klamauk, Musik und Tempo. Schade dabei ist, dass der Handlungsstrang über Cindy-Lous Wunsch am Schluss ohne Auflösung bleibt. Für mich als Erwachsenen ist die Handlung dünn geraten. Es fehlt ihr nicht an Humor, jedoch an Szenen, die ich witzig finde. Zwischenzeitlich leitet ein Erzähler über, der zu sparsam zum Einsatz kommt. Dem grünen Grinch leiht Otto Waalkes seine Stimme und ist als Synchronsprecher keine gute Wahl. Er übertreibt dieses Mal weniger als zum Beispiel in "Ice Age", klingt dabei allerdings müde und verleiht dem Grinch stimmlich kaum Charakter. Die Animation ist ansprechend umgesetzt, wobei der 3D-Effekt nicht beurteilt werden kann, weil die Vorführung für die Presse mit einer Vorab-Kopie in 2D stattfand. Witzig gemacht ist der Vorfilm, in dem die Minions ihren Auftritt haben.

Fazit
Der Film "Grinch" setzt auf einfaches Verstehen. Er bietet viel weihnachtliches Drumherum und eine Geschichte, die in wenigen Sätzen erzählt werden kann. Weitere besprochene Filme nach Büchern von Dr. Seuss sind "Ein Kater macht Theater" und "Der Lorax".
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 60 %


Original Filmtitel: The Grinch
Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 89
Genre: 3DAnimationFamilieFantasyKomödieMusikWeihnachten
Stichwort: Hund
Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 29.11.2018
Heimkino: -

Regie: Scott Mosier • Yarrow Cheney
Drehbuch: Michael Lesieur • Tommy Swerdlow
Litervorlage: Theodor Seuss Geisel

Schauspieler: Benedict Cumberbatch / Otto Waalkes (Grinch) • Cameron Seely / Xara Eich (Cindy Lou) • Pharrell Williams / Alexander Doering (Erzähler) • Rashida Jones / Natascha Geisler (Donna) • Tristan O'Hare / Freddy Gerberon (Groopert) • Kenan Thompson / Michael Iwannek (Bricklebaum) • Sam Lavagnino / Vicco Clarén (Ozzy) • Scarlett Estevez / Marlene Schick (Izzy) • Angela Lansbury / Kornelia Boje (Bürgermeisterin) • Ramone Hamilton / Oskar Hansch (Axl)

Produktion: Chris Meledandri • Janet Healy
Szenenbild: Colin Stimpson
Musik: Danny Elfman
Schnitt: Chris Cartagena


Bild: Universal Pictures International

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